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Sagen Sie mal … Dario Cologna

«Ich wäre gern Fussballer geworden»

Nach seinem 40. Geburtstag blickt der Langlaufstar mit viel Humor auf sein Leben zurück. Warum die Wahl seines schönsten Tages plötzlich heikel wird – und wo er derzeit Salti übt.

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<p>Am 11. März feierte der beste Langläufer der Schweiz einen runden Geburtstag. Der vierfache Olympiasieger kommentierte an den Olympischen Spielen in Milano Cortina den Langlauf fürs SRF.</p>

Am 11. März feierte der beste Langläufer der Schweiz einen runden Geburtstag. Der vierfache Olympiasieger kommentierte an den Olympischen Spielen in Milano Cortina den Langlauf fürs SRF.

Thomas Meier

Wie haben Sie Ihren Geburtstag gefeiert?

Am Tag selbst waren wir mit meinen Eltern und den Kindern fein essen. Und am Wochenende danach gabs ein Festli in einer Berghütte mit Freunden.

Welches Kompliment haben Sie kürzlich erhalten?

Ich habe gehört, dass ich mit 40 immer noch gut aussehe!

Was wären Sie als Kind gern geworden?

Meine erste Sportart war Fussball. Ich wäre eigentlich gern Fussballer geworden. Und sonst Zahnarzt. Ob das so spannend gewesen wäre, den ganzen Tag in Münder zu schauen? Ich weiss nicht. Aber ich habe als Kind aufgeschnappt, dass man da gut verdient, deshalb! (Lacht.)

Für wen haben Sie als Teenager geschwärmt?

Für Jessica Alba.

Als Sie 16 waren, wie hat Ihr Zimmer da ausgesehen?

Ich war eigentlich schon immer ein ziemlich Ordentlicher. Ich habe mir damals mit meinem vier Jahre jüngeren Bruder das Zimmer geteilt. Und ein paar Fussballposter hingen an der Wand.

Was haben Sie für einen Spitznamen?

Mein zweiter Vorname ist Alonzo. Das bietet sich gut an für einen Spitznamen. Im Langlaufzirkus werde ich Lönsi genannt. Aber Dario passt sonst auch! (Lacht.)

Welches Ereignis hat Ihr Leben verändert?

Der Tour-de-Ski-Sieg 2009. Das war mein Durchbruch. Das Jahr darauf habe ich Olympia-Gold gewonnen. Aber 2009 hat die grösste Veränderung in meiner Karriere gebracht.

<p>Mein Projekt: Ich trainiere ­momentan gerade für einen Marathon.</p>

Mein Projekt: Ich trainiere momentan gerade für einen Marathon.

zVg

Wann haben Sie zuletzt geweint?

Ich weine nicht viel. Das letzte Mal war wahrscheinlich bei der Geburt meiner Tochter Mila vor zwei Jahren.

Wer oder was wären Sie gern nach Ihrer Wiedergeburt?

Mein Leben ist spannend, ich hatte eine tolle Kindheit. Ich bin zufrieden, deshalb: noch mal ich selbst.


Was sollte auf Ihrem Grabstein stehen?

Ich will keinen Grabstein. Meine Asche soll an einem schönen Ort, der mir viel bedeutet, verstreut werden.


Welche Eigenschaft hätten Sie lieber nicht?

Dass ich unangenehme Dinge, die ich erledigen muss, oft aufschiebe.


Wie möchten Sie sterben?

Im hohen Alter, aber noch gesund. Ich möchte im Kreis meiner Familie einschlafen, ohne dass ich Beschwerden habe.

Was lernen Sie gerade, das Sie noch nicht so gut können?

Mit den Kindern lernt man immer etwas Neues. Sie sind beide gern auf dem Trampolin. Dort verbessere ich mich gerade im Salto.

Wären Sie lieber sympathischer oder intelligenter?

Am liebsten ein wenig von beidem. Ich glaube aber, wenn man sympathisch ist, kommt man auch intelligent rüber – oder?

Auf wen waren Sie zuletzt eifersüchtig?

Ich liebe meine Kinder über alles. Aber ich bin manchmal eifersüchtig auf die Pärchen, die einfach mal spontan ein paar Tage in die Ferien können. Mit Kindern ist das alles ein wenig aufwendiger.

<p>Meine Familie: Sie sind mein grösstes Glück: Meine Frau Laura und unsere Kinder Mila Anna und Leano.</p>

Meine Familie: Sie sind mein grösstes Glück: Meine Frau Laura und unsere Kinder Mila Anna und Leano.

Fabienne Bühler

Wofür sollte es Bussen geben?

Ich weiss gar nicht, ob es dafür schon Bussen gibt. Aber für zu langsames Fahren!

Wie viel sind Sie wert – in Franken?

Unbezahlbar natürlich.

Was machen Sie als Letztes, bevor Sie ins Bett gehen?

Laura einen Gutenachtkuss geben.

Welchen Tag möchten Sie noch einmal erleben?

Ui! Ich tendiere zwischen meinem Olympiasieg und der Hochzeit. Das ist heikel (lacht). Wahrscheinlich der Olympiasieg. Mit Freunden und Laura einen schönen Tag haben kann ich auch jetzt noch. Aber Olympiasieger werde ich so schnell nicht mehr.

Welche drei Gegenstände kommen mit auf eine einsame Insel?

Der Klassiker: ein Sackmesser. Dazu Kaffee und ein dickes Buch.

Wo möchten Sie leben?

Ich bin viel rumgekommen. Deshalb am liebsten in der Schweiz. Meine Familie und ich fühlen uns wohl und sind glücklich in Davos.

Mit wem würden Sie gern im Lift stecken bleiben?

Mit dem Liftmonteur!

 

Yara Vettiger, Redaktorin Schweizer Illustrierte
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Von Yara Vettiger am 29. März 2026 - 14:00 Uhr