1. Home
  2. People
  3. Swiss Stars
  4. Alexandra Maurer: Alltagsrassismus an der Haustür
«Das ist keine Höflichkeit!»

Alexandra Maurer erlebt Alltagsrassismus an der Haustür

Moderatorin Alexandra Maurer regt sich auf, weil ein Handwerker ihr gegenüber unterschwellig rassistisches Verhalten an den Tag legt. Erst, als sie auf Schweizerdeutsch antwortet, ändert er sein Verhalten.

Artikel teilen

Alexandra Maurer berichtet von einem Alltagsrassismus-Vorfall an der Haustür.

Alexandra Maurer berichtet von einem Alltagsrassismus-Vorfall an der Haustür.

Instagram/alexandramaurer_official

Alexandra Maurer (44) ist genervt. Am Montag klingelt ein Handwerker an ihrer Tür, drei Stunden zu früh. «Ich bin gerade aus einem Meeting gekommen und war mit dem Kopf woanders», berichtet die Zürcher Moderatorin in ihrer Instagram-Story.

Dann kommt es zu der unangenehmen Situation. Der Mann stellt sich vor. Auffällig langsam und mit übertriebenem Hochdeutsch: «Hallo, ich bin hier wegen der Lüftung. Wartung. Lüftung.» Maurer ist irritiert. «Ich dachte mir: Wieso redet er so mit mir?»

Die Moderatorin antwortet auf Schweizerdeutsch, erklärt, dass er viel zu früh sei. Plötzlich kippt die Situation. «Seine ganze Haltung, die Art und Weise, wie er mit mir umgegangen ist, war eine andere, als er gemerkt hat, dass ich Schweizerdeutsch kann.» Auch der Handwerker selbst wechselt daraufhin die Sprache zu Mundart.

«Das ist verletztend»

Maurer hätte sich eine andere Reaktion gewünscht: «Wie wäre es, davon auszugehen, dass dein Gegenüber Schweizerdeutsch spricht – und sich dann erst aus Höflichkeit anzupassen?» Aufgrund ihres Aussehens habe der Mann angenommen, sie verstehe kein Deutsch. «Das ist verletzend», sagt sie.

Die Zürcherin spricht von «Casual Rassismus», auch als Alltagsrassismus bekannt. «Ich habe dafür einfach keine Toleranz mehr. Wenn du Menschen mit gebrochenem Hochdeutsch ansprichst, weil die Person ‹anders› aussieht, ist das keine Höflichkeit!»

Alltagsrassismus – Rassismus, der «nicht so gemeint» ist – geriet zuletzt vermehrt in den Fokus. Die Schweizer Autorin Nora Osagiobare (33) behandelte das Thema in ihrem satirischen Erfolgs-Roman «Daily Soap».

Fynn Müller von Schweizer Illustrierte
Fynn MüllerMehr erfahren
Von Fynn Müller am 25. März 2026 - 06:00 Uhr