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Hat sich im Lockdown auf Costa Rica die Haare wachsen lassen und sanfte Songs geschrieben: Bastian Baker im Interview.  
Presented by Baloise Session @home

Baker: «Ich sass drei Monate in Costa Rica fest»

Wegen der Corona-Krise musste er alle Konzerte absagen. Er sass während dem Lockdown in Costa Rica fest. Jetzt meldet sich Bastian Baker in neuem Look zurück: Am Montag spielt er ein Livestream-Konzert für Baloise Session @home.

Vollbart, lange Haare, ganz in Schwarz. Sie sind kaum wiederzuerkennen. Bastian Baker, wie kams zum neuen Look?
Ich bin während dem Corona-Lockdown in Costa Rica gestrandet. Anfang März bin ich dorthin gereist, dann wurde mein Rückflug gestrichen. Mir blieb nichts anderes übrig, als abzuwarten. Rückblickend war das eine sehr bereichernde Erfahrung. Zum ersten Mal seit zehn Jahren hatte ich die Gelegenheit, etwas anderes zu tun, als Musik zu machen und Interviews zu geben, und nicht jeden Tag unter Druck zu stehen. Ich habe einige sehr ruhige, sanfte Lieder geschrieben.

Wie hat Sie die Corona-Krise persönlich getroffen?
Wie alle anderen. Ich habe mich in einer Situation wiedergefunden, die ich bisher nur aus Horrorfilmen kannte. Das war belastend. Wie alle anderen Künstler musste ich alle Konzerte absagen. Ich hoffe, dass wir das Ganze schnell hinter uns lassen können und die Welt eine bessere wird, als sie vor dem Lockdown war.

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Streaming-Konzerte sind in den vergangenen Wochen sehr populär geworden. Am nächsten Montag, dem 29. Juni, werden Sie um 18.30 Uhr unter dem Motto Baloise Session @home auf dem Facebook-Kanal der Baloise Session ebenfalls ein Livestream-Konzert geben. Was bedeutet es für Sie, vor einem virtuellen Publikum aufzutreten?
Es ist die letzte Möglichkeit, die uns geblieben ist. Ich habe in den letzten zehn Jahren mehr als 1000 Konzerte gegeben, liebe so sehr die Interaktion mit dem Publikum, die Energie, die Hitze, das Unvorhergesehene. Heute sind wir gezwungen, das per Livestream zu tun. Denn ich glaube, wir Künstler haben die Verantwortung, die Menschen auch weiterhin glücklich zu machen. Ich habe beschlossen, das für die Baloise Session zu tun, weil es ein Festival von hoher Qualität ist.

NEUE LIVESTREAM-KONZERTSERIE BALOISE SESSION @HOME

Baloise Session @home Still

Mehr als ein Konzert: Die Baloise Session @home.

Nik Hunger

Die Baloise Session gehört zu den renommiertesten Musikfestivals der Schweiz. Unterstützt vom langjährigen Presenting Sponsor Basler Versicherungen, der unter dem Motto «Baloise goes Music» die Schweizer Musikszene unterstützt, wurde dieses Jahr die Livestream-Konzertreihe Baloise Session @home ins Leben gerufen.

Die exklusiven Konzerte werden jeweils um 18.30 Uhr auf facebook.com/BALOISESESSION und baloisesession.ch/@home ausgestrahlt und sind dank eines Chats interaktiv. 

Hier könnt ihr mehr über die Initiative der Basler Versicherungen «Baloise goes Music» erfahren: baloise.ch/de/ueber-uns/engagement/baloise-goes-music

2015 traten Sie live an der Baloise Session auf. Erinnern Sie sich?
Die Baloise Session ist ein spezielles Festival. Man weiss: Dort kann man nicht das gleiche Schema abspulen wie an den Sommerfestivals. Man befindet sich in einem Saal, das Publikum sitzt an Clubtischen, ist entspannt und in guter Stimmung. Das gibt die Möglichkeit, Neues auszuprobieren. Damals startete ich das Konzert mit einem akustischen Set, um das Publikum auf den Abend einzustimmen.

Im gleichen Jahr hat auch Paolo Nutini an der Baloise Session live gespielt. Ein Künstler, der Sie besonders fasziniert. Warum?
Paolo Nutini gehört zu meinen Lieblingskünstlern. Auf der Bühne ist er authentisch und hat eine sehr starke Ausstrahlung. Er ist einer der wenigen Künstler, bei denen ich jedes Wort, das er ausspricht, im Tiefsten meines Herzens spüre.

Bastian Baker für Baloise at home, 2020

Erinnerung: ein Selfie mit Paolo Nutini und Amy Macdonald – aufgenommen bei der Gedenkfeier für Claude Nobs.

Adrian Bretscher

Woran denken Sie, wenn Sie seine Musik hören?
An Reisen, die ich gemacht habe. Zum Beispiel in Brasilien. Da hatte er gerade sein Album «Caustic Love» veröffentlicht. «Iron Sky» ist mein Lieblingssong daraus. Ich denke an den Sonnenuntergang am Strand von Rio. So ein intensiver Moment. Dabei hörte ich dieses Lied – der ideale Soundtrack für einen Roadtrip.

Sind Sie Paolo Nutini mal begegnet?
Das erste Mal, als ich ihm persönlich begegnet bin, war leider ein sehr trauriger Anlass: die Gedenkfeier für Claude Nobs, den Gründer des Montreux Jazz Festivals. Er war derjenige, der mich entdeckt hat, der mir die Chance gab, Musik zu meinem Leben zu machen. Er war auch einer der Ersten, die auf Paolo Nutini aufmerksam wurden.

Nutini ist wie Sie Autodidakt. Was halten Sie davon, dass immer mehr Musiker Pop-Akademien besuchen?
Musik ist ein Beruf, der keine Regeln, keine Limiten kennt. Es gibt kein magisches Rezept. Jeder macht auf seine Art, was ihm gefällt. Ich glaube nicht, dass man lernen kann, einen Song zu schreiben. Aber wenn man eine solche Schule besucht, kann man sich natürlich Kompetenzen aneignen, die den Kompositionsprozess erleichtern. Bei mir hat sich diese Möglichkeit nicht ergeben, als ich mit Musik anfing. Aber eine Pop-Hochschule? Warum nicht?

Von zve am 26.06.2020
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