Das Power-Paar Annette und Adrian Fetscherin «Kinder wären irgendwann schön»

Sie wollen beide hoch hinaus: Sport-Reporterin Annette Fetscherin startet beim Schweizer Fernsehen SRF durch, ihr Mann Adrian hofft auf Erfolge des Eishockey-Clubs Arosa. Gemeinsam ist das starke Paar unschlagbar.

Kopf lüften, durchschnaufen. Für Annette Fetscherin, 34, sind ihre Besuche in Arosa GR pure Erholung. «Regelmässige Auszeiten vom Alltag helfen, sich wieder auf den Job zu fokussieren», sagt Annette. Schön, wenn man sie mit dem Ehemann geniessen kann.

Adrian Fetscherin, 43, ist gerade in seine dritte Saison als Geschäftsführer des legendären Eishockey-Clubs EHC Arosa gestartet und verbringt einen Grossteil seiner Zeit im Bündner Kurort. Annette arbeitet als TV-Produzentin und Sportjournalistin beim SRF und wohnt in Uster ZH.

«Mein Bauchgefühl muss stimmen»

Neun Jahre lang war Annette Fetscherin als Fussball- und Eishockey-Reporterin das Aushängeschild des Bezahlsenders Teleclub, vor ein paar Wochen wechselte sie zum Schweizer Radio und Fernsehen. «Ein richtiger Schritt», findet Annette. Erträumt sei er nicht gewesen. «Ich stecke mir keine Ziele, weder privat noch beruflich. Das Bauchgefühl muss stimmen.»

Das hat es definitiv, als sich Annette und Adrian vor gut zehn Jahren kennenlernten – auf der Medientribüne eines Fussballstadions, wie könnte es auch anders sein. Adrian war damals Chefredaktor von Teleclub, Annette arbeitete an ihrer Masterarbeit fürs Studium und nebenbei als Journalistin beim Regionalsender Tele Top. 2009 gab sich das Paar das Ja-Wort. Und lebt nun an zwei Wohnorten.

Annette Fetscherin Adrian Fetscherin Arosa
© Samuel Trümpy

Legendär: Der EHC Arosa ist neunfacher Schweizer Meister. Adrian und Annette im EHC-Shop.

Sie teilt ihren Mann mit dem Eishockeyklub

Das passt für beide. «Meine Arbeitszeiten sind unregelmässig, es spielt keine Rolle, wo mein Mann ist, wenn ich unterwegs bin», sagt Annette. Auch Adrian braucht niemanden, der jeden Abend auf ihn wartet. «Wenn ich allein in Arosa bin, konzentriere ich mich auf den Job. Ist Annette hier, bin ich so flexibel, dass wir die Zeit zu zweit geniessen können.»

Für Annette war es von Anfang an kein Problem, ihren Mann mit einem Eishockeyklub zu teilen. Denn für Adrian Fetscherin ist das weit mehr als ein Job: «Es ist eine Leidenschaft. Ich will etwas bewegen!»
Dass er dazu imstande ist, hat der umtriebige Zürcher schon mehrmals bewiesen.

Joggen, wandern, Seele baumeln lassen

Das von ihm gegründete SportRadio und SportTV hat der Sohn des früheren «Tagesschau»- und «Rundschau»-Moderators Alfred Fetscherin der Swisscom verkauft. Und als ideenreicher Kommunikations- und Marketingchef des Zürcher Fussballvereins GC sorgte er genauso für Furore wie als Geschäftsführer von Hockey Thurgau. Kein Wunder, hat er mit dem Erstligisten EHC Arosa noch einiges vor.

Ein Glück, dass sich seine Frau auch in den pittoresken Ort verliebt hat. An freien Tagen joggt Annette um den Obersee, dann geht das Paar wandern oder lässt einfach die Seele baumeln. Und abends gibts nie Streit um die TV-Fernbedienung – klar, dass da Sportübertragungen auf dem Programm stehen.

Annette Fetscherin Adrian Fetscherin Arosa
© Samuel Trümpy

Schöne Aussichten: Annette geniesst einen entspannten Moment in der Hörnlihütte Arosa.

«Kinder wären irgendwann schön»

«Wir können aber schon auch über andere Dinge als Sport oder unsere Jobs reden», meint Annette lachend. «Wir sind vielseitig interessiert.» Über die Zukunft zerbrechen sich die beiden nicht die Köpfe. «Klar, Kinder wären irgendwann schön», sagt Annette. «Momentan ist nicht der richtige Zeitpunkt. Aber wir planen eh nicht gross im Voraus. Es kommt, wie es kommt.»

Das gilt auch für ihre Karriere. «Ich muss mich wohlfühlen. Und wenn das beim SRF in 20 Jahren noch der Fall ist, dann bleibe ich da. Und wenn mich mal etwas anderes fasziniert, dann mach ich das.»

Was für ein Power-Paar

Ein Virus hat Annette bereits gepackt: Seit sie Botschafterin ist für den Charity-Verein «Polo mit Herz», der krebskranken Kindern hilft, betreibt sie den Sport auch selbst, hat gerade ihr erstes Polo-Turnier bestritten – und gewonnen.

Auch hier hat sie die volle Unterstützung ihres Mannes: «Ich finde es toll, mit welcher Leidenschaft sie das macht!» Was für ein Power-Paar. Und was für ein Glück, dass es einen Ort gibt, an dem Annette und Adrian Fetscherin regelmässig durchschnaufen können.

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