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  4. «The Voice»-Siegerin Paula Dalla Corte: «Papi hat mich angemeldet»

Paula Dalla Corte

«Mein Papi hat mich bei ‹The Voice› angemeldet»

Die Thurgauerin Paula Dalla Corte mit der markanten Stimme über ihre Familie, ihren Freund und ihre Einstellung zum Erfolg.

Paula Dalla Corte bei «The Voice»

Aufsteigender Musikstar: Die Schweizerin Paula Dalla Corte. 

ProSiebenSat.1

Sie galt schon früh als Favoritin und hat es dann auch tatsächlich geschafft: Paula Dalla Corte, 19, ist die Gewinnerin von «The Voice of Germany». Die Kanti-Schülerin aus Tägerwilen TG hat sich mit ihrer tiefen, rauchigen Stimme durchgesetzt.

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Seit Kurzem ist sie wieder in ihrem Elternhaus. «Ich wohne noch zuhause, aber in einer Einliegerwohnung», sagt Dalla Corte. «Am liebsten würde ich aber bald ans Meer ziehen, das fehlt mir hier in der Schweiz.» Doch erst einmal gehts im Januar wieder zurück an die Kanti Kreuzlingen. «Die Schule zu machen und die Maturaprüfungen zu bestehen, ist mir wichtig. Daran gab es von Anfang an keinen Zweifel.»

Schräg, melancholisch, esoterisch

Den «Anfang» machte nicht Paula selbst, sondern ihr Vater: «Mein Papi hat mich bei ‹The Voice› angemeldet, selbst hätte ich es wohl nicht getan.» Doch die Lust auf einer Bühne zu stehen und «das Ganze mal auszuprobieren» war da. Viel Erfahrung im Rampenlicht hat die Schülerin nicht, auch Gesangsunterricht hat sie nicht genommen. «Bisher habe ich mich dem immer entzogen. Ich möchte nicht aus Pflicht jeden Donnerstagabend singen müssen. Es ist für mich ein Hobby und soll Spass machen.» 

Sie selbst mag unter anderem Falco, «er ist so präsent auf der Bühne, macht aber trotzdem sein eigenes Ding», und die britische Singer-Songwriterin «The Japanese House». Dalla Corte schreibt auch selbst Songs. Ihren Stil beschreibt sie als «ein bisschen schräg, melancholisch, esoterisch, sehr intim und ein wenig psychedelisch». 

Winkt ein Plattenvertrag?

Aus dem Hobby könnte nun mehr werden. Die Thurgauerin hat bei «The Voice» nicht nur die Coaches begeistert, sondern auch Star-DJ David Guetta, der ihr Komplimente machte. «Ich glaube, das war nicht einfach nur so dahingesagt. Klar würde ich mich freuen, wenn da was zustande kommt. Wenn nicht, ist es auch ok.»

Mit dieser Einstellung geht Paula Dalla Corte ihre künftige Karriere an. Denn neben dem Singen hat sie noch andere Interessen. «Ich würde gerne mal Kunstgeschichte und Architektur studieren. Das werde ich nicht ganz aus den Augen verlieren.» Ihr Vater ist Architekt, ihre Mutter arbeitete lange als Krankenschwester und hat nun noch ein Studium begonnen. Paula hat einen jüngeren Bruder, Maximilian, 17, und eine kleine Schwester, Clara, 12, «die beide wirklich toll sind!» Gesungen wird in der Familie Dalla Corte vor allem an Geburtstagen. «Dann machen wir gemeinsam Karaoke.»

Nun will sie sich erst einmal von den Aufnahmen zur Show erholen, Freunde wiedersehen und mit ihrer Familie Weihnachten feiern. Ihr Freund Zion Walder freut sich über ihren Erfolg, er selbst arbeitet als Model, kann laut Paula aber «mit seiner Kreativität auch sonst irgendwie alles».

Wie es um einen allfälligen Plattenvertrag steht, darf sie noch nicht sagen. Doch wir werden wohl bald wieder von der Schweizerin mit der Ausnahmestimme hören. 

Von Lynn Scheurer am 22.12.2020
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