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«Ich hoffe, ich kann bei der Geburt dabei sein»

Fechter Max Heinzer wird zum zweiten Mal Papa!

Eigentlich waren sein nächstes grosses Ziel die Olympischen Sommerspiele in Tokio. Jetzt aber hat Fechter Max Heinzer erst einmal andere Prioritäten. Im August werden er und seine Frau Janique zum zweiten Mal Eltern. Im Interview verrät der Weltmeister von 2018 wie Söhnchen Mael auf die News reagierte und wie er und seine Familie die Coronakrise mit Baby im Bauch meistern.

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Sportfechter Max Heinzer und seine Frau Janique erwarten ihr zweites Kind.

Geri Born

Max Heinzer, du und deine Frau Janique werdet zum zweiten Mal Eltern. Wann ist es soweit?
Ja, wir freuen uns riesig! Anfangs August ist der Termin. Dann haben wir noch einen kleinen Löwen oder eine kleine Löwin im Haus. Also noch mehr Temperament. (lacht) 

Würdest du dich freuen, wenn es am 7. August, deinem Geburi, käme?
Nein, das wäre schade, dann hat das Kleine ja nie seinen Geburtstag für sich. Ein paar Tage vor oder nachher wäre schön.

Wisst ihr schon, was es wird?
Ja, wir wissen es. Möchten das Geschlecht aber gerne für uns behalten. Wir wollten auch bei Mael wissen, was es wird. Es ist angenehm, wenn man sich etwas vorbereiten und zum Beispiel schon einen Namen aussuchen kann. 

Wie habt ihr Mael erklärt, dass es ein Geschwisterchen gibt?
Wir haben ihm gesagt, dass in Mamas Bauch ein Baby ist und auch verraten, was es wird. Er findet das so toll, dass er sich oft verplappert. Das ist zwar super herzig, hat uns aber bei meinen Eltern die Überraschung vorweggenommen. Wir wollten es ihnen eigentlich auf eine spezielle Art mitteilen, aber Mael war schneller als wir. Alle hatten so grosse Freude!

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Wie geht es Mama und Kind aktuell?
Mittlerweile sehr gut. Die ersten paar Monate waren, wie bei Mael, etwas anstrengend für Janique. Ihr war oft schlecht und sie war viel müde. Jetzt ist sie aber sehr fit, wir wandern und sind oft draussen. Auch das Baby ist ganz gesund. 

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Bald zu viert: Janique, Max und Mael freuen sich riesig auf das neue Familienmitglied.

ZVG

Ist es ein Wunschkind?
Ja, wir haben uns absolut ein zweites Kind gewünscht und eigentlich war alles sehr ganeu geplant. Jeanique wollte nicht schwanger heiraten, darum haben wir nach unserer Hochzeit im September gewartet und uns überlegt, dass August optimal wäre. Denn vorher sollte ja eigentlich noch Olympia in Tokio anstehen. Als dann klar war, dass meine Frau schwanger ist, hatte ich auch direkt den erst möglichen Rückflug nach meinem Wettkampf gebucht, um bei der Geburt dabei zu sein. Das ist jetzt aber alles anders.

Die Olympischen Spiele in Tokio – dein grosses Ziel – ist abgesagt, ihr erwartet Familienzuwachs: Denkst du darüber nach, zurückzutreten?
Mein Ziel war immer mindestens bis Olympia 2024 weiterzumachen. Und jetzt, wo Tokio um ein Jahr verschoben worden ist, kommt sowieso kein Rücktritt infrage. Wir haben die Qualifikation ja schon so gut wie in der Tasche und darum ist jetzt 2021 die nächste wichtige Etappe. 

Denkst du, du bekommst zwei Kinder und den Sport unter einen Hut?
Na ja, wir hatten natürlich nicht unbedingt geplant, im Olympiajahr unserer Familie zu vergrössern, aber jetzt ist es halt so. Wir haben uns mit Mael sehr gut in die Elternrolle eingefügt. Ausserdem haben wir durch unsere Eltern super Unterstützung. Generell bin ich eher ehrgeizig, manchmal verbissen. Das hat sich etwas gelegt, seit ich Vater bin und das hilft mir sicher auch. Was eine Herausforderung wird, ist der Schlafmangel vor den Wettkämpfen und nach harten Trainings. Aber wenn ich Ruhephasen brauche, dann haben wir abgemacht, dass ich im Gästezimmer schlafe und mich dort erholen kann.

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Im September 2019 gaben sich Max Heinzer und Janique das Jawort.

Isabel Sacher

Wie sehen im Moment eure Tage aus?
Ich trainiere rund fünf bis sechs Stunden am Tag. Mein Coach hat mir ein Krafttraining zusammengestellt und ich gehe in ein Studio, in dem ich allein trainieren kann. Wunderbar ist, dass wir Zmorge, Zmittag und Znacht als Familie essen können. Wir unternehmen auch viel, sind an der frischen Luft, gehen Wandern oder auf den See. Natürlich immer nur wir drei. Aber die Familienzeit geniesse ich sehr. Und ich kann sie auch mit dem Training verbinden, denn wenn wir zum Beispiel auf die Rigi wandern, nehme ich Mael und unseren Proviant auf den Rücken. Das ist ein super Workout!

Macht euch die aktuelle Coronakrise Sorgen im Hinblick auf die Schwangerschaft?
Ja, schon ein bisschen. Wir lesen die Schlagzeilen und machen uns Gedanken, wie sich das Virus auf schwangere Frauen auswirkt. Von daher sind wir etwas vorsichtiger und nehmen die Corona-Regeln ernst. Ich hoffe einfach sehr, dass sich die Situation bis im August in den Spitälern normalisiert hat. Ich möchte gerne bei der Geburt im Kreissaal sein und auch nachher nicht direkt wieder gehen müssen. Bei der letzten Ultraschalluntersuchung konnte ich schon nicht dabei sein. Das war schon komisch. Aber wir hoffen das Beste.

Von Berit-Silja Gründlers am 23.04.2020
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