Bruno Cathomas Monogamie? «Das ist kleinbürgerliches Denken!»

Der Schweizer Schauspieler plaudert aus dem Nähkästchen: Psychedelisch wirksame Drogen sind für Bruno Cathomas kein Fremdwort. Und obwohl er seit 20 Jahren mit seinem Lebenspartner zusammen ist, gibts da auch mal andere Männer. Oder Frauen.

Er ist im Kanton Graubünden - genau gesagt in Laax - geboren, doch Bruno Cathomas, 48, hat sich im 1500-Seelen-Dorf nie heimisch gefühlt. «Ich habe einfach nie dorthin gepasst, war immer der Aussenseiter», sagt er in der aktuellen Ausgabe der «Schweizer Illustrierten». Er ging an die Schauspielakademie in Zürich und zog 1991 nach Berlin. Seit vergangenem Sommer ist er in Köln und hat dort sein Glück gefunden. «Jetzt fühle ich mich wohl. Irgendwie angekommen.»

Mit ihm nach Köln gezogen ist sein Lebensgefährte Moritz Sostmann, 44. Mit dem deutschen Theaterregisseur ist er seit 20 Jahren liiert. Klingt nach der Liebe seines Lebens. Doch an eine erfüllte monogame Beziehung bis ans Ende seiner Tage glaubt er nicht. «Das ist kleinbürgerliches Denken. Kitschig und unrealistisch», findet der Schauspieler. Vielleicht steigt Cathomas deshalb mit anderen Männern oder Frauen ins Bett. «Moritz gefällt das nicht. Aber er muss damit leben. Er macht ja dasselbe. Und das tut mir auch weh.»

Dennoch ist für ihn ganz klar, dass die Liebe ein grosses Glück ist. «Ich will versuchen, meine Beziehung zu Moritz nochmals zu vertiefen. Schliesslich ist er mein Sechser im Lotto», betont der 48-Jährige. Der Umzug nach Köln ist ein wichtiger Schritt für sie als Paar gewesen, denn sie wollen mehr Zeit miteinander verbringen.

Das Glück findet der Schauspieler, der zuletzt im Schweizer Film «Achtung, fertig, WK!» zu sehen war, aber auch mithilfe von illegalen Substanzen. «Ab und zu will ich ausbrechen», erklärt er. Alles würde er aber nicht konsumieren. «Es ist ganz einfach. Jeder Mensch soll die Drogen nehmen, die zu ihm passen.» Kiffen beispielsweise liege ihm überhaupt nicht. Er setze auf psychedelisch wirksame Substanzen, sagt er.

Seinen Frieden mit der Schweiz hat Bruno Cathomas inzwischen gemacht. Vielleicht kehre er zurück, wenn er alt sei, um dort zu sterben. Lachend sagt er: «Im Altersheim bräuchte ich dann aber Drogen statt Grüntee.»

Den ganzen Artikel finden Sie in der aktuellen «Schweizer Illustrierten» Nr. 11 - seit 10. März am Kiosk oder auf Ihrem iPad.

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