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  4. Musiker Kunz im SI.Talk über Mobbing, Optimismus und seine Familie
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Ein Sänger, der als Kind und auf dem Bau ausgelacht wurde, heute Hausmann ist und Optimismus zur Rebellion erklärt. Mundart-Musiker Kunz spricht im SI.Talk offen über Schuldgefühle, Zwillingsglück, Überforderung und alte Wunden – und darüber, wie daraus Songs für «Stadt, Land, Fluss, Poet» wurden. Sina Albisetti
Musiker Kunz im SI.Talk

«Die Reise lässt sich nicht rechtfertigen

Musiker Kunz ist zurück. Nach der Weltreise mit den Kindern zieht der Mundart-Sänger im SI.Talk Bilanz. Über das Reisen mit Kindern, seine Karriere und das Leben allgemein.

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Musiker Kunz (40) steht mit seinem siebten Studioalbum in den Startlöchern. «Stadt, Land, Fluss, Poet» heisst das Werk, das nach seiner grossen Reise keinen passenderen Namen haben könnte. Unzählige Länder besuchte er mit seiner Familie, die Kinder natürlich immer im Gepäck. Manche Erlebnisse blieben ihm dabei mehr in Erinnerung als andere. «Wo ich eine Träne hätte vergiessen können, war in Indonesien beim Schnorcheln. Die Kinder sind mitgekommen und wir haben zusammen eine riesige Schildkröte gesehen», erzählt er. Für ihn alleine wäre diese tierische Begegnung schon toll gewesen, doch die Tatsache, dass er es mit seinen Kindern erleben durfte, ist für ihn unbezahlbar.

Dennoch war das Reisen mit zwei Kindern «strenger, als ich es mir vorgestellt habe», gibt Kunz zu. Man müsse einfach viel planen, sagt er. Wer Kunz kennt, dürfte beim Thema Weltreise jedoch etwas stutzig werden, denn eigentlich legt der Mundart-Sänger grossen Wert auf Nachhaltigkeit. «Die Reise lässt sich nicht rechtfertigen», gibt er zu. Daher habe er es teilweise auch mit schlechtem Gewissen gemacht und sei sich bewusst, dass es egoistisch gewesen sei. Dafür habe er in den einzelnen Ländern darauf geachtet, keine Inlandflüge zu unternehmen.

Nicht nur beim Thema Reisen muss sich Kunz um Nachhaltigkeit Gedanken machen. Inzwischen hat er nämlich auch vier Kinder. In dieser Hinsicht sagt er aber, dass er und Ehefrau Jenny zwei Menschen seien, die nur das Gute für die Welt wollen und diese Werte auch an ihren Nachwuchs weitergeben möchten. Durch die grosse Familie habe er nun weniger Zeit für anderes, doch er habe sich bewusst dafür entschieden. «Weniger Karriere, mehr Familie», sagt der Familienvater.

Kunz ist bekannt als absoluter Optimist. Das ist für ihn eine Art Rebellion, dass er immer einen positiven Blick auf die Zukunft hat. Der Inbegriff puren Glücks war für ihn die Geburt seiner Kinder – insbesondere der Zwillinge, denn da hatte man plötzlich zwei Kinder auf dem Arm.

Was für ihn sonst noch Glück bedeutet, was für eine Kindheit Kunz hatte, was Mobbing mit ihm gemacht hat und was er auf der Reise mit seiner Familie alles erlebte – das und mehr erzählt er im aktuellen SI.Talk.

Von Sina Albisetti und san vor 6 Stunden