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Hätte sich eher von Epstein distanzieren sollen

Prinz Andrew nimmt Stellung zu Grüsel-Freundschaft

Prinz Andrews Freundschaft zum mittlerweile verstorbenen Sexualstraftäter Jeffrey Epstein belastet die königliche Familie. Nun äussert sich der Royal erstmals ausführlich zu den Anschuldigungen.

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Der Herzog von York ist das momentane Sorgenkind der Royal Family.

Getty Images

Es ist ein heikles Kapitel im Leben des britischen Prinzen, vielleicht sogar sein heikelstes. Andrew, seines Zeichens drittes Kind von Queen Elizabeth II., 93, leidet unter der früheren Freundschaft zu Jeffrey Epstein. Dem US-Multimillionär wird unter anderem vorgeworfen, Minderjährige zur Prostitution gezwungen zu haben.

Auch der Prinz soll in die menschenverachtenden Machenschaften involviert gewesen sein. Eine Frau klagt an, sie sei mehrmals zu Sex mit Andrew gezwungen worden sein – während sie noch minderjährig war.

Epstein nahm sich im August in Untersuchungshaft das Leben. Die Polizei ermittelte wegen Betreibens eines Sexhandelsrings. Doch für Prinz Andrew geht der Rechtfertigungs-Marathon weiter. Nun spricht der Herzog von York in einem BBC-Interview so ausführlich wie nie über die Anschuldigungen.

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Palast dementiert – Andrew weiss nichts mehr

Die Freundschaft zu Epstein sei für ein Mitglied der Royal Family unwürdig gewesen, gibt er reuig zu. «Ich habe enttäuscht, so einfach ist das», so Andrew. Insbesondere die Aufrechterhaltung der Freundschaft zu Epstein nach dessen ersten Veurteilung im Jahr 2008 sei ein Fehler gewesen. «Das ist der Teil, für den ich mich täglich selbst trete.» Die Royal Family versuche die höchsten Standards und Sitten aufrechtzuerhalten. Dem sei er nicht gerecht geworden, so Prinz Andrew.

Er habe lange nicht realisiert, dass es sich nicht geziemte, weiterhin mit Epstein in dessen Anwesen Zeit zu verbringen. Heute sehe er ein, dass das falsch war.

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US-Multimillionär Jeffrey Epstein †66 hat sich in der Untersuchungshaft das Leben genommen. (Bild 2008)

Dukas

Die BBC-Journalistin befragt den Prinzen ausserdem zu einem happigen Vorwurf: Die 35-jährige Virginia Roberts Giuffre behauptet, sie hätte mit Andrew gespiesen, getanzt – und sei dann mehrmals zu Sex mit ihm gezwungen worden. Das erste Mal, im Jahr 2001, war die Frau mit 17 Jahren noch minderjährig. Epstein soll sie als Sexsklavin gehalten haben. Ein handfester Skandal, mit dem die Royal Family schon länger zu kämpfen hat.

Davon will der Sohn der Queen jedoch überhaupt nichts wissen. «Ich erinnere mich weder an ein Treffen noch an sonst irgendetwas mit dieser Frau.» Das ist seltsam, denn der Palast bestritt die Vorwürfe bisher deutlich. Nun spricht Prinz Andrew nur noch davon, sich nicht erinnern zu können.

Noch viel seltsamer ist ein Foto, auf welchem der Prinz Giuffre den Arm um die Taille legt. Der Schnappschuss soll aus dem Jahr 2001 stammen und auf dem Anwesen von Epsteins Ex gemacht worden sein. Andrew behauptet, das Foto sei gefälscht.

Im vollständigen BBC-Interview soll der Prinz noch viel mehr über die Anschuldigungen sagen. Es wird am Samstagabend um 20:00 Uhr auf BBC Two ausgestrahlt.

Der Fall Epstein ist derweil noch offen. Französische Behörden suchen öffentlich nach Opfern und Zeugen.

Von Onur Ogul am 16.11.2019
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