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  4. Prinzessin Madeleine von Schweden: Diese Kritik trifft sie hart

Angefeindet, weil sie nicht in Schweden lebt

So hart trifft Prinzessin Madeleine die harsche Kritik

Immer wieder wird Prinzessin Madeleine vorgeworfen, dass sie sich zu wenig für Schweden engagiere. In einem Interview verrät die dreifache Mutter nun, wieso sie diese Kritik traurig stimmt und was sie im Ausland erreichen will.

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Getty Images for World Childhoo

Schon seit einigen Jahren lebt Prinzessin Madeleine, 37, meist fernab von ihrer Heimat Schweden. Madeleines erste Tochter Prinzessin Leonore kam 2014 in New York zur Welt, später zog die junge Familie nach London. Und vor rund einem Jahr folgte der nächste Umzug: dieses Mal ins ferne Florida.

Dass Madeleine mit ihrem Mann Chris O'Neill, 45, und den inzwischen drei Kindern nicht in Schweden wohnt, bringt ihr im Heimatland immer wieder Kritik ein: Seit Jahren wird ihr vorgeworfen, sich zu wenig für die Anliegen des Königshauses zu engagieren, zu wenig Auftritte wahrzunehmen.

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Im Juni 2018 feierten Prinzessin Madeleine und ihr Ehemann Chris O'Neill in Stockholm noch die Taufe von Töchterchen Adrienne (auf Madeleines Arm) gemeinsam mit Prinzessin Eleonore (Mitte) und Prinz Nicolas, im September 2018 dann sind sie nach Florida aufgebrochen.

Dukas
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«Den Kindern gefällt es»

Nun aber gibt es für die Schwedinnen und Schweden einen Hoffnungsschimmer. Im Interview mit der Zeitung «Svensk Damtidning» verriet Madeleine, dass sie nicht vorhabe, für immer in Florida zu bleiben. Sie habe oft Sehnsucht nach ihrer Familie und den Freunden.

Zu einem möglichen Zeitpunkt der Rückkehr aber äusserte sich die Prinzessin nicht weiter. Weitere Antworten zumindest lassen vermuten, dass es noch einen Moment dauert. Denn angesprochen auf Florida meint sie: «Im Moment läuft es sehr gut, den Kindern gefällt es in der Schule, und es ist leichter für Chris, weil seine Geschäftspartner auch in Miami sind.»

Den Fokus auf schwedische Themen lenken

Im gleichen Interview sprach Madeleine auch darüber, dass sie die Kritik aus Schweden oft traurig stimme. Schliesslich habe sie eine andere Rolle als ihre ältere Schwester, Kronprinzessin Victoria, 42. «Wenn man mich braucht, komme ich, und wir sind da, um sie zu unterstützen. Wenn sie Unterstützung haben will, sind wir da.»

Bis dahin sieht Madeleine ihre Aufgabe auch darin, im Ausland den Fokus auf schwedische Themen zu lenken. Den Schwerpunkt legt sie dabei auf die Stiftung «World Childhood Foundation», wie bereits vor einem Jahr in einer offiziellen Mitteilung kommuniziert wurde.

Gegen Gewalt und sexuellen Missbrauch

Tatsächlich nimmt sich Prinzessin Madeleine mit der «World Childhood Foundation» einem Thema an, dass Schweden und dem Königshof kaum näher sein könnte. Denn gegründet wurde die Stiftung 1999 von niemand geringerem als Königin Silvia, 75, also der Mutter von Prinzessin Madeleine.

Der Zweck der Stiftung: Das Recht von Kindern auf eine sichere und liebevolle Kindheit zu schützen und die Lebensbedingungen derjenigen Kinder zu verbessern, die Gewalt und sexuellem Missbrauch ausgesetzt sind.

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Gemeinsam für die gute Sache: Königin Silvia von Schweden und Prinzessin Madeleine engagieren sich inzwischen zusammen für die «World Childhood Foundation».

Getty Images

Madeleines Engagement für Schweden im Ausland

Bereits seit 2006 arbeitet auch Prinzessin Madeleine für die «World Childhood Foundation», übernimmt seither immer mehr Aufgaben und ist unermüdlich für die Stiftung unterwegs. Das Ziel dürfte sein, dass Madeleine eines Tages ganz in die Fussstapfen ihrer Mutter tritt, das Lebenswerk von Königin Silvia weiterführt.

Spätestens dann wird die Prinzessin wohl auch wieder nach Schweden zurückkehren, wo die Stiftung ihren Sitz hat. Bis dahin aber ist Silvia wahrscheinlich froh um den Einsatz ihrer Tochter am anderen Ende der Welt. Immerhin erspart dies der Königin selbst einiges an Fliegerei, unterstützt Childhood aktuell doch über 100 Projekte in 16 Ländern, von Brasilien bis Weissrussland.

Von Thomas Bürgisser am 28.09.2019
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