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Royal-Lohn ist bald kein Geheimnis mehr

Victoria muss ihre Ausgaben auf den Tisch legen

Bisher hielten die schwedischen Royals im Gegensatz zu anderen skandinavischen Königshäusern so ziemlich alles über ihre Finanzen geheim. Dies soll sich nun ändern – bald müssen Kronprinzessin Victoria und Co. ihre Apange und ihre Ausgaben offenlegen.

Kronprinzessin Victoria

Kronprinzessin Victoria muss ab April 2022 ihre Ausgaben offenlegen.

Getty Images

Schon länger streitet man sich in Schweden über den Einsatz von Steuergeldern für den Unterhalt der Königsfamilie. Mittlerweile konnten sich der Staat und das Königshaus einigen. Künftig soll nämlich nicht mehr nur der Verwaltung der Schlösser in die Bücher geschaut werden, sondern auch dem Hofstaat selbst – der königlichen Familie also.

Dies hat zu bedeuten, dass alle Schwedinnen und Schweden durch den jährliche Finanzbericht mehr über die Apanage, sowie deren Verwendung von König Carl Gustaf (75), Kronprinzessin Victoria (44), Daniel von Schweden (48) und allen weiteren Mitglieder des Königshauses erfahren sollen.

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Ab April 2022 soll das ganze laut «Gala» schliesslich umgesetzt werden, denn bisher waren die staatlichen Zahlungen an die schwedische Königsfamilie immer ein Geheimnis.

Das Jahresbudget soll 149 Millionen schwedische Kronen (rund 14.7 Millionen Schweizer Franken) betragen, wovon rund die Hälfte an die Schlossverwaltung gehen soll und mit dem Rest wird die Verwaltung das Königshaus finanziert. Das beinhaltet Repräsentationsverpflichtungen und allgemeine Kosten sowie  persönliche Ausgaben der königlichen Familienmitglieder.

Genauere Details und Einblicke ins private Portemonnaie der Königlichen wird der Öffentlichkeit aber nicht preisgegeben. Geheim bleiben weiterhin Angaben über Autos, Boote, Investitionen in Gebäude oder Aktien. Diese Posten werden nicht Teil des Jahresberichtes sein. Man wird lediglich Teil der Wohnkosten, gewisse Transportkosten oder Sicherheitskosten erfahren.

Die Schweden sind schon länger auf Sparkurs. Denn nach der monarchischen Neuordnung 2019 gab der schwedische König bereits da bekannt, dass er die Anzahl der Repräsentanten der Mitglieder des Königshauses von 15 auf 10 reduziere. Fünf Enkelkinder von Carl Gustaf mussten ihren Adelstitel bereits ablegen und übernehmen königliche Pflichten nur noch in einem solchen Ausmass, wie der König es entscheidet, so «Gala».

Weiter wurde deren Verantwortung gelockert, was für das Königshaus so viel heisst wie: weniger Geld ausgeben. Schliesslich haben nur die Mitglieder des Königshauses, die eine Repräsentantenpflicht haben, Anspruch auf den Ausgleich aus dem Apanagen-Topf.

Die Schweden ziehen den Dänen nach

Was die Schweden erst ab kommendem April offenlegen werden, tun die Dänen bereits. Im Jahresbericht der dänischen Royals werden nämlich schon die Apanagen von beispielsweise Königin Margrethe II. (81), den Prinzessinnen Benedikte (77) und Anne-Marie (75) sowie Prinz Joachim (52) offengelegt.

Aber auch weitere Königshäuser, wie die der Niederlande oder Norwegen, sind bereits auf dem Zug der Offenlegung der Apanage aufgesprungen. Wie die «Süddeutsche» Zeitung berichtet, soll die Niederlande dabei das teuerste Königshaus sein.

Von nsj am 25. März 2022 - 06:09 Uhr
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