Der Sänger veröffentlicht seine achte Scheibe Baschi: «Bei jedem Album fängt man wieder bei Null an»

Er hat es wieder getan: Am kommenden Freitag erscheint Baschis achter Streich «1986» - als Vorgeschmack gibt es ab sofort die Single «LSG». Im Song treten acht namhafte Künstlerinnen und Künstler wie Viola Tami und Büne Huber auf - und machen Baschi ganz schön fertig.  
Baschi
© Karine + Oliver, baschi.com

Nächste Woche erscheint sein neues Album: Baschi. 

Nächsten Donnerstag wird Baschi 32 Jahre alt - und ist trotz seines jungen Alters bereits ein alter Hase im Geschäft. Am kommenden Freitag, einen Tag nach seinem Geburtstag, erscheint sein bereits achtes Studioalbum «1986». Doch wer jetzt denkt, dass der Sänger dem gelassen entgegenblickt, irrt sich: «Natürlich bin auch ich vor dem Erscheinen eines Albums noch immer nervös», erzählt Baschi im Interview mit SI Online. «Viele Leute denken, dass ein achtes Album nichts Spezielles mehr ist. Doch das stimmt nicht: Mit jeder CD fängt man wieder bei Null an - was gewesen ist, ist gewesen.» 

Berühmte Unterstützung

Für seinen Song «LSG», die Kurzfassung von «Liebi, Sex und Gäld», hat sich der Basler Ex-«Music Star»-Kandidat prominente Unterstützung geholt: Namhafte Künstler wie Fabienne Louves, Stefan Buck (Hecht), Dabu Bucher (Dabu Fantastic) oder Viola Tami, die nach 20 Jahren wieder gesungen hat, treten auf - und hauen ganz schön fieses Zeug raus. «Mä seit, dr Baschi isch ä Schlampe u het nume dräckigi Gedanke», singt so etwa Büne Huber, der Frontmann von Patent Ochsner. Und eröffnet mit diesem derben Spruch das neue Album.

Doch wieso lässt sich Baschi das gefallen? «Ich konnte acht Leute mobilisieren, auf eine ironische, lustige Art über Vorurteile zu singen, die ich in den vergangenen 13 Jahren immer wieder gehört habe», erzählt Baschi. Wegen Parolen wie «Dr Baschi meint, är sig en riise Hecht, debii isch er im Bett en chline Spächt. D' Charlotta hät mir vo de Nacht vrzellt - nach zwei Minute het dr Baschi pennt» von Hecht-Frontmann Stefan Buck fühlt sich der Basler also für einmal nicht düpiert - im Gegenteil. 
 

Sehen Sie im Video, wie «LSG» entstanden ist: 

Die Künstler seien in der Auswahl ihrer Zeilen sehr frei gewesen, er habe ihnen lediglich Hilfe geboten, sagt Baschi. «Ich habe ihnen gesagt: Macht, was ihr wollt!», so der Sänger. Dass sich so viele Musikerinnen und Musiker dazu bereit erklärt haben, mitzuwirken, ist für Baschi eine grosse Ehre: «Es ist für mich eine Art Ritterschlag. Ich bin sehr stolz und dankbar.» Besonders gefreut hat Baschi sich über die Mitarbeit von Büne Huber, den er als sein absolutes Vorbild bezeichnet: «Ich bin sehr stolz, eröffnet er mein achtes Studioalbum. Es ehrt mich sehr.»

Eine Hommage an einen guten Freund

Die Scheibe ist für Baschi eine ganz besondere. «Das Album zeigt auf, dass man nie die Wurzeln verlieren, nie vergessen darf, wo man herkommt», erzählt er. Doch «1986» ist noch viel mehr als das: Das Album widmet Sebastian Bürgin, wie der Sänger mit bürgerlichem Namen heisst, seinem langjährigen Mentor Hank Merk. Den Marketingleiter von Universal Music, der im Dezember 2015 überraschend an einem Herzinfarkt verstorben ist, betitelt Baschi als «guten Freund». 

Baschi Viola Tami Fabienne Louves
© Instagram/violatami

Viele Promis auf einem Bild - und doch weniger als die Hälfte des gesamten «LSG»-Casts: Phil Merk, Viola Tami, Fabienne Louves und Baschi (von links). 

So ist es denn auch das Stück «Liverpool», welches Baschi zu seinem Lieblingssong des neuen Albums erklärt. Dieses dreht sich um seinen guten Freund Hank Merk: «Es ist ein sehr emotionales Stück», sagt Baschi. Er erklärt aber auch, dass es gerade zu Beginn eines neuen Albums sehr schwierig sei, sich auf einen Lieblingssong festzulegen: «Am liebsten höre ich mir das ganze Album an - aber ich habe auch riesige Freude an jedem einzelnen Song.»

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