Andrea Jansen über Kinder, Job & Partnerschaft «Irgendwann habe ich die Schnauze voll»

Andrea Jansen spricht Klartext. Im Interview mit der «Schweizer Illustrierten» gesteht sie, dass sie keine perfekte Mutter ist. Und sie erklärt, wie schwierig es wirklich ist, alles unter einen Hut zu bringen.
Andrea Jansen hat sich den Mauritius-Trip anders vorgestellt.
© RDB/Ex-Press/Heike Grasser

Andrea Jansen packt aus, wie es wirklich als berufstätige Mutter ist.

Sie arbeitet als Reporterin, Unternehmerin und Kasperli-Autorin, ist zweifache Mutter, liebende Partnerin und schmeisst den Haushalt. Dass es da manchmal drunter und drüber gehen kann, ist kein Wunder, wie Andrea Jansen, 34, erklärt. So auch, als die «Schweizer Illustrierte» die Bernerin in ihrem Zuhause in Küsnacht ZH besucht.

Zum Zvieri gibts Himbeeren mit Schleckstängel, weil sie vorher nicht zum Einkaufen gekommen ist. «So sieht die Realität aus. Ich bin sicher, wer behauptet, Kinder, Beruf, Haushalt und Partnerschaft perfekt hinzukriegen, der lügt.» Sie selbst sei bestimmt keine perfekte Mutter, betont sie. Besonders in der Erziehung stösst sie manchmal an ihre Grenzen. Ihr zweijähriger Sohn Nils hat gerade das Nein entdeckt. «Verweigerung ist neu seine erste Reaktion bei allem. Ich bleibe zwar lang ruhig, aber irgendwann habe ich die Schnauze voll.» Ihre Kinder schlagen würde sie aber nie. Nur einmal habe sie ihrem Sohn «vehement gegen das Bein gehauen, als er nicht aufhören wollte, mich beim Wickeln mit Tritten zu traktieren.»

Auch wenns nicht immer einfach ist, Kinder und Karriere unter einen Hut zu bringen: Nils und Töchterchen Noomi, 9 Monate, will sie nicht missen. «Die Kinder sind mein grösstes Glück», so die Kasperli-Autorin. «Früher erlebte ich manchmal tieftraurige Zustände, die ich nur mithilfe von Medikamenten überwinden konnte. Seit ich Mutter bin, ist das nie wieder vorgekommen.»

Dass Andrea Jansen einem 60 Prozent Pensum nachgehen kann, verdankt sie unter anderem auch ihrem verständnisvollen Freund Raphael, 36 - und einer Nanny. «An zwei Tagen pro Woche kommt eine Nanny zu uns, an zweien bin ich zu Hause, und mein Partner hat einen Daddyday.» Die ehemalige «MusicStar»-Moderatorin ist sich sicher: «Ich glaube, es kommt auch meinen Kindern zugute, dass ich berufstätig bin, denn so bin ich zufriedener.»

Das ganze Interview mit Andrea Jansen und exklusive Familienbilder: In der «Schweizer Illustrierten» Nr. 17 - ab 20. April am Kiosk, auf Ihrem iPad oder im eReader.

Auch interessant