Luca Hänni über seine Beziehungskrise Liebe oder Karriere? «Würde mich für die Musik entscheiden»

Im Leben von Luca Hänni ist alles anders: neuer Look, neues Album, neuer Beziehungsstatus. Vor zwei Wochen gab der Sänger bekannt, dass er in einer Liebeskrise steckt. Jetzt spricht er zum ersten Mal mit der «Schweizer Illustrierten» ausführlich über Freundin Tamara, seine Ängste und darüber, warum ihm seine Karriere so wichtig ist.

Schweizer Illustrierte: Luca Hänni, Sie präsentieren sich in einem anderen Look. Ist das ein Neuanfang?
Luca Hänni: Ein Neuanfang ist es nicht, aber eine Weiterentwicklung. Ich bin in den letzten Jahren sehr schnell erwachsen geworden. Mit 17 hatte ich bereits meine eigene Firma und musste früh Verantwortung übernehmen. Das neue Album zeigt, dass ich angekommen bin.

Wie sieht Ihr Beziehungsstatus heute aus?
Es herrscht Funkstille.

Konkret?
Wir wohnen zwar noch zusammen, aber wir sehen uns nicht. Tamara fährt für zwei Wochen in die Ferien, ich bin seit drei Wochen auf Promotour für mein neues Album.

Was müsste sich ändern, damit die Beziehung funktioniert?
Wir müssten einen gemeinsamen Weg finden und lernen, damit umzugehen, dass wir wenig Zeit füreinander haben. Im Moment ist es so, dass wir uns oft streiten, wenn wir uns doch mal sehen.

Worüber streiten Sie sich?
Über kleine, alltägliche Sachen wie beispielsweise den Haushalt. Wer macht den Abwasch, wer räumt auf …

Sie sind ein Mädchenschwarm und treffen aufgrund Ihres Jobs viele schöne Frauen. Ist eine andere Frau im Spiel?
Nein. Ich ziehe eine klare Grenze zwischen meinem Berufs- und Privatleben. Das weiss Tamara.

Was bedeutet Ihnen Tamara noch?
Sie ist meine erste grosse Liebe. Ohne Tamara wäre mein Leben sehr leer. Ich stelle mir immer noch eine gemeinsame Zukunft vor.

Was wären Sie bereit, dafür zu geben?
Ich würde mir ein paar Tage freischaufeln und mit Tamara verreisen. Aber weil mir meine Karriere wichtig ist, kann ich im Moment keine Termine absagen.

Liebe oder Karriere: Wie würden Sie entscheiden, wenn Sie wählen müssten?
Ich hoffe, dazu kommt es nicht. Mir ist beides wichtig. Aber würde mich Tamara vor die Wahl stellen, würde ich mich für die Musik entscheiden.

Sie sind seit Ihrem 15. Lebensjahr in festen Händen. Haben Sie das Gefühl, etwas verpasst zu haben?
Ich weiss nicht, ob ich etwas verpasse. Die meisten meiner Freunde sind Single, ich bin der Einzige, der schon so lange in einer festen Beziehung ist. Es gäbe sicher viele Dinge, die ich erleben könnte, aber die will ich eigentlich mit Tamara machen.

Wie wollen Sie den Sprung vom Teenie-Star zum anerkannten Musiker schaffen?
Es ist nicht einfach, sich die Glaubwürdigkeit zu erarbeiten. Ich will die Leute mit meinen Live-Performances überzeugen und so neue, etwas ältere Fans dazugewinnen - ohne meine jungen Fans zu verlieren. Justin Timberlake beispielsweise hat sich vom Disney-Star zum ernst zu nehmenden Sänger gemausert. Das will ich auch.

Gegen aussen wirken Sie immer als Sonnyboy. Wie sieht es jetzt in Ihnen aus?
Ich bin grundsätzlich ein fröhlicher Mensch. Aber auch ich habe weniger gute Tage, an denen ich meine Ruhe möchte. Trotzdem habe ich Freude an meinem Job und meiner Musik.

Was kommt jetzt?
Ab November gehen wir in der Schweiz, in Deutschland und Österreich auf Tour. Danach wollen wir Shows in Holland und im englischsprachigen Raum spielen. Mit dem neuen Album kann es gut funktionieren.

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