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Ein Traum wird wahr

Eli Simic hat ihr Brautkleid gefunden

Eli Simic ist dem Dasein als ehemalige Bachelorette entwachsen. Im Rahmen eines grossen Shootings erzählt die Mutter einer Tochter, wie sie versucht, den Rosen-Stempel loszuwerden und wie sie sich ihre Zukunft als Mutter und Geschäftsfrau vorstellt.

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Der Traum in Weiss bleibt ein Traum: Eli Simic schlüpfte nur für ein Brautshooting ins Hochzeitskleid.

Thomas Buchwalder

Sitzt man Eli Simic gegenüber, bekommt man sofort gute Laune. So viel positive Energie strahlt die 31-Jährige aus. Sie habe sich seit ihrer Teilnahme bei der Kuppelshow «Die Bachelorette» verändert, sinniert sie im Interview mit schweizer-illustrierte.ch.

«Ich bereue die Teilnahme bei der Show überhaupt nicht. Ganz im Gegenteil. Ich würde mich rückblickend immer wieder so entscheiden. Die Zeit war so lehrreich und wichtig für mich.» Es gibt dennoch ein «Aber», sagt Eli.

«Ich mag nicht die Ex sein»

«Für viele, besonders in den Medien, bin ich immer noch die Ex-Bachelorette. Aber für mich fühlt sich das überhaupt nicht mehr authentisch an. Ich habe mich weiterentwickelt, bin Mutter einer Tochter und stehe an einem ganz anderen Punkt in meinem Leben. Ausserdem mag ich nicht eine Ex sein. Der Begriff ist für mich negativ behaftet und das war die Zeit ja nicht.»

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Wie weit sie entfernt ist von wilden Partynächten, Dream-Dates und verschwitzten Spielchen in Thailand, zeigt Eli in einem neuen Shooting, dessen Bilder nun exklusiv bei schweizer-illustrierte.ch zu sehen sind. 

«Ich hatte dieses Brautgefühl»

«Meine Freundin Kim hat eine Eventagentur und fragte mich, ob ich Lust habe, für sie in ein Brautkleid zu schlüpfen. Eigentlich hätte das eine kleine Sache werden sollen, aber als wir dann begannen über das Shooting zu sprechen, entwickelte sich das Ganze zu einem wunderschönen Projekt, dass so sehr meine Geschichte widerspiegelt.»

Sie habe immer davon geträumt, mal ein elegantes weisses Brautkleid anzuziehen. «Es war schon komisch: Als ich im Laden die Kleider anprobiert habe, kam so richtig dieses Brautgefühl auf. Das zweite dann, das hätte also wirklich mein Kleid werden können.»

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Das Kleid und die Ballerinas berührten Eli zutiefst. «So würde ich heiraten. Und als Kind habe ich begeistert Ballett getanzt.» Ach, und der Mann, Model Kevin Lütolf, war auch sehr toll. «Er ist ein wunderschöner Mann und super nett.» Dennoch kein Beziehungs-Material für Eli.

Thomas Buchwalder

«Mia zu schützen, ist mir das Wichtigste»

Seit neun Monaten ist Eli wieder Single. Im Februar trennte sie sich von Dominik, dem Vater ihrer Tochter Mia, 2. Platzte für sie damals auch der Traum von der Hochzeit? «Nein, überhaupt nicht. Ich kann mir schon vorstellen, mal irgendwann zu heiraten. Aber für mich ist das nicht das Wichtigste und das Erste, an das ich denke, wenn ich einen Mann kennenlerne.»

Das heisse aber nicht, dass sie sich keine Beziehung wünsche, macht Simic klar. «Das ist mir schon wichtig und fehlt mir auch. Ich habe gern einen Mann an meiner Seite und wünsche mir auch wieder jemanden.»

Bis dieser jemand aber wirklich an ihrem Leben teilhaben kann, muss er Geduld aufbringen. «Es wird wohl sehr, sehr lange dauern, bis ich jemanden wirklich in mein Leben lasse, besonders bis er Mia kennenlernen darf. Sie zu schützen, ist mir das Wichtigste.»

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Und zum guten Schluss ging auch noch einer von Elis grössten Wünschen in Erfüllung. Sie bekam endlich ein Bild von sich im Tutu.

Thomas Buchwalder/l'atmosfera events

Eli wuchs ohne ihren leiblichen Vater auf

Eli Simic selber wuchs ohne ihren leiblichen Vater auf. Für sie kein Trauma. «Mein Stiefvater war immer für mich da und ist mein Papa», sagt sie. 

Generell habe sie eine schöne Kindheit gehabt. «Ich war begeisterte Tänzerin und habe schon früh Ballett getanzt. Vor Kurzem fiel mir aber auf, dass ich kein einziges Bild von mir im Tutu habe. Ich war am Boden zerstört. Als dann beim Hochzeitsshooting plötzlich Ballerinas am Set waren, wollte ich unbedingt in die Ballettschuhe schlüpfen. Wir haben es abgelichtet und nun habe ich ein wunderschönes Bild von mir beim Tanzen. Ich hätte weinen können.»

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Mit ihrem Ex-Freund Dominik hat Eli Tochter Mia.

ZVG

Trennung war das Beste für ihre Tochter

Damit Töchterchen Mia nicht dieselbe Misere erleben muss wie ihre Mama, hält die nun jeden wichtigen «und vielleicht auch unwichtigen» Schritt ihrer Kleinen fest. 

«Ich hänge wahnsinnig fest an Erinnerungen und möchte, dass Mia Bilder und Souvenirs ihrer Kindheit hat. Sie soll sich an alles erinnern können und immer mit einem guten Gefühl zurückblicken können.»

Auch darum war es Eli wichtig, dass Mia die Trennung ihrer Eltern anders erlebt als sie selber. «Dominik und ich haben uns im totalen Frieden getrennt und Mia hat beide Elternteile, die sich auch noch gut verstehen.»

Eli Simic ist angekommen in ihrem neuen Leben als alleinerziehende Mutter und Geschäftsfrau. Auf ihrem Instagram-Kanal spricht sie ehrlich und direkt über Themen, die sie als junge Mama beschäftigen und hat damit Werbekunden auf sich aufmerksam gemacht.

Eine optimale Kombination aus Herzensprojekt und Arbeit. «Es ist der Wahnsinn, wie viele Menschen sich auf meine Beiträge melden. Mütter, Väter, aber auch kinderlose Personen. Ich bin jedes Mal geflasht, wie viele Rückmeldungen ich bekomme, wenn ich ein Thema ehrlich anspreche. Das gibt mir ein so gutes Gefühl.»

Als wir nach unserem Interview das Café verlassen, kommt ein Teenager-Mädchen auf Eli zu und stottert nervös. «Darf ich ein Foto von dir machen? Ich folge dir auf Instagram und bin so ein grosser Fan von deinen Beiträgen.» Für die junge Frau ist Eli ein Instagram-Star und keine Ex-Bachelorette. 

Von Berit-Silja Gründlers am 25.11.2019
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