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To Athena 

«Ich wusste nicht, wie meine Community reagiert»

Die Luzerner Sängerin To Athena war skeptisch, ob sie bei «Sing meinen Song» teilnehmen soll. Im Interview mit Blick verrät sie was sie schlussendlich überzogen hat auf dem Sofa platz zu nehmen.

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<p>«Ganz ehrlich, ich war zunächst fast ein bisschen Anti-Fan vom Format», gesteht sie im Interview gegenüber Blick.</p>

«Ganz ehrlich, ich war zunächst fast ein bisschen Anti-Fan vom Format», gesteht sie im Interview gegenüber Blick.

Raphaël Dupain

Tiffany Limacher (30), bekannt als To Athena, hatte bereits einige weniger gute TV-Erfahrungen – und trotzdem sagte sie Ja. Die Sängerin, die 2016 in der SRF-Sendung «Die besten Schweizer Talente» teilnahm, damals noch mit DJ Bobo in der Jury, kämpfte sich mit nur 16 Jahren bis ins Halbfinale. To Athena wurde, obwohl sie kurz davor krank wurde, zur Teilnahme überredet – man verabreichte ihr einfach Cortison.

Die heute 30-jährige Sängerin stand am Montagabend im Mittelpunkt der Folge von «Sing meinen Song – das Schweizer Tauschkonzert» auf 3+. Im Interview mit Blick erzählt sie von ihren Bedenken zur Teilnahme und über ihr Burnout.  

Vom «Anti-Fan» zum Fan

«Ganz ehrlich, ich war zunächst fast ein bisschen Anti-Fan vom Format», gesteht sie im Gespräch mit Blick. In ihrer Szene gelte so etwas schnell als zu kommerziell. Und doch sitzt sie heute auf dem Sofa – und strahlt. «Es war eine wirklich intensive und schöne Reise – ich bin so froh, dass ich mitgemacht habe.» Früher hätte sie sich wohl dagegen entschieden, sagt sie – aus Angst vor genau solchen Reaktionen. Heute sieht sie das anders: «Man kann es sowieso nie allen recht machen.» Wenn jemand ihre Teilnahme kritisiere, könne sie das nicht ändern. «Ist okay.»

Überzeugt hat sie letztlich das Gefühl, sich selbst treu bleiben zu können. «Ich hatte früher Bedenken, dass ich in eine Box gesteckt werden könnte. Mittlerweile weiss ich sehr genau, wer ich bin, wie ich bin – und auch, welche Musik ich mache.»

Sie liebt die Diversität

Hinter To Athena steckt weit mehr als nur eine Stimme. Zwischen neun und zwölf Musikerinnen und Musiker stehen regelmässig mit ihr auf der Bühne. Beim ersten bezahlten Gig zahlte sie allen 7,50 Franken aus, erzählt die Sängerin in ihrer Folge. Das Schweizer Musikbusiness sei hart: «Es ist wie bei einem Startup», erklärt sie. «Man produziert Produkte, wird dafür aber nicht bezahlt – und trotzdem macht man es gerne.» Genau diese Hingabe kann auch zur Falle werden: «Wer liebt, was er tut, weiss oft nicht, wann genug ist.»

To Athena musste das auf die harte Tour lernen. Jahrelanges Überarbeiten führte zu Tinnitus und später zu Schlafstörungen. «Mein Kopf hat mir schon länger gesagt: Mach eine Pause, ich habe aber nicht auf mich gehört.» Schliesslich streikte ihr Körper komplett: «Ich konnte nicht mehr aus meinem Bett aufstehen.» Durch die Therapie hat sie gelernt, dass sie auch ohne Musik als Mensch bestehen kann – es aber natürlich schöner ist, wenn sie weiterhin singen darf. «Wenn ich den Job nicht mehr machen könnte, wäre ich trotzdem noch hier. Und würde immer noch leben.»

Von Jaray Fofana am 31. März 2026 - 06:00 Uhr