Immer noch vermisst Die Polizei hält den Fall Küblböck bis 2092 offen

Am 9. September sprang Daniel Küblböck vom Kreuzfahrtschiff Aidaluna. Seither gibts vom ehemaligen «DSDS»-Kandidaten keine Spur. Nun äussert sich die Polizei erstmals wieder zum Fall.
Daniel Küblböck
© Keystone

Der Entertainer Daniel Küblböck sprang von einem Kreuzfahrtschiff.

Die Geschichte machte betroffen, und es ist immer noch keine Aufklärung in Sicht. Daniel Küblböck verschwand vor drei Wochen vom Kreuzfahrtschiff Aidaluna. Alle Indizien deuten darauf hin, dass der ehemalige «DSDS»-Kandidat vom Schiff gesprungen ist. Die Familie und Freunde gehen davon aus, dass der 33-Jährige tot ist.

Küblböcks Verschwinden ist ein Fall für die kanadische Polizei geworden. Denn die Küstenwache stellte die Suche nach dem Deutschen ein paar Tage nach dessen Verschwinden ein. Nun äussert sich die Behörde erstmals wieder dazu. Gegenüber der deutschen «tz» erklärt ein Sprecher, dass der Fall bei ihnen offen bleibt, bis Küblböck 107 Jahre alt sein würde - heisst also bis 27. August 2092. So will es das Gesetz.

So bald werden wir wohl nichts mehr von Seiten der Behörde lesen. Denn, so der Sprecher: «Ohne dass weitere Beweise dazukommen und in Abwesenheit des Körpers von Herrn Küblböck, erwarten wir keine kommenden Updates.» Es handle sich ausserdem nicht um einen Kriminalfall. Die Polizei geht also nicht von einem Fremdeinwirken aus.

Galerie: Daniel Küblböcks Leben in Bildern

In Deutschland hingegen könnte Küblböck schon eher für tot erklärt werden. Seit Abbruch der Suche gilt der Sänger als vermisste Person. Gemäss dem «Verschollenheitsgesetz» Paragraph 1 gilt als verschollen, «wessen Aufenthalt während längerer Zeit unbekannt ist, ohne dass Nachrichten darüber vorliegen, ob er in dieser Zeit noch gelebt hat oder gestorben ist, sofern nach den Umständen hierdurch ernstliche Zweifel an seinem Fortleben begründet werden.»

Für tot erklärt wird ein Verschollener gemäss Paragraph 5 erst, wenn «seit dem Untergang des Schiffes oder dem sonstigen die Verschollenheit begründenden Ereignis sechs Monate verstrichen sind.»

Die wichtigsten Antworten zu Küblböcks Verschwinden lesen Sie hier.

Auch interessant