Mit ihrem Partner Francesco Caciotta hat die Basler Sängerin Anna Rosinelli eine zweieinhalbjährige Tochter – und die hält sie aktuell ganz schön auf Trab. Grund dafür ist auch die Grippewelle, die vor der dreiköpfigen Familie nicht Halt macht und für schlaflose Nächte sorgt. In solchen Momenten würde Rosinelli manchmal am liebsten einfach losweinen, doch sie wisse: «Erschöpfung gehört zu einem Kind dazu».
Für sie selbst startet Ende Februar ihre Heat-Tour, die sie mit ihrer Band in zahlreiche Schweizer Städte führt. Seit ihren Anfangszeiten 2011 hat sie einen grossen Wandel in der Musikindustrie wahrgenommen. «Das ist schon manchmal zermürbend, weil es einfach immer schwieriger wird.» So stehe immer weniger Budget zur Verfügung, gleichzeitig wollten die Leute «immer mehr für weniger».
«Ich bin gerade in einer Krise deswegen»
Das Thema Geld sprach Rosinelli bereits im vergangenen Jahr in einer SRF-Doku an und betonte damals, dass sie und ihre beiden Bandmitglieder Georg und Manu sich jeweils nur 2000 Franken Lohn ausbezahlen würden. Vor zehn Jahren sei dieser Betrag noch um 500 Franken höher gewesen. Ein Umstand, der an Rosinelli nicht einfach so vorbeigeht. «Ich bin gerade in einer Krise deswegen.» Sie stecke viel Liebe und Energie in ihre Projekte, gehe immer die Extrameile, und doch «bleibt zu wenig auf dem Konto hängen».
Dank weiterer Tätigkeiten und Projekte, wie beispielsweise einer Rolle in «Tschugger», komme allerdings noch Geld aus anderen Quellen. Auch wenn sie nicht auf so grossem Fuss lebe, wie sie das vielleicht gerne würde, betont sie: «Mir geht es gut». Weshalb ihr am Flohmarkt Personen Dinge schenken wollten und was Hasskommentare bei ihr auslösen, erklärt sie im Video.