Neue Comedy-Sendung am Sonntagabend Michael Elsener tritt in «Giacobbo/Müllers» Fussstapfen

Endlich wieder etwas zu lachen am Sonntagabend. Der Zuger Komiker Michael Elsener übernimmt den ehemaligen Sendeplatz von «Giacobbo/Müller» und versucht sich als Moderator einer neuen «Late Night Show». 
Michael Elsener
© SRF

Die neue Comedy-Sendung am Sonntagabend mit Michael Elsener heisst «Late Update».

Mit tosendem Applaus startet Michael Elsener, 33, in seine neue Comedy-Sendung «Late Update». Der Start ist geglückt, könnte man meinen. Doch beim ersten Beitrag über Facebook-Gründer Mark Zuckerberg, 34, passiert auch schon der erste Fehler. Die Technik blendet das extra für die Sendung gezeichnete «Zuckerberg-Emoji» zu früh ein und vermasselt die Pointe. Moderator Elsener allerdings lacht den Fehler weg und meistert die kleine Panne, als wäre er bereits ein TV-Vollprofi.

Am Sonntagabend zeigt SRF die erste von elf Folgen der dreiviertelstündigen Satiresendung. Online kann man «Late Update» aber schon jetzt sehen:

Vorbild für Elseners neue Sendung waren wohl Viktor Giacobbo, 66, und Mike Müller, 55, mit ihrer legendären Sonntagabend-Sendung «Giacobbo/Müller». Auch bei Elsener werden aktuelle Themen aus der Politik aufgegriffen und parodiert. In der ersten Folge ist CVP-Nationalrat Gerhard Pfister, 56, zu Gast. Er lässt sich eine Perücke schenken und verwandelt sich so in eine Frau, um bessere Chancen bei der nächsten Bundesratswahl zu haben.

Michael Elsener selber war erst noch als Gast bei «Giacobbo/Müller» eingeladen. Nun hat er ihren Sendeplatz gleich selber übernommen.

Michael Elsener (Programm) im Selbstporträt Fototagebuch
© Screenshot SRF

Früher war er noch Gast bei «Giacobbo/Müller», jetzt hat Michael Elsener den Sendeplatz am Sonntagabend selber übernommen.

Der Zuger Comedian tritt nach «Giacobbo/Müller» ein schweres Erbe an. Deswegen macht er sich aber keine Sorgen. Im Interview sagt Elsener gegenüber «Blick»«Es ist mir eine grosse Freude, zusammen mit meinem Team diesen Spielplatz bekommen zu haben.» Alles genau gleich machen will Elsener aber nicht: «Das Figurenkabinett der beiden war grossartig. Ich lasse mich mit meinem Team von der Aktualität leiten. Wenn es sich anbietet, einen Bundesrat zu parodieren, dann mache ich das. Aber es sollte keine Vorgabe und kein Zwang sein, jedes Mal eine solche Nummer zu haben.»

Elsener ist spezialisiert auf Parodien von Politikern. Auf die Frage, wer denn sein nächstes Opfer werde, sagt er zu «Blick»: «Vielleicht wird Karin Keller-Sutter bald ein Thema. Die Parodie von Johann Schneider-Ammann hat erst nach seiner Rede zum Tag der Kranken wirklich funktioniert, weil vorher niemand wusste, wie er spricht. Das war so etwas wie ein magischer Moment für mich.»

Die erste Staffel «Late Update» ist jeweils sonntagabends um 21:40 Uhr auf SRF1 zu sehen. Ab 31. März 2019 löst Dominic Deville, 44, mit seiner bereits 7. Staffel den Comedy-Abend mit Michael Elsener ab.

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