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Vor Prinz Philips Beerdigung

Prinz Harry fürchtete sich vor der Rückkehr nach London

Es war das erste Mal seit dem Megxit, dass er in die Heimat zurückgekehrt ist: Am 17. April nahm Prinz Harry an der Beerdigung seines Grossvaters Prinz Philip teil. Es sei ein schwerer Gang gewesen, gibt Harry nun zu. Und das nicht nur wegen des traurigen Anlasses.

Prinz Harry

Prinz Harry war «besorgt und ängstlich», als er für Prinz Philips Beisetzung nach Grossbritannien reiste.

imago images/i Images

Über ein Jahr lang war Prinz Harry, 36, nicht mehr in Grossbritannien, bevor er schliesslich zur Beerdigung von Prinz Philip, †99, in die Heimat zurückkehrte. In der Doku-Serie «The Me You Can't See», die Harry zusammen mit Oprah Winfrey, 67, produziert hat, verrät er nun, wie schwer ihm die Reise von Los Angeles nach London gefallen ist.

Bereits in einem gemeinsamen Interview mit Oprah offenbarte Harry gegenüber «Associated Press»: «Ich habe mir Sorgen gemacht, ich hatte Angst.» Grund dafür sei nicht der traurige Anlass gewesen, sondern seine schlimmen Erinnerungen an die Heimat. In London habe er sich stets gefangen und gejagt gefühlt, sagte Harry. Die Trauerfeier habe er dann als Test betrachtet, ob er mit seinen Ängsten umgehen kann. 

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Im Gespräch mit Oprah Winfrey bezeichnet er seine Heimatstadt als «Trigger». Die meiste Zeit seines Lebens habe er sich besorgt gefühlt, wenn er zurück nach London reisen musste. Bewusst geworden sei ihm das jedoch erst, als er eine Therapie begonnen hat.

Kein Entkommen, keinen Ausweg

In einer seiner Sitzungen, die in der TV-Produktion gezeigt wird, fragt sich der Royal: «Warum fühle ich mich so unwohl?» Die Antwort gibt er gleich selbst: «Natürlich ist London für mich ein Auslöser, leider, wegen dem, was meiner Mutter passiert ist, und wegen dem, was ich erlebt und gesehen habe.»

Die Emotionen, die ihn in der Heimat überkommen, beschreibt Prinz Harry wie folgt: «Es ist das Gefühl, der Gejagte und hilflos zu sein und zu wissen, dass man nichts dagegen tun kann.» Es gebe kein Entkommen, keinen Ausweg.

Prinz Harry, Herzogin Meghan

Nach einem Streit mit Herzogin Meghan beschloss Prinz Harry, sich in Therapie zu begeben.

imago images/PA Images

Dank seiner Therapie sei er jedoch in der Lage gewesen, die Angst und den aufkeimenden Stress vor seiner Rückreise nach Grossbritannien zu verarbeiten. «Das hat es definitiv viel einfacher gemacht, aber das Herz pocht immer noch», sagt Harry.

Den Entscheid, eine Therapie zu beginnen, habe er nach einem Streit mit Herzogin Meghan, 39, gefällt. Das war vor rund vier Jahren. Damals habe er realisiert: «Ich werde diese Frau verlieren, mit der ich den Rest meines Lebens verbringen könnte, wenn ich die Therapie nicht mache und mich nicht selbst repariere.»

In der TV-Doku, die sich dem Thema «mentale Gesundheit» verschrieben hat und die psychische Probleme entstigmatisieren soll, sagt Prinz Harry auch: «Die Entscheidung zu treffen, Hilfe zu erhalten, ist kein Zeichen von Schwäche.» Es sei ein Zeichen von Stärke. 

Hilfe in persönlichen Krisen

Diese Angebote sind schweizweit rund um die Uhr für Menschen in 
suizidalen Krisen und ihr Umfeld da – vertraulich und kostenlos:

  • Dargebotene Hand: Telefon 143, 143.ch
  • Pro Juventute für Kinder und Jugendliche: Telefon 147, 147.ch
  • Adressen von Beratungsangeboten in allen Kantonen: reden-kann-retten.ch
  • Adressen und Infos für Hinterbliebene: trauernetz.ch
Von fei am 22.05.2021
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