Neue Ermittlungen um mysteriösen «Guru» Hat Miss Austria Ena Kadic doch Suizid begangen?

Im vergangenen Oktober verstarb die ehemalige Miss Austria Ena Kadic. Beim Joggen war die 26-Jährige verunfallt und einen Felsen hinuntergestürzt. Von diesem Hergang ging man bis jetzt zumindest aus. Nun zeigen die Ermittlungen: Es war vielleicht doch Selbstmord. Und auch die Rolle eines unbekannten «Gurus» gibt Rätsel auf.
Ena Kadic (Instagram) Miss Austria 2013 Unfall Drachenfelsen tot
© Keystone

Ena Kadic starb im vergangenen Jahr 26-jährig unter mysteriösen Umständen: War es Selbstmord? 

Ihr Tod löste im vergangenen Oktober grosse Bestürzung aus: Ena Kadic, Miss Austria 2013. Beim Joggen verunfallte die damals 26-Jährige auf mysteriöse Weise und stürzte von einer Aussichtsplattform 30 Meter in die Tiefe. Dabei zog sie sich massive Schädelverletzungen, ein Lungentrauma und Verletzungen am Becken zu. Nur wenige Tage später verstarb die Tirolerin im Spital.

Wie es zu dem Unfall kam sei noch unklar, wurde damals mitgeteilt. Ein Selbstmordversuch oder die Einwirkung Dritter schlossen die Ermittler jedoch ausVier Monate später sieht alles ganz anders aus. Wie die «Tiroler Tageszeitung» schreibt, fanden sich nach der Auswertung des Handys von Ena Kadic doch Hinweise auf einen Suizid. So soll die gebürtige Bosnierin noch vor dem Sturz einen Verwandten per SMS über ihre Selbstmordabsichten informiert haben. Rätsel geben ausserdem Blutspuren auf, die an einem Geländer sichergestellt worden waren.

Welche Rolle spielt der «Guru»?

Der Verwandte soll aber nicht der einzige gewesen sein, der von Kadics Selbstmordgedanken gewusst habe. Das zumindest vermuten die Eltern der ehemaligen Miss Austria. Der Anwalt der Familie spricht davon, dass man Ermittlungen wegen «Mitwirkung an Selbstmord» gegen einen Freund anrege, «da es es laut dem vorliegenden Datenmaterial denkbar ist, dass dem Mann die Gedankengänge von Ena Kadic bekannt waren und er ihre Pläne allenfalls mit einer einfachen Meldung an die Eltern oder Behörden hätte verhindern können».

Die Nummer dieses Mannes soll zeitnah immer wieder auf dem Handy von Ena Kadic auftauchen. Sogar nach ihrem Sturz wählte die Österreicherin zuerst noch selbst die Nummer des Bekannten, anstelle jener ihrer Eltern. Die Eltern hätten den Mann schon länger im Visier, sehen ihn als «Guru und Wunderheiler», wird der Anwalt zitiert. Sein Einfluss auf die Miss Austria 2013 soll enorm gewesen sein. Ein Brief mit grösstenteils wirrem Inhalt der 26-Jährigen, den die Eltern nach Tod ihrer Tochter aufgefunden hatten, könnte zudem sogar auf eine sektenähnliche Beziehung hinweisen.

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