Olympia-Legenden Leu, McMahon & Nadig im Porträt

Die «Schweizer Illustrierte» will von Ihnen wissen, wer Ihr grösster Olympia-Held aller Zeiten ist. Damit Sie Ihren Favoriten noch besser auswählen können, stellen wir Ihnen die Nominierten näher vor. Heute: Evelyne Leu, Brigitte McMahon und Marie-Theres Nadig.

EVELYNE LEU, 36, FREESTYLE-SKI
Ihren grössten Erfolg feierte die gebürtige Baselländerin im Februar 2006 an den Olympischen Winterspielen von Turin: Bravourös steht sie ihre Paradesprünge «Full-Full-Full» – Gold im Freestyle-Ski, Kategorie Aerials! Danach sagt sie: «Ich war wild entschlossen zu zeigen, was ich draufhabe.» 2010, nach 16 Jahren Karriere (9 Weltcupsiege, WM-Silber), gibt Leu ihren Rücktritt bekannt. Danach absolviert sie keinen Sprung mehr, lässt sich zur Marketing-Fachfrau ausbilden. Heute spielt Leu mit Ehemann Martin Tennis, nimmt an der Interclub-Meisterschaft teil. Die beiden leben in ihrem Haus im aargauischen Bünzen – mit Sohn Corsin. Corsin kam am 9. Juni dieses Jahres zur Welt. Er ist «gsund und gfrässig» und hält seine Eltern ganz schön auf Trab. «Grosse Sprünge können wir keine mehr machen.»

BRIGITTE MCMAHON, 45, TRIATHLON
Ihr Leben bietet Stoff für einen Hollywood-Film. Am 7. September 2000 holt Brigitte McMahon in Sydney das erste Triathlon-Gold der Olympia-Geschichte. Acht Monate später bekommt sie Tochter Jennifer. Doch das Schicksal prüft die populäre Biochemikerin aus Baar ZG schwer. Noch vor der Geburt von Alisha, heute 9, im Februar 2003 scheitert die Ehe mit Michael McMahon. Im August stirbt ihr geliebter Vater Edwin. Zu viele Schicksalsschläge für die Schweizer Sportlerin des Jahres 2000: Sie gerät in ein Tief, nimmt das Blutdopingmittel EPO ein und wird erwischt – Rücktritt. Mit der Geburt von Nachzüglerli Yannic 2010 kehrt Ruhe in Brigittes Leben ein. Auch von einem schweren Unfall vor genau einem Jahr, bei dem sie von einem Auto erfasst wird, erholt sie sich. Doch noch ein Happyend!

MARIE-THERES NADIG, 58, SKI ALPIN
Die Flumserin katapultierte sich Anfang der 1970er-Jahre ins Rampenlicht. Schon mit 15 Jahren wurde sie in die Nationalmannschaft aufgenommen und fuhr im Winter 1970/1971 ihre ersten Weltcup-Rennen. Für die grösste Sensation der damaligen Zeit sorgte sie an den Olympischen Spielen von Sapporo. Sie gewann Gold in der Abfahrt und im Riesenslalom und verwies zweimal die haushohe Favoritin, die Österreicherin Annemarie Pröll, auf den zweiten Platz. Vom Ausmass ihres Triumphes war die Schweizerin völlig überrascht. «Ich habe mich schon sehr gefreut», blickt sie heute zurück, «aber nicht mehr als bei einem Schülerrennen.» Die damals wortkarge und scheue Nadig entwickelte sich im Verlauf ihrer erfolgreichen Sportkarriere zu einer schlagfertigen Persönlichkeit. 1980 in Lake Placid wäre sie vermutlich ein drittes Mal Olympiasiegerin geworden. Doch ein heftiger Windstoss wehte sie auf den Bronze-Rang zurück.

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