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«Nicht so fair»

Bianca Sissing rechnet nach Show-Aus mit «GNTM» ab

Überraschendes Aus für Bianca Sissing bei «Germany's next Topmodel». Im Interview mit der SI schaut die Miss Schweiz von 2003 auf ihre Zeit während der Produktion der Sendung zurück und sagt, warum sie trotz der Enttäuschung als Model weitermachen will.

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Bianca Sissing versteht nicht, dass sie in Folge 15 von «Germany's Next Topmodel» die Koffer packen musste.

Bianca Sissing versteht nicht, dass sie in Folge 15 von «Germany's Next Topmodel» die Koffer packen musste.

ProSieben/Christoph Köstlin

Für viele galt Bianca Sissing (47) als grosse Favoritin der diesjährigen Staffel von «Germany's next Topmodel», nun schaffte es die Miss Schweiz 2003 unter die besten zehn Kandidatinnen der Show und musste sie dann verlassen. Fans machen in den sozialen Medien ihrem Unmut Luft und zeigen kein Verständnis für die Entscheidung von Heidi Klum (51). Auch Bianca Sissing selbst hat nicht mit dem Rausschmiss gerechnet, wie sie im Interview mit der Schweizer Illustrierten sagt.

SI: Bianca Sissing, hat sich Ihr Ende bei «Germany's next Topmodel» abgezeichnet?
Bianca Sissing: Es kam für mich überraschend, das muss ich ganz ehrlich sagen. Ich habe immer abgeliefert, nie schlechte Kritik bekommen und war immer eine der Besseren in der ganzen Staffel, daher war ich von der Entscheidung sehr überrascht.

Verstehen Sie den Entscheid von Heidi Klum?
Meiner Meinung nach war es nicht so fair. Meine Gesamtleistung war immer top, und ich hatte zuvor nie Kritik bekommen, während andere trotz mehrfacher schlechter Kritik bleiben durften. Zudem war ich an diesem Tag nicht die Schlechteste. Ich habe das Gefühl, es wurde so geschnitten, dass ich nicht gut aussah, obwohl ich gute Posen und Gesichtsausdrücke angeboten habe.

Aber die Fotografin war mit Ihrer Leistung nicht zufrieden.
Das war besonders seltsam: Sie war am Anfang begeistert und nannte mich «Pocahontas». Nach einem Austausch mit Heidi lobte sie mich plötzlich gar nicht mehr. Es wurde vieles negativ dargestellt oder aus der Sendung geschnitten. Ich habe das Gefühl, sie wollten mich einfach nicht mehr, egal was ich gemacht hätte.

Auch Fans verstehen Ihr Ausscheiden nicht.
Es berührt mich extrem und bedeutet mir mega viel, dass viele mich als Favoritin gesehen haben. Ich möchte insbesondere für ältere Frauen ein Vorbild sein, damit sie weiter für ihre Träume kämpfen und Neues ausprobieren. Dass ich so geschätzt werde und so viele Nachrichten bekomme, geht mir wirklich ans Herz.

Was ist nach Ihrem Show-Aus hinter den Kulissen passiert?
Direkt nach dem Aus kamen alle Models zu mir, haben mich getröstet und umarmt. Dann wurde ich jedoch sofort von der Gruppe getrennt. Ich wurde in einem separaten Auto zur Ranch gefahren und musste innerhalb einer halben Stunde meine Sachen packen. Meine Zimmerpartnerinnen Julia und Daphne haben sich zum Glück reingeschmuggelt, um bei mir zu sein.

Und dann?
Danach wurde ich in ein Hotel in der Stadt gebracht, wo ich die Nacht allein verbrachte – ohne Handy, Fernseher oder Radio. Das war emotional sehr schwierig. Am nächsten Morgen folgten das letzte Interview und der Flug nach Hause.

Das klingt nach keinem schönen Abschluss Ihrer «GNTM»-Reise. Welche positiven Dinge nehmen Sie aus der Zeit mit?
Viele Jahre habe ich mich kleingemacht. Bei «GNTM» habe ich gelernt, dass ich mein Strahlen, meine Power und mein Selbstbewusstsein zeigen darf. Auch technisch habe ich durch die Hindernislaufstege und speziellen Shootings wieder viel dazugelernt, da ich das jahrelang nicht mehr gemacht hatte. Am Ende landete ich unter den zehn besten Frauen. Darauf bin ich schon stolz.

Wie blicken Sie allgemein auf die Produktion zurück?
Die Zeit bei «GNTM» war für mich sehr schön. Es war ein richtiges Abenteuer, aber auch eine emotionale Achterbahnfahrt. Ich habe es genossen, als Best Agerin mit den jungen Leuten unterwegs zu sein. Diese Energie war toll. Auch die Challenges und Fotoshootings mit den Designern und Fotografen waren eine Bereicherung. Es hat mir gezeigt, dass ich das Modeln doch sehr gerne mache und auch weiterhin machen möchte.

Was sind Ihre Pläne für die nähere Zukunft?
Ich werde auf jeden Fall meinen Weg in der Modelbranche weiterverfolgen. Ich bin bereits in Gesprächen mit Agenturen und habe schon ein paar Aufträge für die nächsten Monate auf sicher. Es läuft also schon in die richtige Richtung.

Welche Ziele verfolgen Sie?
Mein Ziel ist, mein Yogastudio weiterzuführen und gleichzeitig verstärkt als Model zu arbeiten. Ich bin optimistisch, bald von tollen neuen Jobs berichten zu können, und hoffe, dass meine Fans mich bald wieder öfter in der Branche sehen werden.

michel imhof Ringier
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Von Michel Imhof am 3. April 2026 - 06:00 Uhr