Art Furrer «König Juan Carlos fährt Ski wie Dölf Ogi»

Vor fünf Jahren war der künftige spanische König Felipe mit Gattin Letizia und den Töchtern Leonor und Sofia auf der Riederalp in den Skiferien. Schon sein Vater Juan Carlos hatte hier oben unbeschwerte Skitage genossen. Erstmals erzählt nun Hotelier und Ski-Pionier Art Furrer Anekdoten über seine royalen Gäste.
Art Furrer mit König Juan Carlos von Spanien auf der Riederalp
© ZVG

Skifahren auf der Riederalp: König Juan Carlos (l.) im Jahr 1988 mit Art Furrer und der französischen Ski-Weltmeisterin von 1974, Fabienne Serrat (die Ehefrau des früheren Schweizer Ski-Stars Peter Lüscher).

Wohin fährt die spanische Königsfamilie in die Skiferien? Nicht nach St. Moritz, Gstaad oder in die heimische Sierra Nevada, sondern auf die bodenständige Riederalp! König Juan Carlos, 76, verbrachte im März 1987 und 1988 je eine Woche Skiferien im Aletschgebiet, über zwanzig Jahre später folgten ihm das neue Königspaar Felipe, 46, und Letizia, 41, mit ihren Töchtern Leonor und Sofia. Ihr Gastgeber war jeweils der umtriebige Hotelier und Ski-Pionier Art Furrer. Schliesslich ist er ja auch ein König: der «König der Riederalp». Erstmals spricht Furrer im Interview mit der aktuellen «Schweizer Illustrierten» öffentlich über seine berühmten spanischen Hotelgäste.

So war König Juan Carlos ein eleganter, ambitionierter Skifahrer. «Er liebte schöne, offene Hänge - da konnte er zeigen, wie gut er fährt. Mich hat er als Skifahrer immer an Dölf Ogi erinnert», sagt Art Furrer, der jeden Tag versuchte, an der Technik seines royalen Skischülers zu feilen. «Doch eigentlich mochte es Juan Carlos gar nicht, wenn man ihn korrigierte.»

Am Mittag ass der König am liebsten Walliser Spezialitäten - Chässchnitte, Raclette, Hüttenhörnli, Älplermagronen, Cholera -, nachdem er jeweils schon zum Walliserteller zur Vorspeise eine halbe Flasche Fendant getrunken hatte. «Juan Carlos war ein guter Weintrinker, sagt Furrer lachend. Ins Gästebuch hat er dann geschrieben: «Lieber Art, ich schätze Ihre Skitechnik, doch beim Wein bevorzuge ich die Spanier.» Königin Sofia, 75, übrigens hat ihren Gatten nie auf die Riederalp begleitet. Auf die Frage, ob der notorische Frauenheld jeweils andere weibliche Begleitung im Schlepptau hatte, sagt Art Furrer schmunzelnd: «Da schweigt der diskrete Hotelier.»

Viel hält Furrer vom neuen spanischen König Felipe: «Er ist ein feiner, ruhiger Mann. Bildschön, zurückhaltend, gescheit. Er wird ein guter König, der auch viel verändern wird.» Seinen Töchtern Leonor und Sofia hat es auf der Riederalp besonders gefallen. Sie lernten hier Skifahren - und genossen es jeweils, zusammen mit den anderen Hotelgästen am Buffet ihr Essen selber zu holen. Einzig in den Skiferien im Frühling 2010 ärgerte sich Mutter Letizia nachdem das spanische People-Magazin «Hola» einen Paparazzo auf die Riederalp geschickt und die beiden Mädchen am Skilift fotografiert hatte. Trotzdem ist Art Furrer überzeugt, dass die spanische Königsfamilie bald mal wieder in «seinem Reich» Skiferien machen wird.

Lesen Sie das ganze Interview mit Art Furrer in der aktuellen «Schweizer Illustrierten» Nr. 24 - seit Samstag am Kiosk oder auf Ihren iPad.

Prinzessin Letizia und Kinder auf Riederalp Schweiz
© M.B./PRISMA

Prinzessin Letizia (r.) fotografiert stolz Leonor. Ihre beiden Töchter haben auf der Riederalp Skifahren gelernt.

Auch interessant