Frieda Hodel auf Babykurs «Manchmal finde ich es schlimm, schwanger zu sein»

Vor zwei Jahren suchte sie als Bachelorette im TV nach der grossen Liebe. Sie fand sie danach abseits der Kameras im Wallis. Nun erwartet Gesundheits- und Lifestyle-CoachFrieda Hodel, 35, mit ihrem Mann Fabio Zerzuben, 35, ihr erstes Kind.
Frieda Hodel Baby
© Thomas Buchwalder

Was wirds? Ob sie einen Buben oder ein Mädchen bekommt, weiss die Ex-Bachelorette noch nicht. Geburtstermin: Anfang Februar.

Frieda Hodel, Sie sind jetzt in der 35. Woche, Endspurt. Ist das Kinderzimmer fertig?
Nein, aber die Möbel sind gekauft. Ich war im Kaufrausch. Es war so emotional, die erste Kinderdecke auszusuchen. Und lässige Lampen in Bärchenform. Danach verliess ich mit unzähligen Taschen das Geschäft und fragte mich: Brauch ich das alles?

Fabio Zerzuben: Frieda hat einen richtigen Nestbautrieb. Die Auswahl überfordert uns etwas. Welches soll ich nehmen bei dreissig verschiedenen Babyphones?
Das Kinderzimmer werden wir in meinem ehemaligen Arbeitszimmer noch vor Silvester einrichten. 
Frieda: Und schon jetzt hält unser Hund Zorro davor Wache. Er weiss genau, dass ich schwanger bin, schnuppert immer am Bauch. 

Frieda Hodel Baby
© Thomas Buchwalder

Heisshunger: Seit sie schwanger ist, achtet Frieda Hodel auf eine gesunde Ernährung. Die Pizza ist eine willkommene Ausnahme.

Wirds ein Bub oder ein Mädchen? 
Frieda: Das wissen wir noch nicht. Es dreht sich beim Ultraschall immer weg. Ich habe zwei Frauenärzte, und jeder tippt auf etwas anderes. Fabio sagte, wenn es ein Mädchen wird, baue er den Catwalk auf und für den Buben eine Rennbahn im Zimmer.

Sie sind erst seit fünf Monaten verheiratet. Der Schritt vom Paar zur Familie ging schnell.
Frieda: Jesses Gott, das wird mir nun so langsam klar!

Ihr Leben hat sich seit Ihrer Zeit als Bachelorette stark verändert. Wie kam es dazu?
In meinem Jahr als Bachelorette habe ich mich voll ausgelebt. Ende 2015 verliebte ich mich dann in Zermatt erst ins Matterhorn und später in Fabio. Ich merkte schnell: Er ist einfach anders als die Männer, mit denen ich vorher zusammen war. Wir mögen beide Sport, Ernährung, Reisen und Lifestyle. Und ich stellte mir schnell die Frage, wohin soll das mit uns führen. Ich wünschte mir schon immer eine eigene Familie, gerade weil ich adoptiert bin.
Fabio: Schon am ersten Abend redeten wir über unseren Kinderwunsch. Wir mussten uns nicht jahrelang kennenlernen.

Frieda Hodel Baby
© Thomas Buchwalder
Vorfreude: Frieda Hodel und der Walliser Carunternehmer Fabio Zerzuben wollen ihrem Kind ein gemütliches Nest bauen.

Haben Sie inzwischen etwas über Ihre leiblichen Eltern in Argentinien herausgefunden?
Frieda: Nein. Und ich will meine Mutter nicht mehr finden. Ich lasse das ruhen und akzeptiere die Situation, auch wenn es mir emotional schwerfällt. Manche Dinge im Leben haben einfach ihren Grund. Ich will als Mutter alles anders machen und eine enge Verbindung zu meinem Kind aufbauen. Ihm ganz viel Liebe geben. 
Fabio: Wir haben auch abgemacht, nie vor dem Kind zu streiten. Als Vater will ich es immer unterstützen und werde es viel bespassen.

Versuchten Sie lange, schwanger zu werden?
Frieda
: Nein, es ging total schnell. Mit dem Test in der Hand bin ich vor Schock fast umgefallen. Ich schickte Fabio sofort ein Foto nach dem Motto «So, komm damit klar» (lacht). Bei unserer Hochzeit war es noch ein Geheimnis. Als wir mit dem Helikopter für Fotos auf 3000 Meter flogen, war mir so schlecht.

Die typische Schwangerschaftsübelkeit?
Frieda
: Ja. Ganz ehrlich, manchmal finde ich es schlimm, schwanger zu sein (lacht). Die ersten drei Monate war ich müde und litt unter der Hormonachterbahn. Jetzt fühle ich mich gut, nur dass das Kind mir manchmal die Luft abschnürt. Vor allem abends ist es sehr aktiv, und ich kann nicht schlafen. Ich vergesse gerade auch extrem viel, Schwangerschaftsdemenz eben. Der Bauch stört beim Sport, und ich muss ständig zur Toilette.

Schaffen Sie es trotzdem noch, Sport zu treiben?
Frieda
: Ich passe die Belastung an, stretche, trainiere den Beckenboden, mache Atemübungen. Ich wollte mich nie gehen lassen, achte sehr auf ausgewogene Ernährung.

Frieda Hodel Baby
© Thomas Buchwalder

Wohlige Formen: «Meine Brüste sind gerade riesig.» An die Veränderungen ihres Körpers musste sich die Fitnesstrainerin erst gewöhnen.

Wie ehrgeizig sind Sie, nach der Geburt schnell die alte Figur wiederzuhaben?
Frieda: Sehr. Das ist mein Job. Ich bin neugierig, ob alles wieder so wird wie vorher und ich den Bauch wieder trainieren kann. Ich hoffe, dass ich keinen Kaiserschnitt brauche. Ich glaube, dass ich nach einer natürlichen Geburt eine bessere Bindung zum Kind habe. Ich mache keinen Vorbereitungskurs. Der stresst mich mehr, als dass er mir nützt.
Fabio: Ich finde, Frieda ist durch die Schwangerschaft ruhiger geworden. Ich bin glücklich, dass wir im Wallis einen super Ort zum Kindererziehen gefunden haben. Hier hat es viel Platz, und es ist nicht so schnelllebig.

Dieses Jahr sind Sie von Zürich ins Wallis gezogen. 2018 bauen Sie in Ried-Brig ein Haus. Mit mehreren Kinderzimmern?
Frieda: Wir wissen noch nicht, was auf uns zukommt. Ich will nach drei Monaten wieder in meiner Lounge in Eyholz arbeiten. Warten wirs ab. Aber bis 40 kann ich mir weitere Kinder durchaus vorstellen.

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