«Röckli lupfen» ist «Sexistische Kackscheisse» Gülsha attackiert Trauffer

Der Schweizer Sänger Marc Trauffer lebt in seinem neuen Song «Geissenpeter» den Traum eines jeden Stammtischpoeten. Und bringt damit Moderatorin Gülsha Adilji öffentlich zum Toben. 
Gülsha vs. Trauffer
© Mirjam Kluka/David Biedert

In seinem neuen Song «Geissepeter» wühlt Sänger Marc Trauffer tief in der Klischée-Kiste. Moderatorin Gülsha Adilji gibt ihm dafür ihn ihrer neuen Sendung ordentlich aufs Dach. 

Heidi und der Geissenpeter, eine unschuldige Beziehung zwischen zwei Heranwachsenden. Der Mundartsänger Marc Trauffer, 38, der sich selber Alpentainer nennt, versetzt die Geschichte nun in die Moderne. Mit ihm als erwachsenem Peter und einem tätowierten Heidi mit kurzem Röckli.

In seinem Song «Geissenpeter» besingt der 38-Jährige, wie das freche Heidi ihn verführen will und dafür vor allem ihre körperlichen Reize in Szene setzt. Doch er will nichts von ihr wissen und am Ende lässt sie ihn nicht einmal mehr, so singt Trauffer, ihr Geissli streicheln. Der Videoclip inszeniert das Ganze in idyllischer Bergwelt. (Zum Abspielen aufs Video klicken)

«Sexistische Kackscheisse»

Einer ist Trauffers Traum vom sexy Heidi ganz besonders sauer aufgestossen: Gülsha Adilji. Die 32-Jährige nimmt in ihrer neuen Sendung «Zoom Kaboom» auf Teleclub kein Blatt vor den Mund. «Trauffer, ich dachte, du wärst ein netter, guter Mann! Aber das was du da machst, ist sexistische Kackscheisse.»

Die Moderatorin kritisiert, dass der Text des Liedes ein gar einfaches Frauenbild besingt. «Keine Frau schwänzelt um dich rum, Trauffer und keine will dich mit ihren primären Geschlechtsmerkmalen herumkriegen. Sind wir denn im Jahr 1214?» 

Von FM1 auf die Kritik angesprochen wettert der Musiker zurück und greift seinerseits Adilji an. «Dass solch halbwegs journalistisch begabte Leute wie Gülsha ein Problem mit Unterhaltung haben, ist nichts Neues. Wem die Musik nicht passt, soll sie nicht hören.» Von Sexismus will er nichts wissen. Seine Musik solle den Zuhörern ein Lächeln ins Gesicht zaubern und mehr nicht. 

Gülsha ihrerseits stellt resigniert fest, dass Trauffer nicht verstanden habe, was das Problem sei: «Es geht hier nicht um mich, sondern um eine grössere Sache. Es kann nicht sein, dass heute jemand mit solch sexistischen Äusserungen Erfolg hat.»

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