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  4. Ramona Bachmann über ihre Angststörungen und die Geburt von Sohn Luan
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Ramona Bachmann Baret ging durch die Hölle und zurück. Zur Jahreswende spricht die Fussballerin im SI.Talk ehrlich über das schwierigste Jahr ihres Lebens. Ihr 2025 war von Angstzuständen, Antidepressiva, Klinik-Aufenthalt, geplatztem WM-Traum, Vertragsauflösung und Familienzuwachs geprägt. Und nun leidet auch ihre Frau. Sina Albisetti
Ramona Bachmann im SI.Talk

«Ich konnte mich nicht über die Schwangerschaft meiner Frau freuen»

Ramona Bachmann hat ein hartes Jahr hinter sich. Die Fussballerin musste sich wegen Angst- und Panikstörungen in eine Klinik einweisen. Dort angekommen, fiel es ihr schwer, Hilfe anzunehmen. Und dann kam auch noch die Schwangerschaft ihrer Partnerin. Wie sie heute mit ihrer Krankheit umgeht und wie es der Familie geht, erzählt sie im SI.Talk.

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Ramona Bachmann (35) wirkt taff. Sieht man die Fussballerin, hat man das Gefühl, jemanden vor sich zu haben, die genau weiss, was sie will und was sie kann. Jemand, der selbstbewusst und ohne Zweifel durchs Leben schreitet. Doch schaut man genauer hin, erkennt man Risse in der Fassade. Denn Ramona Bachmann ist zerbrechlich, wie wir alle. Das hat ihr dieses Jahr mehr als alle anderen zuvor bewiesen. Nicht nur körperlich musste sie wegen eines Kreuzbandrisses dieses Jahr viel durch machen, auch emotional war es hart für sie. Beizeiten beinahe zu hart. «Ich hatte Angst vor mir selber», gesteht Bachmann im aktuellen SI.Talk. Grund dafür waren auch ihre schweren Angst- und Panikstörungen, wegen derer sie sich letztlich in eine Klinik einweisen liess.

Das war der erste richtige Schritt. «In der Klinik konnte ich vor meinen Angststörungen nicht mehr davon laufen», sagt sie heute. Dort angekommen, hörten die Probleme aber nicht einfach auf. Ramona Bachmann muss Medikamente nehmen, sträubt sich zunächst jedoch dagegen. «Ich wusste nicht, was mit mir passiert», so die Profi-Fussballspielerin. Hilfe anzunehmen kostete sie grosse Überwindung. Doch es war notwendig. Schliesslich hatten sie und ihre Frau Charlotte (32) einen Kinderwunsch – und plötzlich war Charlotte schwanger. Das war alles zu viel für Ramona Bachmann. «Ich konnte mich nicht über die Schwangerschaft meiner Frau freuen», gesteht die 35-Jährige. Sie wusste nicht, wie sie sich um ein Kind kümmern soll, wenn sie sich nur knapp um sich selber kümmern könne. 

Es gab Momente, da wäre es ihr egal gewesen, wenn ihr Herz aufgehört hätte zu schlagen. Ein Herz, welches so viel Liebe in sich trägt, dass es sie praktisch psychisch krank machte. Denn als sie ihre Frau traf, begannen die Angststörungen. Bachmann hatte Angst, Charlotte zu verlieren oder dass ihr selbst etwas zustossen könnte und das Paar all die schönen Dinge, welches es geplant hatte, nicht gemeinsam erleben könnte. 

Klinikeinweisung, Kreuzbandriss, Vertragsauflösung und Familiengründung – ein turbulentes Jahr für Ramona Bachmann, welches ihr gezeigt hat, dass sie stärker ist, als sie dachte. Was sie sich nun für das neue Jahr wünscht, wie es der kleinen Familie nun geht und ob das Paar mit der Familienplanung abgeschlossen hat – das und mehr verrät Ramona Bachmann im SI.Talk.

Von Sina Albisetti und san am 31. Dezember 2025 - 07:00 Uhr