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Sagen Sie mal ... Kiki Maeder

«Menschen, die im ÖV zu laut telefonieren, regen mich auf»

Seit zwölf Jahren ist die 45-jährige Moderatorin für die SRF-Sendung «Happy Day» im Einsatz. Die Zürcherin über Räucherstäbchen, Demokratie und kleine Inseln im Alltag.

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<p>Am 14. Februar flimmert Kiki Maeder wieder mit «Happy Day» in die Schweizer Stuben. Daneben ist die Moderatorin ausgebildete Schauspielerin, Kommunikationstrainerin und Mutter von zwei Kindern.</p>

Am 14. Februar flimmert Kiki Maeder wieder mit «Happy Day» in die Schweizer Stuben. Daneben ist die Moderatorin ausgebildete Schauspielerin, Kommunikationstrainerin und Mutter von zwei Kindern.

Mirjam Kluka

Kiki Maeder, wären Sie lieber sympathischer oder intelligenter?

Ich hoffe, ich bringe von beidem etwas auf den Tisch (lacht). Aber wenn ich wählen müsste, wäre ich wahrscheinlich lieber sympathischer. Intelligent, aber unsympathisch ist doch irgendwie wie kalter Kaffee ohne Koffein.

Haben Sie schon einmal eine Therapie gemacht?

Ja, um mich selbst mal zu spiegeln und mich weiterzuentwickeln. Das finde ich sehr hilfreich.

Was wären Sie als Kind gern geworden?

Tierärztin. Bis unser Hund einen furchtbaren eitrigen Abszess bekam. Da dachte ich: Vielleicht doch lieber nicht (lacht).

Als Sie 16 waren, wie sah damals Ihr Zimmer aus?

Recht unspektakulär. Da hing ein Michael-Jackson-Poster, aber ich war nie ein totales Fangirl einer bestimmten Musikgruppe. Ich war diesbezüglich echt breit unterwegs, habe das im Zimmer auch nicht besonders ausgelebt. Jetzt fällt mir ein: Ich hatte mal eine Räucherstäbchen-Indien-Phase.

<p>Meine Haustiere: Wir haben drei herzige Meerschweinchen daheim, sie heissen Coffee, Jay und Sky (v. l.).</p>

Meine Haustiere: Wir haben drei herzige Meerschweinchen daheim, sie heissen Coffee, Jay und Sky (v. l.).

© Privat / Kiki Maeder

Welches Ereignis hat Ihr Leben verändert?

Die Geburt meiner Kinder.

Welche Eigenschaft hätten Sie lieber nicht?

Ungeduld. Ich arbeite daran. Nächste Frage?

Was lernen Sie gerade, was Sie noch nicht so gut können?

Ich lerne gerade mein Handy bewusster wegzulegen für mehr Fokus im Alltag.

Haben Sie einen Tick?

Ich habe immer Pfefferminzbonbons dabei und auch daheim stets welche an Lager.

Welches Kompliment haben Sie kürzlich erhalten?

Dass ich einen Rahmen schaffe, in dem sich Menschen wohlfühlen und öffnen können. Das hat mir jemand bei einem meiner Auftritts- und Kommunikationstrainings gesagt. Auch von den «Happy Day»-Zuschauerinnen und -Zuschauern erhalte ich oft herzliche Rückmeldungen. Es ist schön, wie positiv mir die Menschen begegnen.

Womit belohnen Sie sich selbst?

Mit kleinen Inseln im Alltag. Wenn ich mir bewusst Zeit nehme für einen Spaziergang zum Beispiel. Oder mit etwas Feinem vom Bäcker.

<p>Meine Lektüre: Aktuell lese ich das Buch «Talk» über die Wissenschaft der Kommunikation von Alison Wood Brooks.</p>

Meine Lektüre: Aktuell lese ich das Buch «Talk» über die Wissenschaft der Kommunikation von Alison Wood Brooks.

© Privat / Kiki Maeder

Wofür haben Sie zuletzt gebetet?

Für die Demokratie, die im Moment weltweit ziemlich unter Druck gesetzt wird. Das bereitet mir Sorgen.

Was denken andere über Sie, was vielleicht gar nicht stimmt?

Viele halten mich für eine Frohnatur. Aber natürlich kann ich auch richtig wütend, traurig oder schlecht gelaunt sein. Das gehört dazu.

Was verabscheuen Sie am meisten?

Zynismus, der sich als Coolness tarnt. Zum Glück begegne ich nicht vielen solchen Menschen.

Mit wem möchten Sie gern im Lift stecken bleiben?

Mit meinen liebsten Freundinnen, damit man wieder einmal Zeit hat, richtig miteinander zu sprechen. Oder mit jemandem, der gute Fragen stellt.

Wie möchten Sie sterben?

Am liebsten satt, geliebt und mit dem Gefühl: Das war jetzt richtig gut.

Was sollte auf Ihrem Grabstein stehen?

Ich würde es wieder tun!

Wofür sollte es Bussen geben?

Für Menschen, die im ÖV zu laut telefonieren. Das nervt mich jedes Mal. Man ist im Zug und hört ganze Gespräche mit, während diese Leute das Gefühl haben, das ganze Abteil gehöre ihnen. Da könnte man ein bisschen mehr an andere denken.

<p>Mein Glücksbringer: Diesen Elefanten habe ich von meiner Tochter Ava und meinem Sohn Jack geschenkt bekommen. Er ist mein Glücksbringer, und man kann<br />ihn öffnen.</p>

Mein Glücksbringer: Diesen Elefanten habe ich von meiner Tochter Ava und meinem Sohn Jack geschenkt bekommen. Er ist mein Glücksbringer, und man kann
ihn öffnen.

© Privat / Kiki Maeder

Was machen Sie als Letztes, bevor Sie ins Bett gehen?

Zu meinen Kindern ins Zimmer gehen und ihnen einen Kuss geben. Und wenn ich im Bett liege, lese ich noch ein Buch. Aktuell ist das «Talk» von Alison Wood Brooks, einer Professorin, die von der Wissenschaft der Kommunikation schreibt.

Was haben Sie für einen Spitznamen?

(Lacht.) Kiki! In meinem Pass steht Christina. Aber seit ich auf der Welt bin, nennen mich alle Kiki, weil meine Mutter auch Christina heisst. Also brauchte es einen anderen Namen, um uns zu unterscheiden. Darum hat sich das auch nie geändert. Ich hatte keine Wahl.

Welchen Tag möchten Sie noch einmal erleben?

Warme Sommertage ohne Startprogramm und ohne Ziel. Einfach an einem See sein und den Moment geniessen. So etwas könnte ich immer wieder erleben.

AG
Andrea GermannMehr erfahren
Von Andrea Germann am 14. Februar 2026 - 18:00 Uhr