Prinz Friso Er stirbt nach 18 Monaten Koma

Der nach einem Skiunfall ins Koma gefallenen holländische Prinz Johan Friso ist tot. Das teilt das niederländische Königshaus am Montag mit.

«Prinz Friso starb an den Komplikationen in Folge seines Hirnschadens. Dieser wurde verursacht durch eine Unterversorgung mit Sauerstoff nach seinem Skiunfall», heisst es in der traurigen Stellungnahme der niederländischen Regierung. Der 44-jährige Bruder von König Willem-Alexander, 46, war am 17. Februar 2012 beim Skifahren abseits der Piste im österreichischen Lech von einer Lawine erfasst worden. Seine Rettung aus den Schneemassen dauerte 20 Minuten, anschliessend musste der Prinz 50 Minuten lang reanimiert werden. Bereits im Innsbrucker Krankenhaus hatten die Ärzte von unwiederbringlichen Hirnschäden gesprochen.

Obwohl sein Gesundheitszustand unverändert als «besorgniserregend» beschrieben wurde, hat ihn Prinzessin Beatrix, 75, vor einem Monat von London in seine Heimat zurückholen lassen. «Eine künftige Behandlung in einem Krankenhaus ist allerdings nicht mehr notwendig», hiess es zu dem Zeitpunkt. 

Ludwig Muxel, Bürgermeister von Lech am Arlberg, zeigt sich in einer ersten Reaktion tief bewegt vom Tod des Prinzen. «Als einer, der wie viele Lecher den Prinzen von Kindesbeinen an kannte, bin ich persönlich tief betroffen und zutiefst berührt.» Er habe erst vor wenigen Minuten vom Ableben Frisos erfahren, sagt er zur österreichischen Agentur APA. «Mein ganzes Mitgefühl und das aller Lecher gehört Prinzessin Mabel, ihren Kindern, Prinzessin Beatrix, König Willem-Alexander und allen weiteren Angehörigen», sagt Muxel.

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