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Wie kommt man aufs Wetterdach?

SRF-Mitarbeiterin lüftet «Meteo»-Geheimnis

«Meteo»-Frau Nicole Glaus gewährt ihren Instagram-Followern einen Blick hinter die Kulissen der SRF-Wettersendung – und zeigt ihnen den Weg nach ganz oben.

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Geschafft: Nicole Glaus auf dem «Top of Leutschenbach». Die SRF-Moderatorin verrät, wie man dorthin gelangt.

Instagram / Nicole Glaus

Es ist die beliebteste Sendung des Schweizer Fernsehens: 640'000 Zuschauer gucken Abend für Abend im Schnitt zu, wenn uns Thomas Bucheli, 58, Sandra Boner, 45, und Konsorten nach der «Tagesschau» die Prognosen der nächsten Tage von der Wetterkanzel predigen.

Das Dach des TV-Hochhauses in Zürich-Oerlikon ist legendär. Zu Beginn, im Jahr 2003, «schlotterten und stotterten» die ersten Moderatorinnen Sandra Boner (damals 28) und Jolanda Eggenberger (damals 27) in luftiger Höhe und bei winterlichen Temperaturen derart stark, dass der «Blick» forderte: «Holt die Wetterfeen vom Dach!»

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Alex Rubli arbeitete bis 2006 bei «Meteo». Er wurde einmal mitten in der Sendung vom klingelnden Telefon gestört.

Screenshot SRF
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Pleiten, Pech und Pannen

Moderation und Location der Wettersendung wurden damals gleichermassen kritisiert – vergeblich. Das Dach setzte sich durch, die «Meteo»-Leute mauserten sich zu Publikumslieblingen. Was nicht heisst, dass es dort, in luftiger Höhe, nicht immer wieder Aufregung gab: Einmal läutete mitten in der Sendung von Ex-Moderator Alex Rubli, 65, ein Telefon. Andere Male sorgten Versprecher für Schlagzeilen, besonders haften blieb Sandra Boners Hinweis, am Abend lohne sich der Blick «in den Pimmel». Wieder ein anderes Mal blies es Daniela Schmuki, 36, schier mitsamt Schirm vom Dach. «Der Schirm ist ein bisschen ein Seich!», ärgerte sie sich vor laufender Kamera.

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Daniela Schmuki kämpft gegen den Wind.

Screenshot SRF

Ein Schirm nervte kürzlich auch Thomas Bucheli. Sein Exemplar wirkte in der Sendung vom 15. Oktober seltsam verbogen. «Selbstverschulden», so Bucheli tags darauf zu schweizer-illustrierte.ch. Im Geräteraum würden etwa vier Exemplare bereitstehen. «Gestern war ich aber wieder mal etwas sehr knapp an der Zeit, da ich noch die letzten Messdaten zum Regen im Tessin ‹mitnehmen› wollte, und habe daher beim Hochstürmen aufs Dach einfach den nächstliegenden Schirm gepackt.»

Darauf hin raste Bucheli so schnell es ging hoch. Welchen Weg er nehmen musste, um pünktlich um 19.55 Uhr auf dem Top of Leutschenbach anzukommen, war den Fernsehzuschauern bislang verborgen – bis jetzt!

Buchelis Kollegin Nicole Glaus, 30, die exakt seit einem Jahr beim SRF arbeitet, hat auf Instagram publik gemacht, was es für die Wettermoderatoren braucht, bis sie auf dem Dach eintreffen.

Erst Lift, dann mehrere Treppen

Dabei zeigt sich: Ein Spaziergang ist das nicht. Die Moderatoren müssen genug Zeit einplanen, um nicht zu spät zur Wettershow einzutreffen. Zunächst führt ein Lift das Personal bis in den 13. Stock. Anschliessend muss der Moderator oder die Moderatorin eine steile Treppe zum Gebäudeausgang bewältigen.

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In diesem dunklen Lift geht es zunächst hoch in den 13. Stock.

Instagram / Nicole Glaus
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Danach folgt eine steile Treppe. Vorsicht, Stolpergefahr!

Instagram / Nicole Glaus
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Einmal draussen, ist der Aufstieg allerdings noch nicht geschafft. Der Weg führt weiter zu einer Metalltreppe im Aussenbereich.

Instagram / Nicole Glaus
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Diese bildet schliesslich den letzten Streckenabschnitt auf dem Weg zum Ziel.

Instagram / Nicole Glaus
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Schwindelfreiheit ist hier sicherlich kein schlechter Begleiter.

Instagram / Nicole Glaus
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Dann ist es vollbracht: Das «Meteo»-Dach ist erreicht.

Instagram / Nicole Glaus

Stramme Wädli beim Personal

«Endlich oben», schreibt Glaus ganz erleichtert zum letzten Bild der Serie. Sie sei ready für die erste von insgesamt drei Sendungen auf dem Dach, nach der Mittagsausgabe folgen noch die Sendung um 18 Uhr und eben die Hauptausgabe kurz vor 20 Uhr. Einzig die Sendung nach «10vor10» wurde vor einiger Zeit ins Studioinnere verlegt.

Bei dreimal täglich nach oben kraxeln dürften die «Meteo»-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter nicht nur in Sachen Wetter topfit sein, sondern auch körperlich – mit strammen Wädli.

Von Tom Wyss am 07.12.2019
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