Am Mittwoch um 12 Uhr mittags lässt SRF die Katze aus dem Sack. Dann präsentiert Veronica Fusaro (28) ihren diesjährigen Schweizer Beitrag für den Eurovision Song Contest in Wien. Wer auf komplett neue Klänge hofft, dürfte enttäuscht werden. Gemäss Informationen von «Blick» könnte der diesjährige ESC-Song der Schweiz nämlich schon längst veröffentlicht sein!
Fusaro soll am Mittwochmittag also ein Lied präsentieren, das bereits auf ihrem Album «Looking for Connection» enthalten ist. Von den Regeln her ist das möglich, der Beitrag darf lediglich nicht vor dem 1. September des Vorjahres publik gemacht werden. Die auf dem Album enthaltenen Lieder «Slot Machine», «Jealousy» und «No Rain No Tears» fallen damit weg, weil sie als Einzeltitel vorher herausgegeben wurden. Die sieben verbleibenden Lieder, die im Oktober 2026 erschienen, sind für den ESC zugelassen.
Wird es «It's All Gonna Be Okay»?
Welchen Album-Titel die Thuner Musikerin präsentieren wird, bleibt offen. Von der Maximallänge von drei Minuten kämen nur die Songs «Alice» und «It's All Gonna Be Okay» infrage. Allerdings ist es auch möglich, eine gekürzte und allenfalls optimierte «Eurovision-Version» eines Titels herauszugeben.
Einen ersten Hinweis auf den ESC-Song gab Veronica Fusaro am Montag. Sie veröffentlichte einen 20-sekündigen Clip, in dem sie an einem edel gedeckten Tisch mit einem Cüpli sitzt. Den Titel «It's All Gonna Be Okay» bezeichnete sie 2025 als musikalische Verbildlichung eines Memes, in dem eine Figur gelassen an einem Tisch sitzt und «This is fine» sagt, während alles um sie herum brennt. Ob das im endgültigen Videoclip am Ende auch so ist? Das bleibt abzuwarten. «Blick»-Informationen, dass es sich um einen sehr rockigen ESC-Beitrag handeln soll, würden auch für «It's All Gonna Be Okay» sprechen.
Auch andere Länder schickten keine neuen Lieder zum ESC
«It's All Gonna Be Okay», aber nicht «Alice», wurde zudem von Kim Wennerström produziert – einem Menschen, der bereits ESC-Erfahrung hat. Er war mitverantwortlich für den estnischen Beitrag von 2024 und für den schwedischen von 2009. «Blick» weiss zudem, dass der diesjährige ESC-Beitrag nicht im Songwriting-Camp der Suisa entstanden ist, auch wenn Fusaro dort schon teilgenommen hat. An den dort erschaffenen Titeln wären mindestens drei Musikschaffende beteiligt, was bei Fusaros Album-Tracks nicht der Fall ist.
Dass ein bereits veröffentlichter Titel zum ESC geschickt wird, ist nicht neu. 2025 nahm das österreichische Duo Abor & Tynna mit dem zuvor auf ihrem Album veröffentlichten Titel «Baller» am deutschen Vorentscheid teil und löste das Ticket für den ESC in Basel. Die Armenier nominierten 2024 den bereits vor Monaten erschienenen Titel «Jako» der Band Ladaniva für den grössten Musikwettbewerb der Welt und landeten dort auf dem achten Rang.
Die Schweiz liegt vor der Veröffentlichung ihres ESC-Beitrags bei den Wettquoten auf Rang 17 (Stand 10. März 2026, 10 Uhr). Diese Platzierung dürfte sich nach Songbekanntgabe allerdings verändern. Spannend ist, ob nach oben – oder doch nach unten. Veronica Fusaro wird im zweiten ESC-Halbfinale am 14. Mai 2026 für die Schweiz starten.

