Er war dreifacher Weltmeister Schweizer Motorrad-Legende Luigi Taveri ist tot

Luigi Taveri ist im Alter von 88 Jahren gestorben. Am 17. Februar erlitt die Schweizer Motorrad-Legende einen Schlaganfall, von dem er sich nicht mehr erholt hat.

«Luigi ist heute friedlich im Beisein der Familie gestorben», bestätigte seine Tochter Blanca den Tod des dreifachen Weltmeisters. Seit dem Schlaganfall am 17. Februar hatte Taveri im Spital gelegen. Die Familie hatte schon unmittelbar danach die Hoffnungen aufgegeben und erklärt, dass Luigi «uns verlassen wird».

Damit ist eine wahre Legende von uns gegangen. In den 60er-Jahren krönt sich Taveri dreimal zum Weltmeister in der 125er-Kategorie. Er gehört nicht nur zu den erfolgreichsten Schweizer Motorradfahrern, sondern auch zu den populärsten Schweizer Sportlern seiner Zeit.

Bodenständig und bescheiden

Dies vor allem dank seiner Bodenständigkeit. Trotz 30 GP-Siegen und 89 Podesplätzen in 143 Rennen führt der gelernte Automechaniker ein bescheidenes Leben. Nach seiner aktiven Zeit betreibt Taveri erfolgreich eine Karosserie-Werkstatt: «Mein Geld durch Spekulationen zu vermehren, kam für mich nie in Frage», betont er stets.

Seine Motorrad-Leidenschaft lebte er bis ins hohe Alter weiter. Viele Jahre an der Tour de Suisse, als er Fotografen, die rückwärts auf dem Sozius sassen, sicher an die Etappenziele brachte. Oder an den vielen Revival- oder Klassikveranstaltungen auf der ganzen Welt. 

Letzte Runde mit 86 Jahren

In den letzten Jahren liess es der Hobby-Gärtner ruhiger angehen: «Ich schaue mir die Rennen nur noch am TV an und meine liebe Mathilde kocht immer ein feines Mittagessen dazu», sagte Taveri kurz nach seinem letzten GP-Besuch bei einer Veranstaltung auf dem Militärflugplatz in Dübendorf, als er im Alter von 86 Jahren noch einige Demonstrationsrunden gedreht hat.

Es waren seine letzten in einem erfüllten Leben, das am 1. März 2018 im Alter von 88 Jahren zu Ende gegangen ist.

Auch interessant