Dominic Hunziker «Einmal Mister Gay zu sein, genügt»

Für «Die Grössten Schweizer Talente» hat's Dominic Hunziker nicht gereicht, er flog im 2. Halbfinale raus. Und auch von seinem Amtsjahr als Mister Gay muss er Abschied nehmen. Am Samstag wird er den Titel seinem Nachfolger übergeben. Mit SI online sprach er über das Erlebte, Eifersucht und Bill Clinton.
Mister Gay Dominic Hunziker blickt auf ein bewegtes Amtsjahr zurück.
Mister Gay Dominic Hunziker blickt auf ein bewegtes Amtsjahr zurück.

Zehn Männer warten darauf, am Samstagabend in Luzern zum neuen Mister Gay gewählt zu werden. Für Dominic Hunziker, 26, der Moment, seinen Titel abzugeben. Wehmut? Keineswegs. «Einmal Mister Gay zu sein, genügt», erzählt er SI online, «auch wenn ich natürlich ein cooles Jahr erlebt hatte.» Er lernte viele neue Leute kennen oder ging an Partys, bei denen er sonst nicht einmal am Türsteher vorbeikam. Am besten in Erinnerung bleiben wird ihm der Life Ball in Wien. «Dort durfte ich über den Roten Teppich laufen - nur 200 Meter vom Ex-US-Präsidenten Bill Clinton entfernt. Das war ein tolles Gefühl.»

Wichtig für ihn war es, in dem Jahr etwas verändern und bewirken zu können. «Vor allem weil ich als Schwuler ins Militär ging.» Er bekam Briefe von jungen Menschen, die durch ihn den Mut fanden, sich zu outen. «Ältere schrieben und gratulierten mir zu dem, was ich mache.»

Ist sein Freund Thomas, dem er im 2. Halbfinale von «Die Grössten Schweizer Talente» eine Liebeserklärung vorsang, froh, dass sein Amtsjahr vorbei ist? «Eifersucht war für ihn nie ein Thema.» Man könne als Mister Gay im Vergleich zu einem Mister Schweiz ein «relativ normales Leben führen» - mit dem Nachteil, nicht ganz so viel Geld zu verdienen. «In finanzieller Hinsicht hat sich das Jahr für mich nicht gelohnt.» Aber das hatte er auch nicht erwartet.

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