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Das persönliche Interview

Vincent Gross: «Ich träumte davon, Millionär zu werden»

Er ist der neue Star am Schlagerhimmel: Während des Lockdown sang der Basler Vincent Gross für Fans im Bett oder Bad, aktuell sorgt er mit «Chill Out Time» für gute Laune. Hier verrät er, womit er als Knirps seine Familie beschallte, bei welchem Thema er seine Meinung fundamental geändert hat und warum er früher «Biene» gerufen wurde.

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Das ist mein Tick: Ich fahre mir ständig mit der Hand durch die Haare.

Kostas Maros / 13 Photo

Wie wäre Ihr Name als Mädchen?
Viktoria – mit k, das habe ich extra bei meiner Mutter nachgefragt. Die Bedeutung ist ähnlich: Vincent steht für «Siegender», Viktoria für «Gewinnerin».

Was ist Ihre früheste Erinnerung?
Als Dreijähriger mit einer blauen Spielzeug-Bohrmaschine. Und: Ich erinnere mich, wie an meinem vierten Geburtstag der Grundstein für meine Musikkarriere gelegt wurde. Da habe ich eine Ukulele geschenkt bekommen, mit der ich meine Familie beschallte.

Als Sie Kind waren: Was haben Ihre Eltern da immer zu Ihnen gesagt?
Wie sagt man …? Danke schön! Meine Eltern legen grossen Wert auf Höflichkeit und Respekt. Dafür bin ich dankbar. Fürs neue Album schrieb ich deshalb den Song «Merci».

Als Sie 16 waren: Wie sah Ihr Zimmer aus?
Da ich auf Youtube aktiv war, erhielt ich Fan-Plakate und Briefe aus aller Welt, sogar aus Tokio. Mit denen tapezierte ich die Wände. Dazu ein klassisches Ikea-Billy-Regal, Bett, Schrank.

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Ihr Spitzname als Kind?
Vinni. Als Kleiner riefen mich manche Biene – wegen meiner gelb-schwarzen Fleecejacke.

Erinnern Sie sich an Ihren ersten Schulschatz?
An einige … Laura, Joselyne – eine von ihnen wird die Erste gewesen sein. Oder war es doch Chayenne? Ich weiss es echt nicht mehr!

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Ich und meine Ukulele: Das Foto entstand an meinem vierten Geburtstag. Das Instrument habe ich sogar heute noch.

HO

Ihr schönstes Geschenk als Kind?
Ausser der Ukulele zum vierten Geburtstag? Eine Carrera-Rennbahn. Ich ging drei Tage nicht mehr raus zum Spielen.

Ihr Lieblingsbild im Fotoalbum aus Kindertagen …?
… ist definitiv das mit der Ukulele.

Welche Musik hat Ihr Leben massiv beeinflusst?
Der Song «Ohne dich schlaf ich heut Nacht nicht ein» von der Münchener Freiheit. Mit ihm gewann ich den Newcomer-Wettbewerb «Hello Again!». Der Sieg öffnete mir viele Türen, ich erhielt meinen ersten Plattenvertrag.

Ihre peinlichste Modesünde?
Weisse Socken in Sandalen – als Kind.

Ihr ulkigstes Mundartwort?
«Hueregeil»! Wenn mir das in Deutschland rausrutscht, gucken mich alle erstaunt und fragend an.

Haben Sie Allergien?
Ja, Heuschnupfen.

Ihre liebste Website oder App?
Whatsapp.

Das Kitschigste, was Sie je machten?
Am Valentinstag überraschte ich meine damalige Freundin mit einer Rose inmitten von einem Herz aus Kerzen.

Die beste Idee Ihres Lebens?
Ein Musikvideo von mir auf Youtube hochgeladen zu haben. So habe ich meine Karriere als Musiker gestartet.

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Das habe ich mir zuletzt gekauft: Ein T-Shirt fürs Fotoshooting meines Album-Covers.

HO

Und die dümmste?
Mit meinem Bruder auf einen zehn Meter hohen Baum zu klettern und aufs benachbarte Kirchendach zu springen.

Haben Sie nachts einen Traum, der immer wiederkommt?
Nicht mehr, aber früher träumte ich oft von einem Elch, der mich verfolgte.

Welches Geräusch lieben Sie?
Im Winter das Knistern eines Kaminfeuers, im Sommer das Rauschen des Meeres.

Welches hassen Sie?
Mit Ess-, Trink- und Schmatzlauten treibt man mich auf die Palme.

Wovon träumen Sie schon lange, getrauen sich aber nicht, es zu tun?
Von einem Konzert in meiner Heimatstadt Basel.

Bei welchem Thema haben Sie Ihre Meinung fundamental geändert?
Dass Geld glücklich macht. Früher träumte ich davon, Millionär zu werden. Heute weiss ich, dass es die Momente mit meinen Freunden sind, die mich glücklich machen.

Für welche Eigenschaft bekommen Sie immer wieder Komplimente?
Dafür, dass ich mit beiden Füssen auf dem Boden geblieben bin.

In welcher Situation in Ihrem Leben hatten Sie so richtig Schwein?
Beim Sprung aufs Kirchendach. Da war wohl ein Schutzengel am Werk.

Welches war der härteste Job, den Sie je verrichtet haben?
Als Support-Act bei Trauffer. Ich trat nur mit Gitarre auf, vor mir 4000 Leute, die auf Trauffer warteten – nicht aber auf mich. Das härteste und lehrreichste Engagement meines Lebens.

Was an Ihnen ist nicht normal?
Ich kann mit den Ohren wackeln.

Wie sind Sie, wenn Sie betrunken sind?
Ich rede ein bisschen mehr als sonst.

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Das schaue ich gerade: Die Serie «Narcos: Mexico» auf Netflix. Sehr spannend. Ich habe zuvor auch schon «Narcos» geschaut.

HO

Und: Was können Sie alkoholisiert besser als in nüchternem Zustand?
Runden ausgeben.

Womit belohnen Sie sich selbst?
Mit einem Netflix-Abend – momentan schaue ich die Serie «Narcos: Mexico».

Angenommen, Sie könnten Wunder vollbringen: Welches sind Ihre ersten drei Taten?
Dafür sorgen, dass jeder das tun kann, was ihn glücklich macht. Corona gibts nur noch in Flaschen. Und: die Schweizer Illustrierte für die ganze Welt.

Sie wären für einen Tag eine Frau. Was tun Sie?
In Gucci, Prada und Manolos durch die Stadt laufen und schauen, was daran so geil ist.

Welchen Tag möchten Sie noch erleben?
Den, an dem ich das Cover der Schweizer Illustrierten ziere.

Engagieren Sie sich ehrenamtlich?
Ja, als Botschafter des Verbands Kinderhospiz trete ich für Kinder mit geringer Lebenserwartung auf.

Von René Haenig am 29.08.2020
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