«Ein Land, das auf die Künstler pisst» Büne Huber nennt Billag-Gegner Füdlibürger

Die Gratis-Gesellschaft macht ihn stinksauer. Patent-Ochsner-Frontmann Büne Huber kann in einem Radiointerview nicht mehr an sich halten und wettert gegen die Befürworter der No-Billag-Initiative.
Büne Huber Kind mit neuer Freundin Interview
© Geri Born

Musiker Büne Huber von der Band Patent Ochsner verliert in einem Interview zum Thema No-Billag die Fassung. 

Wenn es um die Abschaffung der Billag-Gebühren geht, wird Büne Huber hochpolitisch. Der 55-Jährige schimpft in einem Interview bei Radio Pilatus über die Befürworter der «No Billag»-Initiative.

Im Gespräch gerät der Frontmann von Patent Ochsner regelrecht ausser Atem. Huber befürchtet, dass die Vorlage am 4. März 2018 angenommen werden könnte. Die Befürworter nennt der Künstler «Füdlibürger». Bei einer Annahme würde das Land «noch einmal auf die Künstler pissen». Die Schweiz sei nicht würdig, so etwas zu erleben, so Huber.

Büne Huber rechnet mit der Gratis-Gesellschaft ab

Seine Kritik richtet sich allgemein gegen die heutige Mentalität, alles gratis haben zu wollen. «Auf der ganzen Welt wird Musik konsumiert in höchsten Dosen und bezahlt wird sie nicht mehr», so der Künstler. Die Folgen seien etwa teurere Gurten-Festival-Billette. «Dann nässen sich alle ein und ich denke mir, Kinder irgendwo passiert es halt einfach!»

Huber zeigt sich im Interview ratlos: «Ich weiss auch nicht, was die manchmal denken. So verpeilt oder verstrahlt ist doch niemand.»

Fussballer bekamen ihr Fett weg

Vor einem Jahr fiel Büne Huber schon einmal wegen seiner scharfen Zunge aus. In einem Interview während eines Hockey-Matches schwang der Musiker die Keule gegen Fussballer. «Ich habe die Schnauze voll vom Fussball und von den tätowierten Unterarmen von diesen Pussys, die immer stürzen», sagte Huber damals. «Und dann diese Bschiss-Siechen von der Fifa. Es ist alles abgekartet und blöd, das regt mich auf.»

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