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TV-Köchin Hiltebrand stellt klar

«Ich habe nicht zum Berset-Bashing aufgerufen»

Meta Hiltebrand konnte nicht weiter schweigen. In einem Video richtete sie sich an Alain Berset und teilte dem Bundesrat ihren Unmut über die Corona-Regeln mit. Ihre Follower forderte sie auf, ebenfalls laut zu werden.

Meta Hiltebrand

TV-Köchin Meta Hiltebrand platzte wegen den Corona-Regeln der Kragen.

ullstein bild via Getty Images

«Lieber Herr Berset, mir platzt langsam der Kragen!» Mit diesen Worten beginnt eine Video-Botschaft, die Meta Hiltebrand, 37, vor zwei Tagen auf ihrem Instagram-Account gepostet hat und in der sie dem Bundesrat mitteilt: «Jetzt gehen sie zu weit!»

Grund für den Ärger der TV-Köchin: Die Corona-Pläne des Bundesrates für Weihnachten. In einem Vorentwurf heisst es gemäss «Blick», dass zwischen dem 9. und dem 23. Dezember eine Zwei-Haushalte-Regel eingeführt werden soll.

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Meta Hiltebrand macht sich Sorgen, dass diese Regel (die noch nicht verabschiedet wurde) auch auf die Weihnachtstage ausgeweitet wird. Darum sagte sie an Alain Berset, 48, gerichtet: «Ich werde mir von Ihnen nicht verbieten lassen, Weihnachten mit meiner Familie zu feiern.» Irgendwie gehe das Ganze für sie nicht mehr auf.

Ihre Follower forderte Meta auf, ebenfalls laut zu werden:«Macht ein Video, teilt eure Meinung», sagte sie. Einige verstanden das offenbar als Aufruf zu einem Bashing gegen Bundesrat Alain Berset.

Er ist nunmal «unser Oberhaupt»

Meta Hiltebrand stellt deshalb in einem zweiten Video klar: «Ich habe auf keinen Fall dazu aufgerufen, ein Bashing gegen Alain Berset zu machen.» Sie habe ihn nur angesprochen, weil er «nunmal unser Oberhaupt ist.» Es würde zu lange dauern, jeden Einzelnen aufzuzählen.

In einem 13 Minuten dauernden Statement legt Hiltebrand dann erneut ihre Sicht zur Coronakrise und den geltenden Regeln dar. So sei sie etwa keinesfalls gegen eine Maskenpflicht. «Ich habe Freunde, die erkrankt sind und kenne Leute, die daran gestorben sind», sagt die Inhaberin des Restaurants «Le Chef».

Was sie stört, seien die «schwammigen Regeln». Etwa, dass im Restaurant vier Personen aus unterschiedlichen Haushalten gemeinsam am Tisch sitzen dürfen, fünf Personen aus zwei Haushalten jedoch nicht. Und: «Warum muss man im Stehen eine Maske tragen, im Sitzen aber nicht?» Für sie sei das nicht ganz logisch.

Auch den «Kantönligeist» prangert Hiltebrand an. «Die einen haben geöffnet, die anderen nicht.» Sie verstehe das nicht. «Entweder, wir halten zusammen und haben dieselben Regeln, oder wir lassen es ganz bleiben», findet sie und fragt: «Warum ist alles so willkürlich?»

Hiltebrand ist für einen zweiten Lockdown

Meta befürwortet dann auch einen zweiten Lockdown. «Ich weiss, viele fänden das nicht lässig. Aber wir fahren unsere Wirtschaft so langsam gegen die Wand», sagt sie. «Würden wir einen zweiten Lockdown machen, denke ich, hätten wir einen grösseren Effekt und der Schmerz wäre kleiner und berechenbar.»

Das wichtigste sei schliesslich, dass wir Corona loswerden. Die Köchin appelliert darum: «Gemeinsam sind wir stark, gemeinsam kommen wir weiter.» Wenn wir alle aufpassen, können doch die Zahlen nicht jeden Tag so hoch sein, findet sie. «Da muss doch etwas gehen. Sonst haben wir irgendwo eine Lücke und die müssen wir finden und beheben.»

Von Fabienne Eichelberger am 3. Dezember 2020 - 12:19 Uhr
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