Witwer von Katharina Paholo Prinz Marcelin bekommt kein Geld mehr aus der Schweiz

Jetzt muss er den Gürtel enger schnallen. Der Witwer der verstorbenen Katharina Paholo, Prinz Marcelin, erhält aus der Schweiz keine finanzielle Unterstützung mehr. Den Kontakt zu Sohn Sky versucht er aufrecht zu erhalten.  
Katharina Paholo Prinz Marcelin
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Dem Glück nahe, aber auch der Verzweiflung: Prinz Marcelin und Katharina Paholo.

Er war Katharina Paholos grosse Liebe: Prinz Marcelin aus Bangangté, 56. Für ihn verliess die Schweizerin 2005 ihr Heimatland und lebte fortan in Kamerun. Vor neun Monaten starb die Königin von Kamerun mit 52 Jahren an Herzversagen.

Katharina Paholo Prinz Marcelin
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Für ihren Prinzen verliess Katharina Paholo die Schweiz und lebte in Kamerun.

Geldhahn zugedreht

Für den afrikanischen Prinzen bedeutet der Tod seiner Frau, dass er nun ein noch bescheideneres Leben führen muss, wie Katharinas Mutter Margaritha Hänni, 90, «Blick» gegenüber sagt: «Marcelin besitzt ausser seinem Land eigentlich nichts.»

SRF-«Reporter» Tod einer Königin
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Prinz Marcelin mit dem gemeinsamen Sohn Sky an der Beerdigung von Katharina.

Eine minimale Witwerrente halte ihn knapp über Wasser. Früher sei immer wieder zusätzliches Geld aus der Schweiz nach Kamerun geschickt worden. Eine finanzielle Unterstützung, die nun wegfällt. «Jetzt muss er selber schauen», sagt Hänni bestimmt. Seit dem Tod Katharinas pflege sie keinen Kontakt mehr zu ihrem Schwiegersohn.

Schwierige Beziehung zum Schwiegersohn

Man kann es Margaritha Hänni nicht verübeln, dass sie ihren Schwiegersohn nicht unterstützen will. Der afrikanische Alltag ihrer Tochter war hart. Geldsorgen, Probleme mit dem Prinzen und Krankheiten plagten Katharina. Immer wieder rang sie mit dem Gedanken, ihren Mann zu verlassen und in ihre Heimat zurückzukehren.

Katharina Paholo Prinz Marcelin Sky
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Ein Bild aus glücklichen Tagen: Prinz Marcelin, Sohn Sky und Katharina Paholo (v. l.).

Einst habe Marcelin ihre Tochter sogar aus Afrika davonjagen wollen, erzählt Hänni: «Er sagte, sie und Sky sollen beide verschwinden und wieder in die Schweiz zurückgehen. Er wolle sie nicht mehr sehen.»

Trotzdem: Wenn Marcelin die Rechnungen zahlen könne, telefoniere er regelmässig mit seinem Sohn Sky, 11, der heute bei einer Pflegefamilie in der Schweiz lebt. «Marcelin ist sehr glücklich darüber, dass es seinem Buben hier so gut geht», freut sich Grossmutter Margaritha Hänni.

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