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Franziska Egli moderiert neu «10vor10»

«Ich habe Respekt vor dem Blick der Öffentlichkeit»

Ab Spätherbst ist Franziska Egli das neue Gesicht bei «10vor10». Im Interview spricht die Zürcherin darüber, wie sie mit den Vergleichen mit ihrer Vorgängerin Susanne Wille umgeht, wie sie die Moderation neben ihrem «Arena»-Posten bewältigen will – und was sie beruhigt, wenn sie an ihre zunehmende Berühmtheit denkt.

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Komplettiert das «10vor10»-Team ab Herbst: Franziska Egli.

SRF/Oscar Alessio

Seit Anfang Woche ist klar: Franziska Egli wird die neue Moderatorin von «10vor10». Die 36-jährige Zürcherin übernimmt den Posten von Susanne Wille, 46, die seit Anfang Juni die Leitung der Abteilung Kultur innehat. 

Für Egli ist die Moderation eine Premiere: Sie arbeitet zwar schon seit ihrem Politikwissenschafts-Studium bei SRF, hat aber stets hinter den Kulissen die Fäden gezogen. Seit Anfang 2018 ist sie als Redaktionsleiterin der «Arena» tätig. Dieser Funktion wird sie weiterhin treu bleiben, die Moderation bei «10vor10» übernimmt sie zusätzlich. Wie die frisch gebackene Mama, die bis Mitte August noch im Mutterschaftsurlaub ist, der Doppelbelastung entgegenblickt, verrät sie im Interview.

Frau Egli, Sie waren bei der «Arena» lange die «Stimme im Ohr». Nun wagen Sie den Schritt vor die Kamera. Was hat Sie dazu bewogen?
Der Schritt «auf die andere Seite», vor die Kamera, ist für mich eine tolle Möglichkeit, mich weiterzuentwickeln und nochmals ganz viel Neues zu lernen. Darauf freue ich mich immens.

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Mit dem Schritt vor die Kamera geraten Sie in den Blick der Öffentlichkeit. Was löst das in Ihnen aus?
Natürlich habe ich Respekt davor. Aber in der Schweiz ist es zum Glück noch so, dass sogar Bundesräte ganz normal Zug fahren können. Das stimmt mich optimistisch.

Wie haben Sie und wie hat Ihr Umfeld auf die Job-Zusage reagiert?
Im ersten Moment habe ich mich riesig gefreut, war gleichzeitig aber auch sehr überrascht. Der Redaktionsleiter von «10vor10» liess mir zum Glück die Zeit, noch eine Nacht darüber zu schlafen. Aber mein Mann sagte sofort: «Mach das!»

Ihre Vorgängerin Susanne Wille war jahrelang Aushängeschild der Sendung. Inwiefern stört es Sie, dass Sie als Nachfolgerin direkt mit ihr verglichen werden?
Dass solche Vergleiche gemacht werden, ist naheliegend, und die Fusstapfen von Susanne Wille sind gross. Aber ich bin nicht Susanne Wille, ich werde meinen eigenen Weg und meinen eigenen Stil finden müssen.

Sie werden weiterhin als Redaktionsleiterin der «Arena» tätig sein und die «10vor10»-Moderation zusätzlich übernehmen. Wie bringen Sie beides unter einen Hut?
Natürlich ist es eine grosse Herausforderung, diese zwei anspruchsvollen Jobs gleichzeitig auszuüben. Allerdings handelt es sich bei der «10vor10»-Moderation etwa um ein 20%-Pensum, das heisst, ich bin doch noch 80% bei der «Arena». Und während meinen Abwesenheiten kann ich dort auf ein tolles Team und meinen Stellvertreter Sandro Brotz zählen: Er wird dann jeweils die Redaktion leiten und die «Arena» verantworten.

Sie sind frischgebackene Mama, Redaktionsleiterin und übernehmen zusätzlich die Moderation. Hat es deswegen kritische Stimmen gegeben – und was lösen diese in Ihnen aus?
Bis jetzt nicht, nein. Wir müssen hier als Familie unseren eigenen Weg finden, der für uns stimmt. So wie alle anderen Familien auch.

Von Ramona Hirt am 03.07.2020
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