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Aufschrei nach #allesdichtmachen

Pasquale Aleardi krebst nach Corona-Kritik zurück

53 Schauspieler und Schauspielerinnen haben unter dem Hashtag #allesdichtmachen die Corona-Politik der deutschen Bundesregierung kritisiert. Darunter auch Schweizer. Dafür ernten viele einen Shitstorm.

Pasquale Aleardi

Pasquale Aleardi: «Das Video ist Satire, um die Verhältnismässigkeit der Coronamassnahmen infrage zu stellen.»

Getty Images

Mit der Aktion «Alles dicht machen» haben sich 53 Schauspielerinnen und Schauspieler zur Corona-Politik der deutschen Bundesregierung geäussert. Darunter auch Schweizer Persönlichkeiten wie Miriam Stein, 32, und Pasquale Aleardi, 49. In kurzen Clips gaben sie am Donnerstag bei Instagram und auf der Videoplattform Youtube gleichzeitig ironisch-satirische Clips mit persönlichen Statements ab.

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Die Hashtags #allesdichtmachen, #niewiederaufmachen und #lockdownfürimmer wurden am Donnerstagabend binnen kurzer Zeit zu den am meisten verwendeten bei Twitter in Deutschland. Die Videos gehen viral.

Womit die Akteure allerdings nicht gerechnet hatten: Es hagelt eher Kritik statt Zuspruch. Für ihre Statements gab es Applaus aus der Ecke der Corona-Leugner und Querdenker, aber auch Politiker aus dem Umfeld der rechtspopulistischen Alternative für Deutschland (AfD) fanden Gefallen an den Beiträgen. Prominente wie Heike Makatsch zogen daraufhin ihre Videobotschaften zurück. «Wenn ich damit rechten Demagogen in die Hände gespielt habe, so bereue ich das zutiefst», teilte die Schauspielerin mit.

Auch zahlreiche Schauspielkolleginnen und -kollegen haben sich öffentlich zu der Aktion geäussert. Der ehemalige Moderator Tobias Schlegl, 43, kehrte dem Showbusiness vor vielen Jahren den Rücken zu, ist inzwischen Notfallsanitäter. Er empfiehlt allen teilnehmenden Stars: «Die Schauspieler*innen von #allesdichtmachen können sich ihre Ironie gerne mal tief ins Beatmungsgerät schieben.» Und Schauspieler Marcus Mittermeier, 51, ist einfach nur froh, dass ihn niemand gefragt hat, bei der Aktion mitmachen zu wollen.

Kurz und knapp fasst es Christian Ulmen, 45, mit «Heute bisschen für Kollegen schämen» in einer Instagram-Story zusammen und verweist wie viele anderen auf die Doku über die Intensivstation der Charité.

Und auch der in Berlin wohnhafte Schweizer Pasquale Aleardi meldet sich mit einem Instagram-Post zu Wort und krebst zurück: «Es gibt keine Partei, die entfernter von meiner Denkweise wäre, als die AFD sowie jegliches rechtes Gedankengut von dem ich mich klar distanziere. Ich bin kein Coronaleugner und kein Querdenker. Bei denen, die sich durch mein Statement verletzt oder vor den Kopf gestossen fühlen, möchte ich mich entschuldigen.»

Von spot und TR am 27.04.2021
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