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Endlich angekommen!

Gotthard-Sänger Nic Maeder zeigt exklusiv sein Zuhause

Seine Kindheit verbrachte er zwischen 
zwei Kontinenten. Auch als Sänger von Gotthard ist er ständig unterwegs. Jetzt ist Nic Maeder angekommen. Im eigenen Haus, mit seiner grossen Liebe.

Nic Maeder und Simone Meyer in ihrem Wohnzimmer

«Auf uns»: 
Nic Maeder und Simone Meyer feiern ihren 
Einzug ins Eigenheim mit 
einem Fondue zwischen Umzugskartons.

Joseph Khakshouri

Ein behelfsmässiges Tischchen, zwei Stühle, zwei Teller, zwei Weingläser. Auf dem Tisch ein Fondue, zubereitet auf einer einzelnen Herdplatte. Was aussieht wie Camping
ferien, sind die ersten Tage im 
Eigenheim von Gotthard-Frontmann Nic Maeder, 47, und seiner Freundin Simone, 30. Vor einem Jahr haben die beiden das schmucke Haus in einem Zürcher Vorort gekauft. Vor Kurzem sind sie eingezogen. 

Joseph Khakshouri

Handwerker: Nic renoviert das Haus komplett selbst, 
legt auch im 
Bad Hand an.

Dazwischen liegt viel Arbeit. Denn für Nic war klar: Um aus 
einem Haus ein eigenes Zuhause 
zu machen, braucht es mehr als 
einen Neuanstrich. Da muss renoviert werden. Und zwar eigenhändig. So hat der Rocker in 
den vergangenen Monaten Wände verputzt und gestrichen, gemeinsam mit einem befreundeten Elektriker Lampen montiert und im Bad Plättli verlegt. Woher er das kann? «Ich bin so aufgewachsen. Wir wohnten ständig in einem renovierungsbedürftigen Haus, an dem mein Vater herumgebastelt hat.»

Ein Leben zwischen der Schweiz und Australien

Als Kind pendelte der Westschweizer mit seiner Familie 
zwischen Yverdon VD und Melbourne in Australien. Alle zwei, drei Jahre war Kofferpacken angesagt, weil die Eltern das eine oder andere Land vermissten. «In der Schule war ich immer der Neue.»

Auch als Maeder vor gut sieben Jahren zur erfolgreichsten Hardrock-Band der Schweiz stiess, hatte er keinen leichten Stand. Alle fragten sich, ob es ihm je gelingen würde, aus dem Schatten seines Vorgängers Steve Lee zu treten, der im Jahr zuvor bei 
einem Motorradunfall ums Leben gekommen war. Am meisten wohl Nic Maeder selbst.

Joseph Khakshouri

Musikzimmer: 
Hier tüftelt der Sänger an 
neuen Songs. Zu Proben mit der Band reist er jeweils ins Tessin.

Heute hat der Sänger die altgedienten Gotthard-Fans überzeugt – und neue dazugewonnen. Auch wenn er längst in der Band verwurzelt ist, ändert sich mit dem Erscheinen des Live-Albums «Defrosted 2» noch einmal etwas. Es 
ist nämlich das erste Mal, dass die alten Gotthard-Hits mit Nic Maeders Stimme auf Platte erhältlich sind. «Das freut mich extrem. Ich singe sie live schon so lange, dass sie inzwischen auch meine sind.»

Irgendwann muss man Nägel 
mit Köpfen machen

In Lugano, der Heimat von Gotthard, hatte sich Nic gerade einzuleben begonnen, als er sich vor vier Jahren in eine langjährige Freundin verliebte, die Zürcherin Simone. Das Pendeln begann erneut, diesmal zwischen dem Tessin und Zürich, wo Simone auf dem Umweltamt arbeitet.

«Irgendwann muss man Nägel 
mit Köpfen machen», sagt Nic. Vor allem wenn man sicher ist, dass man die Frau gefunden hat, mit der man alt werden will. 

Nic Maeder und Simone Meyer bereiten ein Fondue zu

Heisser Käse mit Schuss: Fondue kann man zur Not auch auf einer einzelnen Herdplatte zubereiten.

Joseph Khakshouri

Und so «campiert» das Paar heute im eigenen Haus. Und fiebert gespannt der Lieferung der neuen Küche entgegen, die in Kürze eintreffen soll. Ausgesucht wurde die gesamte Einrichtung gemeinsam. «Da gab es nie Diskussionen, wir haben den gleichen Geschmack», sagt Simone.

Auch dass sie öfter allein zu Hause sein wird, wenn ihr Partner 
für Proben, Songwriting oder Aufnahmen über mehrere Wochen im Tessin ist oder mit Gotthard durch die Welt tourt, ist 
für sie kein Problem. «Ich wusste ja von Anfang an, worauf ich mich einlasse. Und ich habe auch ein 
eigenes Leben und sitze nicht 
allein zu Hause herum, wenn Nic unterwegs ist.» 

Kein Hochzeit geplant

Hin und wieder geht Simone am Wochenende mit auf ein Konzert. Und erlebt dort auf der Bühne den wilden Rocker, der so ganz anders ist als der Mann, den sie hinter den Kulissen liebt. «Mir gefällt Nics Ruhe und seine positive Art. Wäre er nur die Rampensau, die die Fans sehen, hätte ich mich kaum in ihn verliebt», meint sie.

Streit gäbe es selten zwischen ihnen. Nur in einem Punkt sind sie sich uneinig: «Ich hätte gern einen Hund. Aber im Moment wären wir mit einem Haustier zu wenig flexibel.» Damit erübrigt sich die Frage nach Hochzeit und Kindern. «So weit denken wir noch nicht», sagt Simone. «Erst muss das Haus fertig werden.»

Joseph Khakshouri

Priorität: 
Im Gegensatz zu den restlichen Räumen ist der Weinkeller schon fertig eingerichtet. 

Darauf wird angestossen. Nics Musik- und Klamottenzimmer sowie der Weinkeller sind die 
einzigen Räume, die schon vollständig eingerichtet sind. «Man muss Prioritäten setzen», meint der Musiker lachend.

Das hat er mit dem Umzug in die Heimat 
seiner Liebsten definitiv getan. Jetzt lernt der schweizerisch-australische Doppelbürger fleissig Deutsch. «Ich nehme Unterricht. Ausserdem kann Simone immer öfter Deutsch mit mir sprechen, ohne dass ich völlig planlos bin.» 

Nic legt ein Stück Holz ins Cheminée und öffnet ein eigens für Gotthard gebrautes «Defrosted»-Bier. Defrosted heisst auf Deutsch aufgetaut. Nic Maeder 
ist nicht nur aufgetaut, sondern angekommen. In seiner Band, in seinem Zuhause, in den Herzen der Fans und vor allem im Herzen seiner Liebsten. 

Von Sandra Casalini am 12.12.2018