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«Fällt mir total schwer»

Beatrice Egli kämpft trotz Zweifeln weiter für ihr Ziel

Sie hätte längst ein Bild von sich auf dem Matterhorn posten wollen. Doch der wüste Sommer und der viele Schnee machen Beatrice Egli einen Strich durch die Rechnung. Obwohl unklar ist, ob sie dieses Jahr noch aufs «Horu» kann, trainiert sie ambitioniert weiter – auch wenn ihr das alles andere als leichtfällt.

Beatrice Egli, Schweizer Schlagersängerin und Moderatorin, Matterhorn-Vorbereitung, 7. Juli 2021, Altendorf/Jona

Das viele Training soll sich gelohnt haben: Beatrice Egli im Fitnessstudio.

 

Fabienne Bühler

Schon vor zweieinhalb Wochen hätte Beatrice Egli, 33, ihr grosses Abenteuer in Angriff nehmen wollen: die Besteigung des Matterhorns. Doch der niederschlagsreiche und kühle Sommer hat auch auf dem Berg seine Spuren hinterlassen: Es liegt schlichtweg zu viel Schnee. 

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So musste die Schlagersängerin aus Sicherheitsgründen ihr grosses Ziel erst einmal vertagen – und sich in Geduld üben. «Das fällt mir sehr schwer. Doch nun muss ich es, denn der Berg und die Natur haben ihre eigenen Gesetze, auf die wir Rücksicht nehmen müssen», schrieb sie damals auf Instagram.

«Beim Intervall-Training musste ich mich fast übergeben»

Beatrice Egli macht sich fit fürs Matterhorn

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Seit elf Monaten trainiert Beatrice Egli für die bevorstehende Matterhorn-Besteigung. Anlässlich der «100% Women Peak Challenge» von Schweiz Tourismus will die Schlagersängerin im Juli den berühmtesten Berg der Schweiz erklimmen. Das funktioniert natürlich nur mit intensiver Vorbereitung. Wir haben die 33-Jährige im Personaltraining besucht. Sina Albisetti

Rund eine Woche nach der ursprünglich geplanten Besteigung wollte es die Schwyzerin ein zweites Mal wagen. Doch zum ebensolchen Male machten ihr die Verhältnisse am «Horu» einen Strich durch die Rechnung. «Eigentlich wäre ich jetzt dort oben», schrieb sie geknickt. Weil auch Ende Juli nicht ans Besteigen des Matterhorns zu denken war, blieb Egli nur eines übrig: «Geduld üben. Und hoffen, dass es nun im August so weit sein wird, dass ich das Matterhorn ohne Schnee und Eis besteigen kann.» 

Egli kämpft weiter

Wie schwer es ihr fällt, abzuwarten und auf besseres Wetter zu hoffen, hat Egli am frühen Dienstagmorgen in ihrer Instagram-Story erklärt. Die 33-Jährige machte sich frühmorgens in der Dunkelheit auf den Weg, um den Mythen zu erklimmen. Dort hat sie es «zum Sonnenaufgang geschafft – ein tolles Gefühl!», wie sie schwärmt.

Beatrice Egli

Beatrice Egli testet noch vor Sonnenaufgang ihre Fitness. 

Instagram/beatrice_egli_offiziell

Das viele Training im Fitnessstudio sowie in der Höhe zahlt sich aus. «Ich kann mich erinnern: Da bin ich schon schwerer hochgelaufen», sagt Egli. Sie freue sich sehr über ihre Bestzeit – «denn das Matterhorn bedeutet dann dreimal so viel. Aber es ist gut, wenn man total entspannt hier hoch ist, denn man weiss ja: Man müsste noch dreimal mehr.» 

Ganz ehrlich gibt die «DSDS»-Gewinnerin zu, dass auch sie bisweilen Zweifel überkommen, ob es diesen Sommer noch was wird mit der Besteigung des Matterhorns. «Wer weiss, was der August für mich noch bringt, ob es ganz hoch hinausgeht», sinniert sie. Aufgeben will sie aber noch lange nicht, weshalb sie auch fleissig weitertrainiert. «Die Spannung muss bleiben fürs Matterhorn», sagt sie. Und offenbart: «Was mir total schwerfällt langsam.»

Dennoch gibt sie die Hoffnung nicht auf. «Die Sonne scheint, und das ist ein gutes Zeichen, wenn die Sonne rauskommt. Denn so könnte der Schnee schmelzen.» Bereits bei der letzten Verschiebung des Aufstiegs versuchte sie, sich selber gut zuzureden – und damit die Hoffnung zu wahren. «Lasst uns gemeinsam nach vorne blicken und optimistisch bleiben», forderte sie ihre Fans damals auf. «Denn der Weg ist das Ziel!» 

So trainiert wie nie

Für ihr erklärtes Ziel gibt Egli Vollgas: Seit September 2020 bereitet sie sich auf die Besteigung des Matterhorns vor. Dreimal wöchentlich trainiert die Schlagersängerin dafür mit ihrer Personal Trainerin Nikki Stalder, 52. «Als ich Beatrice zum ersten Mal traf, war ihre Kondition ehrlich gesagt nicht sehr gut», gab die im Interview offen zu. Doch das hat sich geändert. «Ich habe hart trainiert», erzählt Egli. Und das zeigt sich auch an ihrem Körper. «Zum ersten Mal in meinem Leben habe ich ein Sixpack, bin so trainiert wie nie. Es ist ein schönes Gefühl, das zu spüren.»

Von rhi am 10.08.2021
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