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Isabel Florido

«Ich schwebte auf Wolke sieben»

Die RTL-Serie «Unter uns» machte Isabel Florido einst zum Star. Jetzt feiert sie ihr Comeback im Musical «Heiweh – Fernweh». Hier verrät die Zürcherin, mit wem sie die erste Liebe teilte, wozu ihre Mutter ihr einst riet – und was es mit «blaue Mösä» auf sich hat.

Die Schauspielerin und Musicaldarstellerin Isabel Florido in ihrem Garten.

Isabel Florido, 51, steht bis 10. Juni im Musical «Heiweh – Fernweh» auf der Bühne – in Basel, Bern und Zürich.

Joseph Khakshouri

Isabel Florido, verraten Sie uns Ihre früheste Erinnerung?
Mein Papa war Maler. Als meine Mama ihn zusammen mit mir einmal von der Arbeit abholte, nahm er mich auf seinen Arm und liess mich als Vierjährige mit dem Pinsel ein paar Striche malen.

Als Sie Kind waren: Was hat Ihre Mutter da immer zu Ihnen gesagt?
«Verbringe besser deine Zeit mit Menschen, die dich weiterbringen, als mit solchen, die dich aufhalten.» Ein weiser Rat, den ich heute besser verstehe.

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Wie sah Ihr Zimmer mit 16 aus?
An den Wänden «Bravo»-Poster von Madonna und Limahl.

Ihr Spitzname als Kind?
Ich wurde Isi genannt.

Erinnern Sie sich an Ihren ersten Schulschatz?
Marco. Wir waren drei Mädchen in der Klasse, die in ihn verliebt waren, und so gingen wir morgens meist zu dritt bei ihm daheim vorbei, um ihn abzuholen.

Ihr schönstes Geschenk als Kind?
Ein Schaumbadherz mit einem «Liebe ist ...»-Sprüchlein drauf – von Marco. Ich schwebte auf Wolke sieben.

Ihr Lieblingsbild im Fotoalbum aus Kindertagen?
Ich, posierend im blau-gelben Flamenco-Kleid und mit Rose im Haar.

Persönliches Interview Isabel Florido kleine Bilder

MEINE HAUSTIERE Katze Bella und Kater Julius gehören seit vergangenem Oktober zu unserer Familie.

ZVG

Welche Filme haben Ihr Leben massiv beeinflusst?
Als ich «Fame – Der Weg zum Ruhm» gesehen hatte, wusste ich, dass ich genau in eine solche Schule möchte, wo ich tanzen, singen und schauspielern lerne. Ich fand sie in London, das London Studio Centre, wo ich mich zur Musicaldarstellerin ausbilden liess.

Ihr ulkigstes Mundartwort?
«Blaui Mösä». Als ich allerdings mal in Deutschland drehte, rutschte mir bei einer Szene, die wehtat, raus: «Aua, das gibt ganz schön blaue Mösen!» Ich meinte «blaui Mösä», also blaue Flecken. Für einen Moment wurde es ganz still im Studio. Nachdem ichs aufgelöst hatte, lachten alle: «Diese Schweizer!»

Ihre peinlichste Modesünde?
Dauerwelle. Das war in den 80ern angesagt. Es sah leider nie so aus, wie ich es mir wünschte.

Sie wären für einen Tag ein Mann. Was tun Sie? Was probieren Sie aus?
Ich würde auf einer öffentlichen Toilette wie ein Mann im Stehen pinkeln.

Haben Sie Phobien?
An grossen, schwarzen, haarigen Spinnen habe ich definitiv keine Freude.

Ihr grässlichster Urlaub?
Ein Kurztrip nach Marokko, der mit einer Lebensmittelvergiftung endete. Den vierstündigen Rückflug hätte ich am liebsten auf der Toilette verbracht. Zu guter Letzt liess mich mein damaliger Freund am Flughafen Zürich stehen. Kein schöner Moment und keine schönen Erinnerungen an diese Reise.

Persönliches Interview Isabel Florido kleine Bilder

MEIN MANN Robert sagt mir, welches meine Stärken sind. Das tut gut, denn ich bin eher vorsichtig.

ZVG

Ihre liebste Website oder App?
Ich liebe Gartenarbeit, schaue deshalb viele Do-it-yourself-Youtube-Videos.

Die beste Idee Ihres Lebens?
Meinen Mann zu heiraten.

Und die dümmste?
Da gab es viele.

Haben Sie nachts einen Traum, der oft wiederkommt?
Immer dann, wenn ich im Leben auf dem Schlauch stehe und nicht weiterkomme, träume ich, dass meine Beine schwer wie Blei sind und ich nicht rennen kann. Ich komme dann im Traum meist an den Rand der Verzweiflung.

Welches Geräusch lieben Sie?
Zwitschernde Vögel am Morgen.

Und welches hassen Sie?
Quietschende Kreide an der Tafel. Allein beim Gedanken schauderts mich.

Bei welchem Thema haben Sie Ihre Meinung fundamental geändert?
Ich war überzeugt, das Stadtleben sei das einzige, was mich erfüllt. Doch nun lebe ich in einem kleinen idyllischen Ort in Baselland – und geniesse es sehr.

Für welche Eigenschaften bekommen Sie oft Komplimente?
Für meine gute Laune und meine Ausstrahlung, die anstecken und motivieren.

In welcher Situation hatten Sie in Ihrem Leben so richtig Schwein?
Als Kind erlebte ich zwei Autounfälle, die verheerend hätten ausgehen können. Nur ein paar Sekunden früher oder später – und das Auto wäre wohl nicht mehr als ein solches erkennbar gewesen. Meine Mama und ich hatten in den beiden Momenten ganz viele Schutzengel um uns herum.

Was war der unangenehmste Job, den Sie je verrichtet haben?
Ich arbeitete mal zeitweise in einer Zürcher Boutique, wo anstrengende Kunden einen von oben herab behandelten.

Womit belohnen Sie sich selbst?
Mit dunkler Schoggi.

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MEIN LIEBSTES RESTAURANT Nach unserer Ziviltrauung feierten Robert und ich die Hochzeit im «Heugümper» in der Zürcher Innenstadt.

ZVG

Angenommen, Sie könnten Wunder vollbringen – Superkräfte inklusive: Was wären Ihre ersten drei Taten?
Die Gier auf der Welt beseitigen, Menschen von Angst befreien – und deren Zufriedenheit mit sich selbst stärken.

Ab welchem Geldbetrag ist man Ihrer Meinung nach reich?
Ich empfinde mich als «reich», wenn ich alle meine Rechnungen, die Steuern und Versicherungen freudig bezahlt habe und obendrein meinen Sparstrumpf befüllen kann.

Wie alt wären Sie gern für immer?
So 40 bis 45. Da fühlte ich mich erwachsen, noch jung, fit und super im Saft.

Welchen Tag möchten Sie noch einmal erleben?
Die Hochzeit von mir und Robert. Es war einfach perfekt!

Sie erhalten einen Preis für Ihr Lebenswerk. Wer soll die Hommage halten?
Mein Ehemann. Er kennt mich am besten und ist mir immer ein guter Berater und Zuhörer.

Von René Haenig am 14. Mai 2022 - 18:02 Uhr
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