Diät gegen das Klamottenchaos Christina Surer zeigt ihren Kleiderschrank

Nach zwei Schwangerschaften braucht Moderatorin Christina Surer einen Kick – für ihre Klamotten. Der Herbst kommt, und ihre Schränke sind übervoll. Das Zauberwort heisst «Schrank-Detox».
Christina Surer
© Thomas Buchwalder

Stylish: Christina Surer liebt ihr Sommerkleid. Mit einen Langarmshirt wird es wintertauglich.

Das Chaos im Schrank ist riesig im oberen Stock des Einfamilienhauses bei Rosenheim (D), in dem Christina Tomczyk Surer, 43, und Ehemann Martin, 35, mit ihren beiden Kindern leben.

Und für einmal herrscht das Durcheinander nicht in den Kinderzimmern von Emily, 4, und Lio, 2, sondern in Christinas Kleiderzimmer.

«Eigentlich wollte ich ausmisten, als wir in dieses Haus zogen», seufzt Christina. Doch es kam anders. Bei einem Dreh für die TV-Serie «Die Geissens» brach sich der ehemalige Rennfahr-Profi bei einem Stunt einen Rückenwirbel. «Ich konnte mich wochenlang kaum bewegen, schaffte es knapp, meinen neu geborenen Sohn zu stillen», erzählt sie.

Der Umzug musste ohne ihre Hilfe über die Bühne gehen. «Den Helfern sagte ich, sie sollen einfach alles in Kisten schmeissen – und beim Auspacken in die Schränke wursteln. Das Ausmisten musste warten.» Das ist jetzt gut zwei Jahre her.

Christina Surer
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Mirjams Rat: «Folge nicht einem Trend, sondern mache ihn zu deinem.»

Der Zeitpunkt ist da, Christinas Kleiderschränke auf Diät zu setzen. «Wenn der Herbst kommt, stürmen viele Frauen in die Kleiderläden, ohne vorher nachzusehen, was sie überhaupt im Schrank haben», erklärt Mirjam Villoz, 42, Stylistin.

«Zu eng oder zu kurz ist ein No-Go!» 

Christina Surer macht «Schrank-Detox»: Man bestellt eine Stylistin nach Hause und geht mit ihr jedes Teil der eigenen Kleider durch: Was kann weg? Was bleibt? Wie kombiniere ich meine Klamotten am besten miteinander?

«Am Schluss entsteht eine Liste mit drei, vier Teilen, die fehlen. Doch meist ist das komplette Austauschen der Garderobe zu jeder neuen Jahreszeit völlig unnötig», sagt die Stylistin.

Bei Christina Surer sowieso. Hilflos betrachtet sie das Kleider-Chaos, in dem sie sitzt. «Ich habe so viele Sachen – und trotzdem stets das Gefühl, ich hätte nichts anzuziehen. Und weil ich mich immer im letzten Moment parat mache, ziehe ich schlussendlich immer das Gleiche an!» 

Dazu kommt, dass sich ihre Ansprüche geändert haben: «Seit ich Mami bin, müssen Klamotten in erster Linie funktional und bequem sein. Früher habe ich mich öfter in etwas reingezwängt, weil es gut aussah. Das mache ich heute nicht mehr. Zu eng oder zu kurz ist ein No-Go!» 

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Die Stylistin Mirjam kombiniert den Lederrock mit einem lässigen Pulli und mach das Outfit alltagstauglich.

Aussortieren ist die Lösung

Trotzdem hängen da noch jede Menge schicke, seit den Schwangerschaften nicht mehr getragene Kleider, von denen das Model nicht weiss, «ob ich überhaupt noch reinpasse». Das ist denn auch der erste Schritt: anprobieren. Was nicht mehr passt oder unbequem ist, wird aussortiert.

Dann geht Stylistin Mirjam mit Christina Teil für Teil durch. «Der Lederjupe ist toll. Aber ich habe keine Ahnung, was ich dazu tragen soll», klagt Christina. Mirjams Lösung: einen bequemen Kaschmirpulli, locker in den Bund gesteckt.

Auch Christinas liebstes Sommerkleid muss nicht in den Keller bis zum nächsten Jahr. «Im Winter ziehst du einfach ein Langarmshirt oder einen feinen Rollkragenpulli und Strumpfhosen drunter und kombinierst Stiefel dazu statt wie im Sommer Sandalen oder Turnschuhe», rät der Profi.

Christina Surer
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So geht das! Stylistin Mirjam Villoz (r.) zeigt Christina Tomczyk Surer, wie sie ihre Kleider diesen Herbst am besten kombiniert.

Töchterchen Emyli tritt in Mamis Fusstapfen

Töchterchen Emily stürmt im tropfnassen Bikini ins Zimmer. Mit grossen Augen schaut sie sich um. «Was soll ich anziehen?», fragt sie ihr Mami. «Was du willst», antwortet die. Minuten später erscheint die Kleine im glitzernden Prinzessinnenkleid, hockt sich auf den Boden und probiert eifrig mit. «Passt», meint sie stolz. Christina lacht. «Mal schauen, was du von all diesen Sachen mal erbst.»

Vielleicht die Dirndl, von denen Christina Surer einen ganzen Kasten voll hat. «Eine Freundin von mir schneidert sie. Wer in der Nähe von München lebt, kommt nicht um sie herum.» 

Christinas Mann, Rennfahrer Martin Tomczyk, steckt den Kopf zur Tür herein. «Seid ihr fertig?» Fast. Denn wenn schon die Profi-Stylistin im Haus ist, muss man sich doch ein paar Tipps abholen, was die Must-Haves des Herbstes 2017 betrifft.

Mirjams Empfehlungen: «Blumenmuster, Punkte, Mustermix, Oversize, weisse Sneakers und Elegantes mit Sportlichem kombinieren.»

Als Mirjam Villoz sich nach diesem stylischen «Detox»-Tag verabschiedet, haben Christinas Kleiderschränke deutlich an Inhalt verloren. Und das ist gut so: «Jetzt freue ich mich richtig auf den Herbst!» 

Christina Surer
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Kleine Fashionista: Töchterchen Emily trägt am liebsten Prinzessinnenkleider. Und ist jetzt schon angetan von Mamis höchsten Hacken! 

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