Steve Lee Freund Fröhlich nimmt Abschied

Der Schweizer Musikjournalist H. Elias Fröhlich verlor mit Steve Lee einen guten Freund. Jetzt erinnert er sich an dessen Kindheit, Steves grosse Liebe zu Brigitte und seine aufopfernde Art.
Nahe dran: Während der Dreharbeiten für das Video «Heaven» traf H. Elias Fröhlich (r.) Rocksänger Steve Lee in  Bangkok.
© HO Nahe dran: Während der Dreharbeiten für das Video «Heaven» traf H. Elias Fröhlich (r.) Rocksänger Steve Lee in Bangkok.

Der Musik-Journalist und Reporter der «GlücksPost» H. Elias Fröhlich, 63, kannte Steve Lee (47†) seit Beginn seiner Karriere - auch privat. In der aktuellen «Schweizer Illustrierten» schreibt er über das Leben den verstorbenen «Gotthard»-Frontmanns.

Steve Lees Kindheit
Fröhlich erweist sich als Kenner von Steves Kindheit: Stefan Alois Lee, so Steves bürgerlicher Name sei nicht der geborene Rockstar gewesen. Der schüchterne Junge, von seinem Geburtsort Horgen ZH, als Kleinkind ins Tessin verpflanzt - weil sein Vater beim Tessiner Fernsehen einen Kaderjob besetzte - tat sich anfangs schwer mit den italienisch sprechenden Kameraden. Er verzog sich lieber in den Keller des Elternhauses in Porza bei Lugano, um zu trommeln. Damals legte Lee den Grundstein für seine Karriere als Rock-Star.

Steve Lees Hochzeit und Trennung
Später sei Rock-Star Steve kein Frauenvernascher gewesen. Und schon gar kein Festbruder. Die Bordeaux-Magnum, die der Musik-Journalist Fröhlich ihm zur Hochzeit mit seiner Karin schenkte, sei wohl noch heute in seinem Keller, schreibt er. Lee habe sich, als seine Ehe in Brüche ging, nie negativ über die Eifersuchtszenen seiner damaligen Frau geäussert. Ja, er nahm sie sogar in Schutz. Fröhlich riet Lee allerdings zur Trennung.

Steve Lees Liebe zu Brigitte
Als sich Lee zur Scheidung entschied, kannte er Brigitte Voss, 50, bereits. Er hatte sie 2001 hinter der Bühne beim Open Air Frauenfeld getroffen. «Pass auf, sie ist Ex-Miss und nicht mehr in den Schlagzeilen. Du bist genau ihr Beuteschema.» Lee habe sich an Fröhlichs Rat gehalten, habe gewartet, aber irgendwann schlugs ein. «Ich liebe sie und sie liebt mich. Wir haben es wunderschön zusammen. Ich kann es kaum fassen, so eine liebe Frau zu haben, nach all diesen Jahren der Entbehrungen und des dauernden Streites. Brigitte verwöhnt mich, sie ist so zärtlich, sie tut mir gut, ihre Kinder mögen mich.» Fröhlich änderte seine Meinung über Brigitte. Sie war das Beste, was Steve passieren konnte, erinnert er sich.

Steve Lees aufopfernde Art
Steve hatte nun neben seiner Musik-Familie eine richtige Familie. Entsprechend habe er gelitten, als Brigitte nach einem Autounfall diesen Sommer auf der Autobahn bei Florenz schwer verletzt wurde und danach unter starken Schmerzen litt. «Hätte ich doch auch etwas abbekommen und Brigitte dafür etwas weniger.» H. Elias Fröhlich zeichnet das Bild eines liebevollen, bescheidenen Mannes.

Es bleibe ein Mensch in Erinnerung, der ein  Rockstar mit Charakter war. Einer, der den Rock 'n' Roll in seiner Seele hatte und in seinen Gefühlen, ihn nicht in Exzessen, Drogen und Orgien ausleben musste. Steve Lee, so Fröhlich, sei ein feiner und sensibler Mensch gewesen, in seiner Art fast ein Heiliger.

In der «Schweizer Illustriereten» Nr. 41, vom Montag, 11. Oktober, oder auf dem iPad - lesen Sie den vollständigen Artikel des Musikjournalisten H. Elias Fröhlich über seinen guten Freund Steve Lee.

Auch interessant