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Geschichten vom Gnadenhof

Ex-Nationalrätin Jasmin Hutter ist Kinderbuchautorin

Jasmin Hutter hat die Politik gegen das Leben als Hausfrau und Mutter getauscht. Was macht die ehemalige SVP-Nationalrätin also heute? Sie kümmert sich um kranke, alte Tiere und hat ein Kinderbuch geschrieben.

Jasmin Hutter

Jasmin Hutter inmitten ihrer Tiere auf dem Gnadenhof Eichberg. 

Geri Born

Sie galt als grosse Hoffnung der SVP. Doch Jasmin Hutter, 40, entschied sich für ein Leben als Mutter und Hausfrau und zog sich komplett aus der Politik zurück. «Ich habe diesen Schritt keinen Moment bereut.» Viel lieber kümmert sie sich heute neben dem Haushalt um die vielen Tiere auf ihrem Gnadenhof-Zoo Eichberg, den sie vor drei Jahren gekauft hat.

«Jedes Tier hat einen Rucksack, warum es hier gelandet ist.» So auch der Geissbock Miggi und die Krähe Brax. Über sie und andere Tiere hat Hutter jetzt sogar das Kinderbuch «Flieg Brax, flieg!» geschrieben und mit eigenen Illustrationen bebildert. «Tiere erzählen ihre Geschichte, man braucht nur zuzuhören», so die Rheintalerin.

Die Geschichten stammen aus dem Zoo Gnadenhof

In dem Buch erlebt erst der Geissbock Miggi wie es ist, wenn man seine beste Freundin verliert. Die Geiss Susi und Miggi werden zusammen alt, bis Susi eines Morgens nicht mehr aufwacht. Damit er nicht allein sein muss, darf er seinen Lebensabend im Zoo Gnadenhof verbringen. Dort findet er neue Gspänli und lebt glücklich, bis er «still und leise von dieser Welt gehen kann».

Die zweite Geschichte handelt von der besagten Krähe Brax, die als Küken aus dem Nest gefallen ist und sich schwer verletzt hat. Darum wird Brax im Zoo Gnadenhof gesundgepflegt. Als er wieder gesund ist, heisst es: «Flieg Brax, flieg!»

Kinder haben das Buch mitgestaltet

Bei der Entstehung der Geschichten half der ehemaligen Nationalrätin ihre Fantasie, und dass sie in den Anfängen ihres Gnadenhofes die Geschichten der einzelnen Tiere aufgeschrieben habe, wie sie dem «St. Galler Tagblatt» erzählt. Aber auch Hutters Kinder, der 8-jährige Jon und Mara, 7, haben Mamas Buch massgeblich mitgestaltet. Die beiden durften ihre Meinungen zu den Geschichten sagen und haben tatsächlich die eine oder andere Veränderung und Korrektur angebracht.

Der Erlös aus dem Verkauf des Kinderbuches kommt natürlich vollumfänglich den haarigen Freunden von Jasmin Hutter zugute.

Von Karin El Mais am 1. Dezember 2018