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«Nacht- und Nebelaktion» bei Stefan Bürer

SRF-Star holt Sohn wegen Corona aus den USA zurück

Vor knapp drei Jahren zog Gian Bürer erstmals in die USA, um seinen Traum von Eishockey-Profi zu verfolgen. Nun holten seine Eltern, Sportmoderatorin Regula Späni und SRF-Kommentator Stefan Bürer, ihren Spross wegen der Coronakrise zurück in die Schweiz. Ob und wie seine Karriere in den Vereinigten Staaten weitergeht, steht in den Sternen.

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Home- beziehungsweise Gartenoffice bei Bürer-Spänis: Gian und Vater Stefan halten sich mit Tennis fit, Mutter Regula arbeitet für ihre Agentur. 

ZVG

Normalerweise ist es eher ruhig im Haus von Familie Bürer-Späni in Rapperswil-Jona SG. Stefan Bürer, 56, ist als SRF-Kommentator einen grossen Teil des Jahres mit dem Tenniszirkus unterwegs. Regula Späni, 55, betreibt ihre eigene Agentur für Medientrainings und Moderationen und moderiert die TV-Sendung «sportdate.tv». Sari, 20, und Niklas, 12, gehen zur Schule und treiben Sport. Und Gian, 18, besucht in den USA die High School und steht seit vergangenem Jahr im Eishockey-Tor der «Lake Tahoe Academy».

«Wir suchen für Gian einen Plan B in der Schweiz. Die Planung ist rollend»

Regula Späni
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«Keine Ahnung, wies weitergeht»

Jetzt ist alles anders. Wegen der Corona-Situation ist die ganze fünfköpfige Familie zu Hause, und jeder versucht, sein Ding zu machen. Regula Späni arbeitet im Homeoffice, Niklas lernt per Fernunterricht, Sari büffelt für die Berufsmatura. Stefan Bürer, der sonst mehr unterwegs als zu Hause ist, ist mehr oder weniger zum Stillstand gezwungen. Er versuche nun vor allem, körperlich fit zu bleiben, damit er parat ist, wenn es wieder losgeht.

 

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Vor knapp drei Jahren zog Regula Spänis Sohn Gian erstmals in die USA, um seinen Traum einer Profi-Karriere im Eishockey-Tor zu verwirklichen.

Joseph Khakshouri

Das gilt auch für Gian. Obwohl er, im Gegensatz zu seinem Vater, keine Ahnung hat, wie es weitergeht für ihn. Mit 16 Jahren zog es den talentierten Eishockey-Goalie erstmals in die USA, wo er für «Minnesota Revolution» auf dem Eis stand. Nach einem Zwischenspiel daheim in der Schweiz steht er seit vergangenem Jahr für die «Lake Tahoe Academy» im Tor, macht gleichzeitig seinen High-School-Abschluss.

In einer Nacht- und Nebelaktion nach Hause

Als der Coronakrise wegen Grenzen schlossen, Flüge eingestellt und die Eishockeysaison buchstäblich auf Eis gelegt wurde, war klar: Gian muss nach Hause. In einer «Nacht- und Nebelaktion» mit Hilfe von Bekannten gelang es, die Eishockey-Hoffnung aus Kalifornien nach Hause zu holen, erzählt Regula Späni. «Schliesslich ging alles ganz schnell. Er konnte sich nicht mal mehr von seinen Kollegen verabschieden.»

Nun hält sich Gian mit Koordination-, Kraft- und Ausdauertraining fit, seinen High-School-Abschluss macht er online. Er hofft, im Sommer wieder in die USA zurückkehren zu können. Ob das möglich ist, wann und wie es weitergeht, steht allerdings in den Sternen. «Wir suchen deshalb einen Plan B in der Schweiz. Die Planung ist rollend», meint Regula Späni. Bleibt zu hoffen, dass Corona keinen Strich durch Gian Bürers Traum einer Profi-Karriere macht. Auch wenn vorerst vor allem wichtig ist, dass alle gesund sind. 

Von Sandra Casalini am 19.04.2020
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