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Hotel-Ikone

She’s back!

Endloser Strand. 143 Zimmer mit Aussicht. Teppanyaki & Tandoori. Golf direkt vor der Haustür. Das «One&Only Le Saint Géran» meldet sich zurück. Die Nummer 1 auf Mauritius.

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Treffpunkt «Tapasake». Das kulinarische ­Epizentrum des Resorts, direkt am Indischen Ozean. Mit einem sehr begabten Chef aus Nepal.

Rupert Peace / Kerzner International
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Das Ritual Die Gäste werden am Ein­gang mit einem dumpfen Gongschlag begrüsst.

Kerzner International
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Sea Urchin Auf den Tisch kommt, was das Meer hergibt. Seeigel zum Beispiel.

Rupert Peace / Kerzner International
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Chef Dwayne Cheer «Frühstück? Die wich-tigs­te Mahlzeit!» Das ­Buffet ist gewaltig.

Time Capture Photography

Frühstück im Paradies. Aufgedeckt wird direkt am weissen Sandstrand, mit Blick auf den türkisblauen, ruhigen Indischen Ozean. Das Frühstücksbuffet ist so gross wie ein Basketballfeld. «Soigner les détails» heisst die Devise. Also fragt die junge Köchin nach: «Wie hätten Sie Ihre Omelette denn gerne: Well done oder fluffy?» Fluffy natürlich; wir staunen, wie konzentriert und präzis die Köchin auf der heissen Teppanyaki-Platte die Omelette rollt. Beim Honig bieten sich drei Monoflower-Varianten an: Litschi, Eukalyptus und Rosewood. Far East gibts auch: Lamm oder «Ladyfingers» beim Inder. Miso-Suppe oder Congee beim Japaner. Weniger Gesundes mittendrin: Pizza und Mozzarella. Der Neuseeländer Dwayne Cheer ist der neue Executive Chef im «One&Only Le Saint Géran» auf Mauritius. Als ­erste Amtshandlung peppte er das Frühstücks­buffet auf: «Es muss vibrieren», sagt der Boss. «Das Frühstück ist für die Gäste die wichtigste Mahlzeit und sorgt für gute Laune.» Chef Dwayne, Fan der All Blacks (das fantastische neusee­ländische Rugby-Team) steht auf «healthy food»: Vegi-­Corner, ­Vegan-Corner, Glutenfrei-Corner. «Ohne geht es heutzutage nicht mehr», weiss der weit gereiste Chef.

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13. März 2017: The Honorable Premier Minister Pravind Kumar Jugnauth fährt im Resort vor. Das «One&Only Le Saint Géran» wird nach einem 40 Millionen Dollar teuren Umbau neu eröffnet: «The officially reborn», verkündet der Minister, «She’s back», freuen sich die treuen Stammgäste. Eine ziemlich glanzvolle Wiedergeburt: Die 143 Zimmer und Suiten sind neu, sehr hell und klug eingerichtet, mit durchgehenden Böden raus auf die Terrasse, mit riesigen Badezimmern (Regenduschen), mit blitzschnellem Internet. Schlechte Zimmer gibts nicht: Bereits das kleinste misst 60 Quadratmeter. Das «Saint Géran» liegt auf einer privaten Halbinsel. Also heisst es Meersicht für alle: Indischer Ozean oder Lagune. Unter den ­alten, grossen Palmen und am endlosen Strand bietet sich jedem Gast verschwenderisch viel Platz. Dort reicht der Pool-Boy umgehend ein Körbchen mit Wasser, kühlen Tüchern, Cocktail-Liste, Strandmenü.

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Weiss und endlos Der Strand des «One&Only Le Saint Géran». Kein Dichtestress!

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Das schönste Strandmenü liegt im Palmenrestaurant La Pointe auf. Integriert in die Karte ist ein kleines, kunterbuntes Couvert. Darin steckt ein Zettel mit dem «catch of the day». Red Snapper, Flame Snapper, Wolfsbarsch oder «Berry Fillet» beispielsweise, wunderschön saftig grilliert. «Für den catch of the day» verwenden wir nur Produkte, die wir bei Fischern auf der Insel direkt einkaufen», sagt Executive Chef Dwayne Cheer. Die muss man erst finden. Dwaynes marokkanische Frau ­Nadia übernimmt den Job, fährt, da es auf Mauri­tius keinen Fischmarkt gibt, von Küste zu Küste, klappert die Fischer ab und bezahlt ihnen für ihre Beute einen ordentlichen Preis. Dwayne: «Nadia muss früh aufstehen. Um zehn Uhr ist alles weg.» Der Gast profitiert: Er kriegt mittags Fische, die im Morgengrauen noch im Indischen Ozean geschwommen sind. Alternativen: wunderbare Bowls mit Miso-Dressing. Rock-Shrimp-Tempura mit Spicy Mayo. Knackige Giant River Prawns. Eine verführerische Cataplana mit Krebsen, Muscheln und Chorizo. Showtime gibts auch: Der Heli-Landeplatz liegt nur wenige Meter vom «La Pointe» entfernt.

«Le Saint Géran» ist ein Foodie-Hotel. Selbst das Dinnerbuffet im Hauptrestaurant La Terrasse ist ungewöhnlich. Ungewöhnlich gross, ungewöhn­lich beliebt, vor allem sonntags (mauritisch) und don­nerstags (Fruits de Mer). Austern, Nigiri, Steaks und Indian Food werden täglich serviert. Zum Dessert gehts in ein zweites Restaurant gleich nebenan: ins «L’Artisan», die Backstube des Resorts mit einem Dutzend Kuchen und einer Crêpe-Suzette-Station. Wer keine Lust hat auf ­Buffet, bleibt gemütlich sitzen und wählt aus ­einem attraktiven À-la-carte-Angebot. Kids sind zahlreich und willkommen im Resort, die Kleinsten allerdings werden pünktlich um 18.30 Uhr erwartet. Später ist allzu viel Wirbel unerwünscht.

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Meerblick «Lagoon»-Room. 60 Quadratmeter mit grosser ­Terrasse sind hier Standard.

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Das «Le Saint Géran» war vor 44 Jahren das erste Luxushotel auf der Insel. Markenzeichen: weltberühmte Köche für seine Restaurants. Der Pariser Alain Ducasse eröffnete im Resort ein «Spoon des Iles», Vineet Bhatia, der bekannteste indische Koch (mit Filiale im «Mandarin Oriental» Genf), befeuerte die Tandoor-Öfen. Tempi passati: «Starköche sind heute viel zu teuer», sagt Executive Chef Dwayne Cheer und vertraut den Besten aus seiner 85-köpfigen (!) Brigade. Sein erfahrener Souschef Vikash Coonjan, der bereits für Ducasse gekocht hat, führt das ehrwürdige Steakhaus ­Prime: Steinboden aus dem 16. Jahrhundert, ­Wagyu aus Japan und Australien auf dem Holz­kohle-Grill. «Masterpiece» ist ein Wagyu Tomahawk Rib mit gewaltigem Knochen, ein stattliches Kilo schwer und stattliche 320 Franken teuer. Spektakulär ein «Château Palmer Wine Diner», mit Palmer 2006 (zum Turbot) und 2009 (zum Hirsch).

«Tapasake» ist das schönste Restaurant im Resort, atemberaubend elegant über dem Wasser gelegen. Geführt vom besten Koch im «Saint Gé-ran». Der selbstbewusste junge Chef Prajal Rana aus Nepal (!) zaubert hier, mit erfahrenen Indern in seiner Brigade, die sich um die glühend heissen Tandoor-Öfen kümmern: Lobster, Baby Chicken, Lamb Chops, Octopus und Ombrine kriegen hier eine verführerisch rauchige Note. Bereits die «Tapas to share» zum Start sind hervorragend, doch spätestens beim grandiosen Yellowtail Carpaccio mit Jalapeno und Koriander schöpften wir Verdacht. Richtig: Prajal hat in Dubai sieben Jahre lang für Nobu Matsuhisa gearbeitet und die besten Rezepte gleich mitgenommen; auch Mister Nobus tagelang marinierter Black Cod schmeckt am Indischen Ozean ganz ausgezeichnet. Das «Tapasake»-Konzept (demnächst auch im «One&Only Montenegro») steht für «theatrically cooking»: Tapas-Bar. Sushi-Bar. Teppanyaki. Tandoor. Koreanischer Tischgrill. Das volle panasiatische Programm. Aufgetragen unter dem Sternenhimmel.

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«Tapasake»-Tapas Man nehme: Entenleber, Miso, Vanille. Ein starker Start in den Abend.

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Ex-Nobu-Schüler Prajal Rana aus Nepal («Tapasake»).

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Vom Feinsten Die Cabanas am Infinity-Pool.

Rupert Peace / Kerzner International
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Villa Number One Ständig ausgebucht. Also baut das «Le Saint Géran» 52 Luxusvillen dazu.

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Langweile kommt nicht auf, dafür ist das Angebot zu gross: grosszügiges Spa (mit eigenem 18-Meter-Pool). Gut ausgerüsteter Gym (die neueste Kollektion von TechnoGym). Yoga-, Pilates-, Box- und Tennissessions im «Club One». Zwei 18-Loch-Golfplätze (The Links, The Legend) praktisch vor der Haustür. Der resorteigene Gary-Player-­9-Loch-Platz musste weichen. Hier ent­ste­hen 52 luxuriöse «One&Only»-Villen. Kaufpreis ab 2,5 Millionen Franken, Nachfrage gross.

5 for the road

Anreise Direktflug mit Edelweiss ab Zürich nach Mauritius. Bequemer Nachtflug. Prima Service. www.flyedelweiss.com
Hotel «Le Saint Géran», 143 neue Zimmer, alle riesig, alle zum Meer. www.tui.ch/le-saint-geran
Restaurants «Tapasake» und «La Pointe» sind Top-Adressen.
Golf Die Plätze The Links und The Legend sind nahe beim Hotel.
Big-Game-Fishing Hier schwimmen die Grossen: Barracuda, Blue Marlin, Yellowfin Tuna.

Von Urs Heller am 20.12.2019
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