Berset und Sallin kommen aus demselben Dorf Wenn sich Minister und Miss zum ersten Mal treffen

Bundesrat Alain Berset und die amtierende Miss Schweiz Lauriane Sallin begegnen sich zum ersten Mal, obwohl sie beide aus Belfaux stammen. Und: Die beiden haben noch mehr Gemeinsamkeiten, als man denken mag.
Alain Berset ohne Ehefrau Lauriane Sallin Miss Schweiz
© Kurt Reichenbach

Alain Berset und Lauriane Sallin können über Gott und die Welt sprechen.

Das 2500-Seelen-Dorf Belfaux im Kanton Fribourg hat zwei bekannte Persönlichkeiten hervorgebracht: Bundesrat Alain Berset und Lauriane Sallin, amtierende Miss Schweiz. Die «Schweizer Illustrierte» hat ein erstes Treffen mit den beiden arrangiert.

Belfaux liegt beiden gleichermassen am Herzen. Der 43-Jährige meint: «Hier kenne ich jede Ecke, den Wald, die Menschen. Hier bin ich bei mir, chez moi.» Wenn er mal länger nicht nach Hause kann, dann vermisst er seine Fondue-Spezialmischung. Die 22-Jährige schätzt die Abgeschiedenheit an ihrem Heimatdorf. «In Belfaux kann ich einfach in den Wald gehen und die Ruhe geniessen.»

Die beiden kommen nicht nur aus demselben Dorf und gingen in dieselbe Schule. Sie kehrten auch regelmässig ins nahe gelegene Fribourger Studentencafé Belvédère ein. Vor allem Berset erinnert sich an die Zeiten von damals: «Hier habe ich oft gefestet und getanzt. Oder draussen gegessen und die Aussicht genossen.» Und Bier getrunken. «Das Bier von Fri-Mousse, das hier ausgeschenkt wird, stammt von einem guten Freund. Er braute es zuerst in einer illegalen Kellerbeiz. Jetzt aber ist alles legal.» Sallin trinkt, wenn überhaupt, lieber Wein statt Bier, aber auch das nur in Massen. «Ich steh nicht so auf Alkohol», gibt sie offen zu.

In ihrem Lieblingslokal meint Sallin auch zu Berset: «Ich könnte niemals Politikerin werden. Ich kann keine Kompromisse schliessen. Wenn ich etwas falsch finde, finde ich es falsch.» Zum Beispiel fände sie es falsch, wenn sich die Schweiz zu sehr abkapselt. Dem kann der Bundesrat nur zustimmen. «Die Schweiz liegt im Herzen Europas. Niemand kann sie aus Europa rausnehmen.»

Worüber sich die zwei Westschweizer bei ihrem ersten Treffen noch unterhalten haben - Sie lesen es in der «Schweizer Illustrierten» Nr. 3 - ab 22. Januar am Kiosk, auf Ihrem iPad und im webReader.

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