Heisses Wochenende für Vater und Sohn Franco Marvulli: Kleine Auszeit in Sizilien

Wen nimmt man mit, wenn man ein paar Tage lang Sizilien entdecken will? Für Franco Marvulli ein klarer Fall: Den Papà - zumal dieser Süditaliener ist. Und das Vater-Sohn-Duo wurde von einer feurigen Dame willkommen geheissen!

Seit Tagen spuckt «Mamma Ätna», wie der zweitaktivste Vulkan der Welt von den Einheimischen liebevoll genannt wird, Feuer und Asche. Das macht Vito Marvulli, 65, nervös. Unruhig rutscht er auf seinem Flugsitz hin und her. «Reg dich ab, uns passiert schon nichts», meint sein Sohn Franco, 37, lachend. Als ehemaliger Radprofi war und ist er Vielflieger und hat schon einiges erlebt. Vater und Sohn kommen denn auch unbescholten in Catania an.

Sonnenschein, Meer und milde 16 Grad - nur schon deswegen hat sich der Trip gelohnt. Seit seinem Rücktritt vom Profisport vor fünf Jahren ist Franco Marvulli gefragter als je zuvor, organisiert mit seiner Firma zum Beispiel Events oder hält Vorträge. Auszeiten gönnt sich der mehrfache Welt- und Europameister nur selten. Ein Wochenende mit seinem Vater sei etwas ganz Besonderes, sagt Franco. Ob die beiden noch mehr verbindet als das gleiche Lachen und die gleiche Nase? «Sicher eine gewisse Italianità», meint Franco, dessen Mutter ebenfalls halbe Italienerin ist. Und die Vorliebe für süditalienisches Essen: Arancini - sizilianische frittierte Reisbällchen mit Füllung - und Cannoli, ricottagefüllte süsse Teigrollen. Sonst seien er und sein Vater aber recht verschieden, meint Franco. Vito relativiert: «Früher war ich auch so ein Abenteurer wie du! Aber heute mag ichs lieber ruhig.»

Trotzdem begleitet er seinen Sohn zu einem Offroad-Trip zu «Mamma Ätna», die immer noch kräftig rumpelt und in den vergangenen Tagen auf der umliegenden Landschaft eine Schicht von schwarzer Asche hinterlassen hat. Eine Wanderung zu einem erkalteten Krater und ein Tasting auf einem Weingut - die Lava-Erde rund um den Vulkan ist sehr fruchtbar - runden den Vater-Sohn-Trip ab. «Ich habe die Zeit mit meinem Vater sehr genossen», sagt Marvulli. Und beide sind sich einig: «So etwas müssen wir bald wieder mal machen.»

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