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Was wurde aus den Ex-Missen?

Jennifer Ann Gerber: «Die erste Zeit hatte meine Familie Priorität»

Sie waren einst stolze Titelträgerinnen und in der Schweiz in aller Munde: Die Missen. Heute allerdings haben sich einige von ihnen stark aus der Öffentlichkeit zurückgezogen. In dieser Serie beleuchtet schweizer-illustrierte.ch, was aus Amanda Ammann, Bianca Sissing, Jennifer Ann Gerber, Sonia Küng-Grandjean und Alina Buchschacher wurde. Heute: die Aargauerin Jennifer Ann Gerber.

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Die Aargauerin Jennifer Ann Gerber war im Jahr 2001 Miss Schweiz. 

Rolf Edelmann
Sarah Huber
Sarah Huber

Redaktorin Online

Jennifer Ann Gerbers Model-Karriere zeichnete sich schon früh ab: Als 17-Jährige wurde die aus Tägerig im Kanton Aargau stammende Gerber zum «Ford Super Model of Switzerland» gewählt. Beim Weltfinal schaffte es die junge Frau unter knapp hundert Kandidatinnen auf den stolzen 7. Platz. Nach diesem Triumph verfolgte Gerber ihre Model-Tätigkeit erfolgreich weiter. Im Jahr 2001 gelang ihr dann der ganz grosse Coup: Die Aargauerin holte sich den Titel als Miss Schweiz und von diesem Moment an war der Name Jennifer Ann Gerber in aller Munde.

«Es war ein unglaubliches Sprungbrett»

Fast zwanzig Jahre sind seither vergangen. Rückblickend weiss Gerber, der Titel als Miss Schweiz war der Grundstein für Folgeprojekte in ihrem Leben. «Als 20-Jährige war es ein unglaubliches Sprungbrett für eine tolle Karriere als Model und Moderatorin», schwärmt Gerber gegenüber schweizer-illustrierte.ch.

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Jennifer Ann Gerber blieb auch nach ihrem Amtsjahr eine feste Grösse in der Modelwelt. 2013 wählte die «Maxim»-Redaktion die Aargauerin auf Platz 1 der 100 schönsten Frauen.

Maxim / Foto: Adrian Portmann

Die Ex-Miss steuerte in Richtung Kommunikation und Marketing

Die Miss Schweiz 2001 ist noch heute unglaublich stolz, dass sie sich trotz der plötzlich da gewesenen Bekanntheit treu geblieben ist. «Ich bin meinen eigenen Weg gegangen», betont Gerber. Nach ihrem Amtsjahr absolvierte sie neben dem Modeln eine Ausbildung zur eidgenössisch diplomierten PR-Fachfrau und ging Jobs in den Bereichen Medien, Kommunikation und Marketing nach. So war Gerber von 2012 bis 2016 unter anderem Public Relations Dozentin an der Swiss Marketing Academy.

Während es in Gerbers Berufsleben turbulent zu und hergeht, stellt sich im Privaten schnell eine Konstante ein: Im März 2011 – nach einem halben Jahr Beziehung – präsentierte sie der Öffentlichkeit erstmals ihren Prince Charming. Der Londoner Banker Charles Rees, 34, hat das Herz der Ex-Miss im Sturm erobert. «Es war Liebe auf den ersten Blick», erinnert sie sich.

Charles wurde ihr Mann fürs Leben

Aus der Fernbeziehung wurde bald ein gemeinsames Liebesnest. Im Sommer 2015 heiratete die Schweizerin schliesslich den Briten. Auf dem Standesamt in Bremgarten AG gab sich das Paar das Jawort. Wenig später folgte das rauschende Hochzeitsfest am Vierwaldstättersee LU. Dann aber wurde es in den Medien ruhiger um die einstige Schweizer Schönheitskönigin.

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Strahlende Braut: Im Sommer 2015 heiratete Ex-Miss Jennifer Ann Gerber den Londoner Banker Charles Rees.

Bolzern Twins

Zweifache Mama

Dies hat die Ex-Miss bewusst so gesteuert, denn sie trug bei ihrer Hochzeit bereits ein süsses Geheimnis unter ihrem Herzen, welches sie nicht zu sehr den Augen der Öffentlichkeit aussetzen wollte: «Nach 15 erfolgreichen Jahren im Showbusiness zog ich mich 2015 bewusst zurück, als ich mit meinem ersten Kind schwanger wurde», erklärt Gerber. Am 2. März 2016 erblickte Tochter Jade Ann das Licht der Welt. Am 21. Dezember 2017 gab es erneut Familien-Zuwachs: Söhnchen Sean Anthony komplettierte das Glück des Paars.

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Ihrer Kinder wegen zog sich die Miss Schweiz 2001 ab 2015 etwas aus der Öffentlichkeit zurück.

Thomas Buchwalder

Heute wohnt Gerber mit ihrem Mann und den beiden Kindern in einem selbst entworfenen Eigenheim im Aargau an der Grenze zum Kanton Zürich. Mittlerweile ist Jade Ann vier Jahre alt, Sean Anthony zwei. Für die Ex-Miss ist damit der Zeitpunkt gekommen, langsam wieder im Berufsleben Fuss zu fassen. «Die ersten Kindheitsjahre hatte meine Familie erste Priorität. Seit einigen Monaten bin ich aber wieder offener und freue mich, ab und zu als Model und Moderatorin zu arbeiten», so Gerber.

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Jennifer Ann Gerber hat das Modeln immer Spass gemacht. Hier posiert sie an der Lisbeth Egli Modeshow 2013 mit anderen Ex-Missen im Palace in Luzern: Karina Berger, Linda Fäh, Jennifer Ann Gerber, Anita Buri und Christa Rigozzi (v. l.).

Thomas Buchwalder

Gerber will wieder bei einer Model-Agentur unter Vertrag

Dieses Vorhaben hat sie bereits in erste Taten umgesetzt: So lief die Ex-Miss an der London Fashion Week für Rohmir und präsentierte an der LU Couture Fashion Show im KKL Mode von Ex-Missen-Designerin Lisbeth Egli. Diese Auftritte auf dem Laufsteg haben in Gerber das Feuer fürs Modeln wieder zum Lodern gebracht. «Um mich besser zu vermarkten und mehr Aufträge zu bekommen, möchte ich mir nun auch wieder eine Model-Agentur suchen», verrät sie.

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Jennifer Ann Gerber will zurück auf den Roten Teppich und als Model bezaubern.

Alexandra Pauli

«So schnell bringt mich nichts aus der Ruhe»

Wo es Gerber in Sachen Moderation und Modeln noch alles hinzieht, wird die Zukunft zeigen. Aus ihrer langjährigen Erfahrung in der Glamourwelt und auch als zweifache Mama hat sie gelernt, einen kühlen Kopf zu bewahren, wie die heute 38-Jährige sagt: «So schnell bringt mich nichts aus der Ruhe. Ich konzentriere mich darauf, stets bei mir zu bleiben und mich nicht von anderen irritieren zu lassen. Das lässt mich mein Leben freier gestalten.»

Hier gehts zu den anderen Teilen der SI-Serie «Was wurde aus den Ex-Missen?»

Von Sarah Huber am 10.05.2020
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